20.000 STÜCK IN EINEM JAHR

Der Mercedes G fährt einen Produktionsrekord ein

Erstmals liefen bei Magna-Steyr in Graz 20.000 Mercedes G-Klassen in einem Jahr vom Band.

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Die 20.000ste G-Klasse, die 2016 in Graz gebaut wurde
Die 20.000ste G-Klasse, die 2016 in Graz gebaut wurde © DAIMLER
 

Der Mercedes G ist wie ein guter Wein – mit dem Alter wird er immer besser. In ihrem dritten Frühling ist die Offroad-Ikone so gefragt wie noch nie. Bei Magna-Steyr in Graz ist jetzt die zwanzigtausendste G-Klasse des Jahrgangs 2016 vom Band gelaufen – ein weißer Mercedes-AMG G63. Es ist das erste Mal, dass diese Stückzahl in einem Jahr erreicht wurde. „Die Produktion von 20.000 G-Klassen in einem Jahr ist ebenfalls ein Beweis für die hohe Nachfrage nach dem ‚G‘ und damit für die Qualität unserer Fahrzeuge, die unsere Kunden zu schätzen wissen. Ich freue mich und bin auch stolz, dass einige Mitarbeiter seit Produktionsbeginn vor rund 37 Jahren mit an Bord sind“, sagt Gunnar Güthenke, Leiter Produktbereich Geländewagen bei Mercedes-Benz.

Gunnar Güthenke (Mercedes-Benz) und Kurt Bachmaier (Magna-Steyr) mit dem Rekordfahrzeug
Gunnar Güthenke (Mercedes-Benz) und Kurt Bachmaier (Magna-Steyr) mit dem Rekordfahrzeug Foto © DAIMLER

Die G-Klasse, die den diesjährigen Produktionsrekord einfuhr, ist zudem eine ganz besondere. Sie verfügt über verschiedene Ausstattungen der „Designo Manufaktur“, wie zum Beispiel die in der eigenen Näherei gefertigten designo Leder und die Lackierung in „Designo Mysticweiß Bright“. Die Manufaktur, die jede G-Klasse einzigartigen macht, steht ebenfalls in Graz. Ob Exterieur oder Interieur, ob Ziernaht oder designo Leder – fast jedes Detail wird dort liebevoll von Hand gefertigt.

Die legendäre G-Klasse wird seit 1979 im Auftrag von Mercedes-Benz bei Magna-Steyr in Graz gebaut. Seit derEinführung des ersten Modells der G-Klasse gingen mehr als eine Viertelmillion Fahrzeuge in Kundenhand über.

MODELLPFLEGE: MERCEDES G 350d PROFESSIONAL

Mercedes G Professional

Die G-Baureihe zieht ihre unvergleichliche Magie aus ihren rauhen Wurzeln. 1979 für den harten Einsatz bei diversen Armeen konzipiert, wirkt sie auch heute noch als luxuriöser AMG ernsthafter und authentischer als der schickste Hochglanz-SUV. Und dennoch hat das seit Anfang an in Graz gefertigte Urgestein seine Herkunft nicht vergessen: So gibt es nun die Neuauflage des Professional.

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Mercedes G Professional

Professional, das steht bei Mercedes für das abgespeckte Modell ohne unnötigen Schnickschnack, optimiert für das harte Leben in den Bergen und auf den Feldern dieser Welt. Im Vergleich zum Vorgänger, dem G 300 CDI Professional wurde der G 350 d Professional aber nicht nur im Detail verbessert. Sein Dreiliter-V6-Dieselmotor leistet nun 245 PS, das sind gleich 33 Prozent mehr.

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Mercedes G Professional

Das Drehmoment liegt bei stattlichen 600 Newtonmetern, die bereits bei 1600 Umdrehungen an liegen. Gleichzeitig konnte der Verbrauch um über 15 Prozent auf 9,9 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden. Mitverantwortlich dafür: das serienmäßige Siebengang-Automatikgetriebe 7G-Tronic Plus, das zudem für höheren Fahrkomfort sorgt als die alte Fünfgang-Schaltbox.

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Mercedes G Professional

Der Professional heißt aber nicht grundlos so. Neben dem bewährten Leiterrahmen, dem permanenten Allradantrieb inklusive drei elektrisch zuschaltbaren, 100-prozentigen Differenzialsperren, verfügt der kernige G über eine sanfte Fahrwerkshöherlegung von immerhin einem Zentimeter auf 245 Millimeter.

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Mercedes G Professional

Klingt nicht nach viel, sorgt in Verbindung mit den Allterrain-Reifen im Format 265/70 R 16 aber für souveräne Kraxel-Eigenschaften. 100 Prozent Steigfähigkeit muss ihm erst einmal einer nachmachen, ebenso wie Böschungswinkel von 36 Grad vorne und 39 Grad hinten. Zum Vergleich: Die zivile Version des 350 d schafft es nur auf jeweils 30 Grad.

