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AbgeschriebenVon Seepocken ausgebremst: Das schnelle Ende der Ministerin Aschbacher

Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) tritt nach Affären um akademische Arbeiten ab. Ihr Nachfolger wird morgen vorgestellt.

ANGELOBUNG DER TUeRKIS-GRUeNEN MINISTER NACH DEM NEUEN BUNDESMINISTERIENGESETZ: VAN DER BELLEN / ASCHBACHER
Arbeitsministerin Christine Aschbacher bei ihrer Angelobung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen vor einem Jahr. © APA/HANS PUNZ
 

Das ging schnell: Nur zwei Tage, nachdem die ersten Vorwürfe publik geworden waren, dass sie Teile ihrer Diplomarbeit an der FH Wiener Neustadt 2006 ohne ordnungsgemäße Zitate abgeschrieben habe, hat Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) Bundeskanzler und Parteichef Sebastian Kurz mitgeteilt, dass sie ihr Amt niederlegt.
Die von dem Salzburger „Plagiatsjäger“ Stefan Weber auf seinem Blog aufgebrachte Affäre hatte schnell weitere Kreise gezogen: Spätestens als Aschbachers Dissertation an einer Universität in Pressburg, eingereicht im Mai 2020 mitten in der Coronakrise, in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte, war die 37-jährige Steirerin nicht mehr zu halten.

Kommentare (89)
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hewinkle10
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Fachhochschule oder Fachschule

Fachhochschulen als Hochschulen zu bezeichnen ist ein Fehler in sich. Wer den wissenschaftlichen Gehalt der Fachhochschulen kennt weiß spätesten jetzt welcher Level an Wissenschaftlichkeit dort Usus ist. Es braucht die FHs nicht, es gibt HAKs, HTLs, Kollegs und danach die Universitäten sowie deren postgraduale Universitätslehrgänge. Wo sollen denn da die Nische für die FHs sein? Das Geld sollte besser in die Unis investiert werden!

Morpheus17
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Kann da überhaupt nicht zustimmen..

Die FH´s stellen eine zusätzliche Bildungssäule da, die va für Berufstätige sehr gut genutzt werden kann. Diese Gruppe wurden von den Universitäten völlig ignoriert. Auch in meinen Freundeskreis haben viele dies Möglichkeit genutzt. Die hatten nach der Matura nicht das Umfeld, dass Sie auf die Uni gingen. Sie waren aber nicht dumm. Und die FHs haben Ihnen die Möglichkeit gegeben unter tws. wesentlich stressigeren Umständen (Mo-Fr.. Arbeit, Sa,So FH) eine akademische Ausbildung zu machen.

Mein Graz
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@Morpheus17

Wie lässt sich dieses Posting mit deinem weiter unten vereinbaren, in dem du schreibst:

"Bei der in FH´s betriebenen Massenproduktion von Absolventen, die Wissenschaftlichkeit von Arbeiten zu kritisieren, dafür braucht man keinen Plagiatsexperten. Die Arbeiten sind grundsätzlich für die Fisch."

Morpheus17
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... ich kritisieren, den Sinn dieser Diplomarbeiten

Nochmals, die Ausbildung ist eine sehr wichtige Säule unseres Bildungssystems. Das viele Diplomarbeiten völlig überflüssig sind, ergibt sich schon aus der Anzahl der Arbeiten. Aber verwissenschaftlichen kann man alles. Wofür der Output ist, kann ich nicht erkennen,

lieschenmueller
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"Frust du hast den Glanz gestohlen"

-

Morpheus17
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Übertrieben

Bei der in FH´s betriebenen Massenproduktion von Absolventen, die Wissenschaftlichkeit von Arbeiten zu kritisieren, dafür braucht man keinen Plagiatsexperten. Die Arbeiten sind grundsätzlich für die Fisch. Nur weil sie Ministerien geworden ist, wird Frau Dr. Aschbacher da angepatzt. Würde Sie systemkonform einen biederen Angestelltenjob haben, würde es keinen A... interessieren.

Laser19
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Die pauschale Abwertung von FH Arbeiten zeugt von tiefer Unwissenheit

Es gibt sehr gute Leute an den FH und es gibt Forschungsprogramme mit Uniniveau, die zurecht namhafte Österreichische Förderungen bekommen. Besonders hervorzuheben sind die Josef Resselzentren an einigen FH's.

Morpheus17
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Sorry, ich kritisiere nur die Abschlussarbeit an sich

völlig fürn Hugo und dann wird jemand auch noch angepatzt

Mein Graz
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@Morpheus17

Du unterstellst also allen, die eine FH absolvieren, dass sie bei ihren Abschlussarbeiten betrügen?

