FaßmannPläne für Schulbetrieb im Herbst werden heute präsentiert

Knapp fünf Wochen vor Schulbeginn im Osten präsentiert Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) heute Details zu den Corona-Regelungen für den Schulbetrieb im Herbst.

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Bildungsminister Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz Faßmann © APA/MARTIN JUEN
 

Knapp fünf Wochen vor Schulbeginn im Osten präsentiert Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) heute Details zu den Corona-Regelungen für den Schulbetrieb im Herbst. Gehen wird es dabei etwa um Test- und Maskenpflicht, Quarantäneregeln, Impfungen, ein Frühwarnsystem sowie den Einsatz von Luftreinigungsgeräten. Bereits fix ist, dass es zu Schulbeginn Präsenzunterricht gibt und zumindest in den ersten zwei Wochen an den Schulen dreimal wöchentlich getestet wird.

Wie bereits vor den Ferien soll weiter die 3G-Regel gelten. Wer also geimpft oder genesen ist bzw. einen gültigen Test einer anderen Teststelle besitzt, erspart sich das Nasebohren an der Schule. Noch nicht klar ist, ob es Unterschiede für geimpfte und ungeimpfte Schüler bei Maskenpflicht oder Quarantäneregeln gibt. Über Abwasseranalysen dürfte außerdem ein Frühwarnsystem installiert werden, das lokale Cluster anzeigt - dann könnte auch auf lokaler Ebene etwa mit verschärften Maskenregelungen reagiert werden.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen und stagnierender Impfbereitschaft werden Maßnahmen überlegt, die Impfbereitschaft zu erhöhen - vor allem unter den bisher erst zu einem Viertel geimpften Jugendlichen. Die Wirtschaftskammer machte sich unterdessen für einen Impf-Hunderter für Jugendliche stark.

Von Tests befreien

Faßmann (ÖVP) will gegen das Coronavirus geimpfte Schüler von den drei verpflichtenden Tests pro Schulwoche befreien. Denkbar sei außerdem, dass sie keine Masken mehr tragen müssen. Diesen Punkt wolle er aber noch genauer abwägen, sagte Faßmann laut einer Vorausmeldung des Nachrichtenmagazins "profil" am Samstag.

"Ein junger Mensch, der geimpft in der Klasse sitzt, soll etwas davon haben. Privilegien für Geimpfte: Das ist generell Regierungslinie", begründete der Minister sein Vorhaben. Den Bundesländern empfiehlt er, Impfboxen an größeren Schul-Standorten einzurichten.

Pläne fürs nächste Schuljahr

Faßmann wird seine Pläne für das kommende Schuljahr im Detail heute vorstellen. Die Eckpunkte sind bereits bekannt: Neben den Begünstigungen für geimpfte Schüler sowie Impfappellen an Lehrpersonal und Eltern setzt er auf den verstärkten Einsatz von aussagekräftigen PCR-Tests, gegebenenfalls auch auf Luftfilter sowie Maskentragen. Zusätzlich sind ein Monitoring des Infektionsgeschehens an den Schulen und ein Frühwarnsystem geplant.

100-Euro-Bonus für Jugendliche

Die Wirtschaft hielte - mit Blick auf die Gastro- und Veranstaltungsbetriebe - einen anderen Anreiz für geboten: Jugendliche, die sich impfen lassen, sollten einen Gutschein im Wert von 100 Euro für Nachtlokale, Kinos oder Veranstaltungen bekommen, forderte am Freitag allen voran WKÖ-Präsident Harald Mahrer gegenüber oe24.TV.

Am Samstag legten Fachverbands- und Branchensprecher nach: Ein Bon nach dem Beispiel des Wiener Gastro-Gutscheins vom Mai 2020 wäre auch für die Betriebe, "die zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Bereichen zählen, eine Anerkennung und ein wichtiger Beitrag", meinte Mario Pulker vom Fachverband Gastronomie. "Das würde sicher mithelfen, die Impfbereitschaft unter den Jugendlichen zu steigern", sprach sich Christian Dörfler, Obmann im Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe für "kreative Maßnahmen" aus.