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Mercedes G Professional

Auch was die Nutzlast betrifft, ist der Profi-G auch ein echtes Arbeitstier geworden: 592 Kilogramm können zugeladen werden, und die Anhängelast beträgt stattliche 3,2 Tonnen. Optional kann ein robuster Dachgepäckträger sowie ein Lade-Schutz-Paket dazugeordert werden. Letzteres beinhaltet etwa ein Lastschutznetz, eine Laderaumabdeckung und eine starr montierte Anhängekupplung.

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Mercedes G Professional

Wer wirklich ins Gelände möchte, kann seinen Professional noch weiter gezielt aufrüsten: Das optionale Offroad-Paket beinhaltet zum Beispiel ein Steinschlagschutzgitter für die Bixenon-Scheinwerfer, auf Wunsch sogar für die Blinker. Dazu gibt es getönte Seitenscheiben, einen mit Holz beplankten Laderaum sowie eine Freisprecheinrichtung. Nicht zu vergessen natürlich die Trittbretter, die zugleich einen angenehmen Nebeneffekt bieten: Sie erlauben ein bequemes Verzurren von Gegenständen auf besagtem Dachgepäckträger.

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Mercedes G Professional

Diese robuste Herangehensweise äußert sich bis zum Antirutschbelag anstelle eines Teppichs im Fußraum, der über einen Ablauf verfügt und somit bei starker Verschmutzung einfach ausgespritzt werden kann. Bei so viel praktischen Nutzen hat sich der Professional ein wenig Komfort ja wohl verdient. Und hier unterscheidet sich der G 350 d von seinem Vorgänger deutlich. Als Basis dient nämlich nicht mehr die sehr spartanische Bauform W461, sondern der deutlich luxuriösere W463. Das heißt: Ein Multifunktionslenkrad ist ebenso verbaut wie eine vielfach verstellbare Lenksäule.

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Mercedes G Professional

Gleichzeitig überarbeitet Mercedes alle Versionen ihrer am längsten laufenden Baureihe technisch: Das Infotainment-System COMAND bekommt ein hochauflösendes 8-Zoll-Display, einen WLAN-Hotspot, das Mercedes-Benz-Notrufsystem und Live-Traffic-Information, das Verkehrsdaten in Echtzeit liefert. Ach ja, Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay und Android Auto sind nun auch verfügbar.

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Mercedes G Professional

Neben zwei Uni- und elf Metallich-Farbtönen ist der Professional zudem in exklusiven Sonderlacken mit den bezeichnenden Namen Wüstensand und Chinablau erhältlich. Letztere gilt als Reminiszenz an Otto, der G-Klasse von Gunther Holtorf, der bereits eine Weltreise hinter sich hat. Der Verkaufsstart ist für September 2016 anberaumt, die Preise beginnen bei über 80.000 Euro.

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Danke für Ihr Verständnis.

scionescio
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Ist es nicht seltsam, dass ein Fahrzeug, das nur zu einem kleinen Teil wegen seiner überragenden Geländegängigkeit gekauft wird, und ansonsten nur als reines Statussymbol dient, so über den grünen Klee gelobt wird ?

Nur weil es in Graz gebaut wird, ist es immer noch kein zeitgemäßes Fahrzeug mehr: verheerende Straßenlage, enormer Verbrauch, keine wirklichen Knautschzonen durch den Leiterrahmen, viel zu schwer und die krampfhaften Verjüngungskuren lassen den guten, alten Puch G mittlerweile wie eine in die Jahre gekommene und viel zu grell geschminkte Nutte aussehen ...

pago88
1
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scionescio

.... NEID ??? .....

scionescio
5
2
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Ganz sicher nicht - ich habe den 500 AMG mit V8 in der USA Ausführung als Dienstauto gehabt ...

... und bin nie unter 20 Liter Super gekommen, trotz 92 Liter Tank kommst du nicht von Graz nach Grado und retour (durch den Tankstopp hat jeder Golf Diesel eine geringere Reisezeit), durch den hohen Schwerpunkt und das schlechte Handling sind kurvenreiche Strecken ein Graus, jeder Smart hat eine besser konstruierte Knautschzone und wegen der ungeeigneten Reifen und des hohen Gewichts bin ich in einer schlammigen Wiese steckengeblieben - für einen Panda 4x4 war das kein Problem ... der hat mich dann herausgezogen;-)

criticus11
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Baldur Heckel

war nicht mehr bei Steyr und trotzdem hat er 2004 den Erhalt der damals als FIX beschlossenen Fertigungsschließung, gemeinsam mit dem damaligen Daimlerchef in Graz und einem Zulieferer aus Gratkorn gerettet. Der Erfolg gibt ihnen RECHT. Danke Baldur du warst GROSSARTIG für die steirische Autoindustrie 👍👍👍