"Angepatzt" hat sich die Ministerin wohl selber, in dem sie so eine Arbeit überhaupt als eigenen abgegeben hat!

Morpheus17
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Nein...

ich unterstelle nur die durchaus möglichen Qualitätsprobleme, aufgrund der Massenproduktion. Das meine ich aber gar nicht böse. Die FH´s sind gute und wichtige Bildungseinrichtungen nur diese Diplomarbeiten könnte man sich sparen. Fr. Dr. Aschbacher hat ca.2005 die Arbeit erstellt. Damals konnte es schon sein, dass Ihr Betreuer das Zitieren nicht so genau genommen hat. Da liegt das Problem doch eher bei der FH. Frau Dr. Aschbacher hat vielleicht schlampig zidiert, aber schlampig zidieren, bedeutet nicht betrügen.

Occam
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Nein

Das Problem ist nicht ihr Zitieren, sondern dass sie einfach mit einem Übersetzungsprogramm aus englischsprachigen Publikationen teilweise seitenweise Text übernommen und als ihre Arbeit und ihre Gedanken ausgegeben hat.
Ihre eigenen Texte sind vielfach komplett sinnentleert.

Mein Graz
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@Morpheus17

Blödsinn.
Du übst harsche Kritik an den FH's und wertest in dieser Kritik den Abschluss an einer FH aufs Schlimmste ab. Und das in böser Form, also meinst du es auch böse!

Aschbacher hat nicht "schlampig" ziTiert, sondern häufig die Zitate nicht gekennzeichnet. Das ist wohl ein Unterschied und m.E. Betrug.

Mit keinem Wort hast du im 1. Posting über den Betreuer geschrieben. Warum dieses Abschwenken auf eine Ebene, die gar nicht zur Diskussion stand? Willst du tatsächlich die Verantwortung für dieses Vorgehen von derjenigen, die die Arbeit "geschrieben" und abgegeben hat auf den Betreuer abwälzen?

Ja, auch der Betreuer bzw. Begutachter der Arbeit und die Vorgehensweise der FH gehören durchleuchtet.

In erster Linie ist es allerdings das Vorgehen von Aschbacher, das untersucht werden muss!

VH7F
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Man wird sich wenigstens an sie erinnern,

Nur halt nicht an die Leistungen als Ministerin, weil da viel sie mir 1 Jahr überhaupt nicht auf. Danke an Herrn Weber.

lieschenmueller
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fiel sie mir ein Jahr überhaupt nicht auf

So geht es mir mit vielen anderen Ministerinnen und Ministern auch. Ab und zu in der ZiB 2 denke ich mir, aha, sollte ich sie/ihn kennen?

Was auch an nicht zu großem Interesse meinerseits liegt und nicht zwangsläufig deren Schuld ist.

Bei den Damen ist mir nur die Verteidigungsministerin erinnerlich. Habe jetzt lange über ihren Namen nachgedacht. Wollte nicht googeln. Tanner - haha - ist mir noch eingefallen. In meinem Alter soll man Gehirnjogging machen und nicht gleich eine Suchmaschine verwenden.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Wenn ich über die Damen in der Regierung nachdenke fällt mir als Erste IMMER Fr. Zadic ein. Sie ist für mich die einzige positive Erscheinung unter den Ministerinnen!

Auch eine Suchmaschine zu bedienen ist Gehirntraining. Da muss man sich zumindest zuerst die richtigen Suchwörter einfallen lassen - was bei Ministern allerdings nicht schwierig ist.
Letztens hab ich die Einreisebedingungen für Deutschland gesucht. DAS war wirklich eine Aufgabe!

lieschenmueller
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Fr. Zadic

Wie schon gewohnt, Mein Graz, 2 Leute - 1 Gedanke!

a4711
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Zitat: LH Schützenhofer

Christine hat sich in diesem einen Jahr in der Regierung von Tag zu Tag gesteigert und ihr großes Ressort mit Elan, Entschlossenheit, Kompetenz und Menschlichkeit geführt. Ich bedauere ihren Rücktritt und danke ihr namens des Heimat-Bundeslandes für den enormen Einsatz. Ich wünsche Christine für die Zukunft Glück und Erfolg!
Herr LH.
Das war Betrug!!
Als Steira schäme ich mich für Ihre Aussage !!
Aber wahrscheinlich ist dank Ihnen, Ihr ein Platz im Bundesrat sicher

LUR
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Vetternwirtschaft halt!