Auch in vielen anderen Ländern werde die Steigerung der Durchimpfungsrate mittels Incentives bereits praktiziert oder vorbereitet, merkte Wolfgang Suitner, WKO-Branchensprecher der Veranstaltungsbetriebe, in einem gemeinsamen schriftlichen WKÖ-Statement an.

Kommentare (77)
GuSa
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Mobbing

Diese Maßnahmen dienen alleine dazu, Mobbing an den Schulen noch zu verstärken.
Und auch geimpfte können das Virus übertragen

mahue
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Manfred Hütter: an GuSa

Nein!!! Aber die Idee Kinder nicht in die Schule zu schicken, sondern zu Hause zu unterrichten, ist die schlechteste Lösung. Folge Isolation des Kindes von Sozialkontakten mit weitreichenderen Langzeitfolgen der Entwicklung des Kindes, als eine Impfung. Haben ja die Studien gezeigt, in der Zeit des Distance-Learning.

mahue
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Manfred Hütter: Einstellung der Eltern

Wenn ich die Vorkommentare lese, haben Kinder von Impfkritikern mehr Druck, obwohl sie vielleicht sich anders entscheiden würden.
Das hat nichts mit Obsorge zu tun, sondern das dominante Verhalten der Eltern, gleich schädlich für die Entwicklung der Kinder durch Helikoptereltern. Zuerst wurde meine Frau beschäftigt in einem REHA-Zentrum über den Arbeitgeber geimpft. Fast gleichzeitig ich freiwillig beim Hausarzt. Für unseren 13 Jahre alten Sohn war die Impfung klar, sogar sein Wunsch, und hat schon die zweite Impfung erhalten. Wird es im Herbst in der Schule leichter haben (nach der heutigen Pressekonferenz von Bildungsminister Fasslabend).

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Apartheid und organisiertes Mobbing

Ich hoffe, der Bildungsminister ist nicht so töricht, eine Zweiklassengesellschaft in der Schule einzuführen.

Der Antrag für Abmeldung zum Häuslichen Unterricht liegt schon in der Schublade. Meine Kinder lasse ich nicht ins offene Messer laufen.

Die Kinder sollen mit Bildung geimpft werden, das ist die einzige Aufgabe der Schule.

DavidgegenGoliath
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Keine Masken, keine Tests, keine Impfung!

Nur so,ist ein normaler Schulbetrieb möglich!

CloneOne
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Was kommt:

2x FFP2 beim Betreten
3x im Kreis drehen bevor man sich niedersetzt
Dann Maske ab und Erstmal gurgeln
im Anschluss werten die Schüler die Tests im Chemiesaal selber aus
dann wird ein Schüler aus Politikernreisen mit den Ergebnissen zum Gesundheitsamt geschickt
….

Mitreden
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2 Klassengesellschaft

Wären nicht gleiche Regeln in der Schule für alle besser? So wird die Gruppe gespalten... man muss sich zu etwas bekennen, was oft die Eltern entschieden haben... Die Klassen werden in 2 Gruppen gespalten, wobei nur 1 Teil bervorzugt wird. Wie fühlen sich da die anderen Kinder? Es wird ein Druck auf die ungeimpften Kinder ausgeübt, der in unserer Zeit nicht mehr passieren sollte. Ob das alles für die Psyche der Schüler gut ist, wage ich zu bezweifen. Die geimpften Schüler haben auch so genug Vorteile, Schutz vor Krankheit, keine Tests bei Freizeitaktivitäten, eventuell 100,- Gutschein... Reicht das nicht?

Sam125
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Mitreden,wenn man sich allein ihr Posting durchliest welchen NEID die

Ungeimpften auf die Geimpften wegen eventueller VORTEILE haben,dann ich ich persönlich zu dieser Neidgesellschaft nur soviel sagen,dass die Geimpften zur Eindämmung von Corona beitragen indem sie ihren Körper für die Impfung zur Verfügung stellen und das trotz der Verschwörungstheorien von den Impgegnern!Lasst euch auch für euch,eure Kinder und für die allgemeine Gesellschaft Impfen,dann haben es auch eure Kinder in der Schule leichter,oder sollen sich jetzt auch noch die Geimpften daheim einsperren damit sich die UNGEIMPFTEN nicht vielleicht doch auch bei den Geimpften anstecken können!? Wie krank seid ihr im Geiste! Macht was ihr wollt und lasst uns in Ruhe! Alles Gute für eure Zukunft und schaut auf euch!

