Kärntner „Gault & Millau“-Neueinsteiger nach nur einem Jahr nicht mehr erwähnt
„Gault & Millau“ 2027 bringt wieder eine Welle an Auszeichnungen. Christian Cabalier mit der „Osteria Veneta“ zählt zu den Neueinsteigern, dafür wird jener aus dem Vorjahr nicht mehr gelistet.
Kärnten kann kochen. Denn immerhin sind 54 Lokale im Bundesland sowie in Osttirol im aktuellen „Gault & Millau“ erwähnt, ausgezeichnet und mit insgesamt 119 Hauben belohnt worden. Im Raum Klagenfurt sind es insgesamt elf Restaurants, die mit ihrer Küche beeindruckt haben. Keine Überraschung ist, dass Hubert Wallner mit seinem Gourmetrestaurant in Dellach wieder mit vier Hauben und 18,5 Punkten die Spitze anführt. Es gibt aber auch einen Neueinsteiger.
Nämlich Christian Cabalier mit seiner „Osteria Veneta“, deren Küche zuvor in den Händen des Italieners Toni Vettorella lag. Der Kärntner Kultkoch hat das Restaurant erst im Frühling unter seinem Namen eröffnet. Auf der Speisekarte lässt der 61-Jährige seine ganze Erfahrung spielen: „Der Fokus liegt auf der Alpe-Adria-Küche und im Speziellen auf italienischer Hausmannskost.“ Die italienische Küche ist Cabalier absolut nicht fremd, war er lange Jahre Direktor in der berühmten „Cantinetta Antinori“ in Wien, kochte fünf Jahre im Tessin und in Venedig und hat unter anderem das als „bestes Restaurant Kroatiens“ ausgezeichnete „Bistro Apetit“ geführt.
Seine Kochkünste am Klagenfurter Kardinalplatz belohnt der Gourmetführer mit 13,5 Punkten und zwei Hauben. Besonders bemerkenswert: Cabalier ist auch mit seiner „Kochwerkstatt“, die er seit 2015 am Klagenfurter Benediktinermarkt führt, mit ebenfalls 13,5 Punkten und zwei Hauben erwähnt.
Fall für das Konkursgericht
Aus der Wertung gefallen ist Andreas Katona mit seinem Restaurant „Der Mundschenk“ in der Villa Rainer in Pritschitz am Wörthersee. Für Hubert Wallners ehemaligen Head-Sommelier gab es im Vorjahr für seine Küche eine Haube und 12,5 Punkte. Der gebürtige Wiener galt damit als Neueinsteiger, im Feber wurde der Wörthersee-Gastronom allerdings ein Fall für das Konkursgericht. Aktuell verwöhnt er die Gäste des „Würstel-Prinzen“ am Klagenfurter Heuplatz als Mitarbeiter von Betreiber Claus Spitzbart.
Das kulinarische Klagenfurt hat mit dem Restaurant „Moritz“ in Grafenstein, dem „Dolce Vita“, dem Lokal „Das Vogelhaus“, dem „151“, dem „Oscar“ (alle Klagenfurt), dem „La Terrasse“ in Techelsberg, dem „Soleo“ in Krumpendorf sowie dem Restaurant „Auf der Leiten“ in Karnburg weitere Erwähnungen im „Gault & Millau“.
Eine weitere Auszeichnung gibt es für das Vivamayr Medical Health Resort in Maria Wörth, dieses wird im Hotelguide als Longevity-Hotel des Jahres 2027 ausgezeichnet.