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Pro & Contra Höhere Steuer auf Schnitzel & Co.: Ist Fleisch zu billig?

Muss Fleisch für Klima und Tierwohl teurer werden? Nachdem in Deutschland zuletzt über eine Fleischsteuer diskutiert wurde, schwappt die Debatte auch nach Österreich – doch ist Fleisch tatsächlich zu billig?

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© Markus Mainka - Fotolia
 

Derzeit wird die Klimadiskussion auch von Forderungen nach der Einführung einer Fleischsteuer dominiert. Ausgehend von Deutschland, wo das Umweltbundesamt in einer Stellungnahme die Einführung einer Steuer auf den Konsum von Fleisch thematisiert wurde, da die Produktion von tierischen Landwirtschaftsprodukten einen Beitrag zur Treibhausemission leiste. Die Debatte ist auch in Österreich angekommen. Das würde eine solche Steuer tatsächlich etwas bewirken? Und ist Fleisch tatsächlich zu billig? Wir haben Experten aus Landwirtschaft, Handel, Umwelt- und Konsumentenschutz befragt:

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Danke für Ihr Verständnis.

ichbindermeinung
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den Bauern endlich den echten Preis zahlen

wichtig wäre, dass die Bauern endlich den richtigen Preis für ihre Produkte bekommen incl. entsprechenden Gewinnaufschlag, damit sie von den Produktverkäufen leben können und ohne dass sie von demütigenden Förderungen abhängig sind

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Geerdeter Steirer
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Höhere Steuer auf Schnitzel & Co.: Ist Fleisch zu billig?

Ganz schlichte und einfache Antwort :
Der Erzeuger ist der geprügelte der mit Dumpingpreisen konfrontiert wird und nicht Kosten - Nutzen - Ertrag
- Rechnung niemals auf einen Nenner bringen kann !!
Die ganzen Zwischenhändler und Organisationen zocken und sahnen kräftigst ab, da ist der ganze Hund begraben !!

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Ifrogmi
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Fleischsteuer...

... ist ja bloss das veganerdiktat dem sich die rückgratlosen Politiker beugen um nicht als sau durch das virtuelle Dorf diktatorisch anmutender Minderheiten getrieben zu werden.
Co2 Steuer ja, aber auf alles über den Transportweg.
Zusätzlich 100 Punkte für österreichische Standards bezüglich Tierhaltung und arbeitnehmerrechte und für jeden Punkt der unter unseren Standards ist ein paar Prozent strafsteuer. Das würde der heimischen Produktion und den ausländischen Arbeitnehmern, sowie den im Ausland gehaltenen Tieren rasch und nachhaltig Verbesserungen bringen.
Aber es ist halt lustiger einmal auf Autofahrer, dann Raucher und jetzt auf Fleischesser hindreschen und sie zu erwas zwingen zu können.

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Nixalsverdruss
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Wie lange dauert es noch ...

... bis auch der Dümmste kapiert, dass nicht die Bauern den Preis festlegen, sondern der Handel.
Handel ist bekanntlich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage - was heißt, dass die Handelsketten in allen Bereichen massiven Druck auf die Bauern bzw. die Erzeugerorganisationen ausübt.
Warum schreibt niemand, dass die Bauern ohnedies nur 1,50 bis 1,90 Euro pro Kilogramm Fleisch vom Händler bekommen?
Warum schreibt niemand, was den Bauern von diesem Preis noch übrig bleibt?
Warum schreibt niemand, dass der Handel endlich auf die Bauern zugehen müsste - und nicht nur sich um den eigenen Profit kümmern soll?
Warum haben die Besitzer dieser Handelsketten Mrd. an Euros angehäuft zu lasten der Erzeuger und Produzenten?
Wie lange dauert es noch, bis sich auch hier eine gewisse Ethik durchsetzt?
Es müssten die Profite der Handelsketten besteuert werden - und nicht das Fleisch? Diese Steuer zahlen ohnedies die Konsumenten!!!!

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chh
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Jeder von uns kann gegensteuern...

...ein wenig zumindest. Mehr ab Hof kaufen wenn möglich, bei regionalen Händlern oder am Bauernmarkt, etc. Klar hat der Handel eine große Macht, aber der Konsument hat dieser auch. Daher nicht (nur) gegen den Handel wettern, sondern im Rahmen der Möglichkeiten selber aktiv werden!

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Nixalsverdruss
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Stimme ich voll zu ...

Ich kaufe mein Fleisch, mein Obst, mein Gemüse, mein Brot und meine Säfte, etc. direkt bei den Bauern.
Leider haben nicht alle die Möglichkeit so wie ich, direkt vor Ort alles zu bekommen.
Da bleiben vielen nur die Handelsketten - und da siehe oben ...

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bluebellwoods
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Was bringt dies den Bauern?

Diese haben ohnehin schon unter dem Preisverfall durch Billigstimporte zu leiden. Eine Steuererhöhung würde sie noch zusätzlich treffen. Da wundert es nicht, dass immer mehr Bauern das Handtuch werfen.
Qualitativ hochwertiges Fleisch sollte seine Wertigkeit haben aber solang in diversen Möbelrestaurants Schnitzel & Co billigst angeboten, sich Discounter bei Preisen unterbieten (was macht es da, wenn das Fleisch beim Braten auf die Hälfte schrumpft), kommt dies in vielen Köpfen nicht an.

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Rick Deckard
11
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Steuern bereinigen das Problem nicht.

das Problem ist der Konsument. wer Billigfleisch vom Diskounter kauft ist selber schuld. Qualität kostet! Qualität brauch man nicht jeden Tag - wer sich Mist reinschaufelt - ist selber Schuld. 1 Kg Fleisch sollte ruhig 100 - 150 Euro kosten - den Preis sollte der Bauer bekommen - und nicht zig Händler!

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melahide
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Jein

Billig-Fleisch ist zu billig. Es sollte grundsätzlich nur noch Bio-Fleisch verkauft werden dürfen. Massentierhaltung, Mästung... wo sind wir denn? Ein Bauer mit 4000 Schweinen die sich nicht mal umdrehen können, im Dunkeln vegetieren, nur fressen .... damit der Herr Müller sein Schnitzerl um 1,50 Euro bekommt?

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100Hallo
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Billig

Wie wäre es dann mit einer gerechten Lohnerhöhung, nicht prozentmäßig.

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