Bubu2010
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Sehe ich auch so

Also ich bin absolut pro impfen und pro testen…auch von mir aus Maske an Orten wo es notwendig ist, aber von der Idee geimpfte Kinder hier privilegiert zu behandeln halte ich überhaupt nichts. Mobbing gibt es vielerorts und das ist genau wieder ein Punkt mehr, der so etwas anheizen kann.
Viele Kinder wollen sich dann vielleicht nur aus einem Druck heraus impfen lassen, auch wenn die Eltern aus diversen Gründen möglicherweise dagegen sind.

sibi15
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Kinder nicht impfen

Ich finde es unmöglich, dass jetzt schon so ein Druck gemacht wird, die Kinder zu impfen. Die Ständige Impfkommision, die WHO, das Robert Koch Institut, alle sprechen sich GEGEN Impfungen der 12-15-Jährigen aus. Wir Eltern sind geimpft, aber meine Kinder werden keine Impfung bekommen, das Testen macht ihnen nichts aus, genauso wenig die Maske. Dann geht es eben so weiter.

goje
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Die genannten Institutionen sprechen sich nicht gegen die Impfung aus!

Sie empfehlen sogar die Impfung für bestimmte Personengruppen innerhalb der 12-15 jährigen. Sie sprechen gegen eine generelle Impfpflicht für alle. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Ganz zum Leidwesen der Politik...

Ameisenbaer
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Das ist kein riesiger Unterschied!

Der obige Kommentar war schon richtig, die STIKO gibt keine Impfempfehlung aus!
Nur bei Kindern mit Vorerkrankungen wird eine Impfung gegen COVID-19 empfohlen - und das betrifft wahrlich nicht die Mehrheit der Kinder sondern nur einen kleinen Teil.

fides et ratio
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Abwarten

Wird die Impfung bei Erwachsenen wie gewünscht wirken?

Wir werden es sehen.

Und einstweilen verschonen wir bitte unsere Kinder.

Elli123
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keine Testpflicht....

und ich dachte schon, die Geimpften brauchen keine Tests mehr mitschreiben. Schade, hätte meinen Sohn sonst impfen lassen.

wischi_waschi
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Faßmann

Schrecklich, was da jetzt abgeht.
Meine Kinder , greift keiner an.......
Verstanden!!!!

champion1of1truth
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Wisch waschi

Super 👍

Aleksandar
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Noch was?

Gutschein im Wert von 100 Euro für Nachtlokale ... für Jugendliche, die sich (gratis) impfen lassen? Wer bezahlt das?

Andersgedacht72
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Wie neidisch

Endlich bekommen auch die Kinder was ersetzt und es wird sich aufgeregt? ?? Impft endlich alle Kinder und fertig ich hoffe meine bekommen den Gutschein obwohl sie schon seit Mai geimpft sind und inzwischen auch 2x

Elli123
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koste es...

was es wolle.

krautundrüben
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Impfung raus aus der Schule

Gerade bei der Gruppe der 12-15 Jährigen sehe ich die Impfung eher skeptisch, wobei das jeder für sein Kind privat und nicht im Zusammenhang mit der Schule entscheiden soll. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission für diese Altersgruppe keine Empfehlung ausgesprochen und auch in anderen EU-Ländern ist man bei der Impfung für Kinder in der Pubertät und im Wachstum vorsichtig. Die Impfstoffe sind für Erwachsene, also ausgewachsene Menschen konzipiert. Hier will man zugunsten einer höheren Durchimpfungsrate Druck auf Eltern und Kinder machen. Warum bewirbt man die Impfung nicht intensiver bei der Gruppe der unentschlossenen Erwachsenen oder nimmt meinetwegen die gefährdeteren Berufsgruppen mehr in die "Pflicht", für die die Impfung auch konzipiert ist. Da wird halt das "wacheln" mit McDonalds-Gutscheinen (oder sonstigem...) nicht so schnell wirken wie bei den Kids

eleasar
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Die Kleine Zeitung betitelt die Protestierenden in Frankreich, Italien, Griechenland

als "Die Verweigerer". Ein abwertend negativer Begriff, um Protestierende in ein gewisses Eck zu stellen.

