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Ralf Rangnick nach 2:2 gegen Irland: „Wir hatten zu wenig Energie auf dem Platz“

Nach dem 2:2 gegen Irland herrschte Ärger über die Leistung in der ersten Hälfte. Lob gab es für die Reaktion nach Wiederanpfiff.

Teamchef Ralf Rangnick
© APA
Teamchef Ralf Rangnick

Noch vor Tagen wollte Kapitän Xaver Schlager nach dem 3:1-Sieg nicht vom „Optimum“ sprechen, als es um die durchaus starke Leistung gegen die Kosovaren ging. In Irland waren die Österreicher in der ersten Hälfte tatsächlich mehr als eine Fußspitze von einem optimalen Auftritt entfernt, ging es für die rot-weiß-rote Auswahl mit 0:2 in die Kabinen. „Die erste Hälfte war einfach nicht gut“, erklärte Schlager. „Es war physisch ein ganz anderes Spiel, die Iren haben fast jedes Fußduell gewonnen. Natürlich darf es nicht passieren, aber nach einem 0:1 wird es hier verdammt schwer. Es ist ein Lernprozess und wir müssen nach so einem physischen Duell dazulernen.“

Das Remis fühle sich trotz des 2:2-Ausgleichs in der zweiten Hälfte nicht wie ein Sieg an, „weil wir am Schluss noch die besseren Chancen hatten. Aber für die Moral ist es ein ganz wichtiger Punkt. Ich kann mich nicht an so viele Nationalteamspiele erinnern, in denen wir nach 0:2-Rückstand noch zurückgekommen sind.“ Torschütze Alexander Prass freute sich vor allem über seinen Premierentreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. „Das sind Sachen, von denen man träumt. Daran denkt man vor dem Spiel, dass es jetzt einmal so weit sein könnte. Wir sind natürlich nicht ganz zufrieden mit der ersten Hälfte, aber wir haben Moral bewiesen“, sagte der Hoffenheim-Legionär.

Zu wenig Energie am Platz

Die Moral der Truppe hebte auch Teamchef Ralf Rangnick hervor, der „zwei grundverschiedene Hälften“ seiner Mannschaft sah. „Wir hatten in der ersten Hälfte in allen Bereichen klar das Nachsehen und weniger Energie auf dem Platz. Deshalb durften wir uns über den Halbzeitstand gar nicht beklagen.“

Viel zufriedener war der Deutsche mit der Reaktion seiner Mannschaft. „Das war richtig gut und wir waren dem Sieg am Schluss sogar näher. Wenn man 0:2 hinten liegt und dann noch zurückkommt, muss man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Mit der Leistung bin ich es natürlich nicht.“ Die österreichische Auswahl habe schlicht „kein Mittel“ gegen starke Iren zu Beginn gefunden. Im Kosovo gilt es am Sonntag (18 Uhr) von Anfang an da zu sein, um etwas mitzunehmen. „Jetzt müssen wir gut regenerieren und dann müssen wir schauen, dass wir nicht wieder so eine erste Hälfte spielen wie heute.“

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