Ich frage mich: Sind "die Verweigerer" nicht jene, die Zwang ausüben, die Freiheit einschränken und ständig Druck ausüben in eine Richtung? Also Freiheits-Verweigerer?

Faßmann schlägt in die gleiche Kerbe: Druck auf der Straße auf Nicht-Geimpfte, in diesem Fall Schüler.

Es gibt zahlreiche Daten, wieviele Leute mit oder an Corona gestorben/erkrankt sind. Aber eine Umfrage, wieviele Leute mit oder an der Impfung gestorben/erkrankt sind, wurde schnellstmöglichst abgedreht, als in kurzer Zeit mit 6000 Kommentaren die Zahlen nach oben schossen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Jeder soll sich impfen, der möchte. Aber niemand soll dazu gezwungen werden.

100Hallo
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freie Meinung

Ein Pathologe: Die Dunkelziffer der Impftoten ist groß

Paramani
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Kinder sind die Zukunft

Kinder und Jugendlichen haben durch Homeschooling, Lockdown und Verzicht auf soziale Kontakte bis jetzt die größten Opfer – für das Allgemeinwohl – bringen müssen. Ihnen jetzt auch noch Druck zu machen, sich impfen zu lassen und ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie es nicht tun möchten, ist suboptimal. Sie belasten das Gesundheitssystem und somit die Gesellschaft am wenigsten durch eine mögliche Erkrankung. Ihr Immunsystem soll noch „lernen“ und ist noch nicht voll ausgereift. Es ist gut, dass es COVID19-Impfstoffe für ältere, gefährdete Personen und alle Erwachsenen gibt, die sich impfen lassen möchten. Warum reicht das nicht? Menschen und vor allem Kinder in 2 Kategorien „geimpft“ und „ungeimpft“ also in „gut“ oder „für das Allgemeinwohl schädlich“ einzuteilen, erscheint mir als nicht richtig und sogar auf lange Sicht bedenklich. Als wären sie dafür verantwortlich, dass es dieses Virus gibt. Ist das alles was noch zählt? Gibt es keine anderen Kriterien, jemanden zu „bevorzugen“ (wenn das schon sein muss), wie zum Beispiel soziale Kompetenzen, Fähigkeiten und Charakter? Wir alle wissen mittlerweile, dass es keinen 100%igen Schutz vor Ansteckung bzw. Weitergeben des sich ständig verändernden Virus gibt – auch bei vollständig geimpften Menschen. Wie wäre es denn, etwas Geld in die Hand zu nehmen und z.B. die Klassenräume mit Luftreinigungsgeräten auszustatten und somit den Kindern (geimpft oder getestet) Präsenzunterricht ohne Masken zu ermöglichen?

Andersgedacht72
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Dann lasst die Kinder endlich schnell impfen

Ich finde es gut dass soziales Verhalten belohnt wird

mahue
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Manfred Hütter: werter Paramani

Schöner langer Kommentar, sagt aber nichts.
Faktum ist schwere Behinderungen und schwere bis tödliche Erkrankungen wurden schon vor 300 Jahren beginnend durch Impfungen dezimiert.
Bitte den Mutter-Kind-Pass und die gelbe Impfkarte der eigenen Kinder kontrollieren.
Warum gab und giebt es in Schulen im Pflichtschulalter
Gratis-Impfungen.
Alles vergessen, oder ist die Corona-Impfung ein Sonderfall. Da können ein paar Mediziner publizieren was sie wollen.
Wir in meiner Familie hielten und halten uns an die Empfehlungen unseres Gesundheitsministeriums egal welche Regierung gerade am Ruder ist.
Frau, beide Kinder und ich vollständig geimpft, leben noch, ab jetzt wahrscheinlich mit weniger Einschränkungen und mehr Freiheit.

Andersgedacht72
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Es geht denen zu gut

Wir sind es nicht mehr gewöhnt aktiv etwas gegen Krankheiten zu tun alles wird als selbstverständlich angenommen und Impfungen die ein Meilenstein sind werden plötzlich angefochten wir haben anscheinend keine anderen sorgen

 
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