Und das ist ja leider nicht nur in der Steiermark so.
Siehe dazu auch meinem Kommentar an Zweigerl zuvor.
Aber was tun und wie anfangen?

Immerkritisch
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Wer

hat wirklich etwas anderes von Schützenhofer erwartet? Er kann ja selbst nicht mehr!

zweigerl
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PLagiatsträchtige KOnstellation

Viele Fragen sind zu stellen: Ob es in Österreich innerhalb gewisser bürgerlicher Schichten genügt, freundlich und nachweisbar familiär zu sein, um an die Spitze gehievt zu werden. Das Arbeitsprojekt mit Kleinkinderfamilie, MInisterinnenambitionen und nebenher einer Dissertationseinreichung kann sich rein zeitlich nicht ausgehen. Vermutlich genügte dem steirischen LH ein schönes Essen im Landhauskeller, um grünes Licht zu geben. IN dieser Konstellation ist rein zeitbedingt der Dilettantismus eingepackt. Was ist eigentlich die inhaltliche Essenz dieser Dissertation? Allein das unverbindliche Thema ist schwer plagiatsträchtig. Wie sieht es um die akademische Begleitung von Dissertationen aus? Hochschulen erachten Formalien als das Wichtigste, zB die kaum aussagekräftige elektronische Plagiatskontrolle. Die BetreuerIn hat keine Zeit, Zeile für Zeile hineinzulesen, usw.

LUR
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100% korrekt!

Und bleiben wir doch bei dem Ausdruck „gewisse Schichten“. Daist auch der wichtigste Ansatzpunkt für eine dringend notwendige Veränderung. Betrachtet man das System genauer ist es ofenkundig das (zu) viele Vergabe von Führungsposten nicht nach den erwiesenermaßen vorhandenen Fähigkeiten Erfolg sein können. Und dem dazugehörigen politischen Macherhaltungsapparat sei ins Stammbuch geschrieben das für diese Art von Postenvergabe kein anderes Wort als Vetternwirtschaft zulässig ist. Jetzt könnte sie sagen was ist schlecht wenn eine Cousine den Posten bekommt? Nichts, wenn die Auswahl fair erfolgte und sie es drauf hat.
Was den gegenständlichen Fall richtig ärgerlich macht ist das er beweist das dies genau auch hier eben schon wieder nicht der Fall war. Und am schlimmsten es gibt nicht der kleinste Funke von Unrechtsbewusstsein bei der ertappten „Schwindlern“!

Autschal
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Nein Hr. Kurz, Sie brauchen keine Angst haben und zurücktreten.

Da es von ihnen keine - zumindest verwertbare - Diplomarbeiten bzw. Abschlüsse gibt, brauchen Sie sich auch keine Sorgen um Plagiate machen. Und an die Fr. Aschbacher: Steht in Ihrem Ministervertrag als Grundlage Deutschkenntnisse gem. Duden?? Wir haben ja auch einen Vizekanzler, den tw. auf Grund seiner Herkunft kaum jemand versteht, weil er mit steirischem Dialekt (und das ist gut so, solange es Innerösterreichisch bleibt) kommuniziert.
Jedoch KURZ über lang (oh... da gibts ja auch jemanden) möchte ich an ein Kinderlied erinnern, welchses man auf Grund Migration nicht mehr singen darf: XXXXXX kleine............, die waren einmal Regierung, die Fr. Aschbacher zog die Leine,weil ihre Zeugnisse nicht richtig waren.

LUR
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Abschlüsse, Diplome, etc.

eine nicht abgeschlossene Ausbildungen ist immer noch eine Bildung und allemal besser als fragwürdige Diplom-, oder Doktorarbeiten welche dann sicherheitshalber in Bratislava eingereicht wird. Zweifelsohne gibt es dazu mehr als ausreichende Beweise in Österreichs , Kultur, Wirtschaft und ja auch in der Politik.

jg4186
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Abgründe von Kauderwelsch, Unsinn und Plagiat

Das ist schon ein vernichtendes Urteil über eine wissenschaftliche Arbeit.
Abschreiben ohne Zitierung ist Betrug.
Bei "Kauderwelsch und Unsinn" bleibt die Frage, wer diese Arbeit angenommen und beurteilt hat. Alles zusammen ist es eine Beleidigung aller anderen Studienabsolventen, die ehrlich, solide und ausführlich gearbeitet haben für ihren Studienabschluss.
Wie kann man zugleich dreifache Mutter und Ministerin sein und ein Doktoratsstudium abschließen?
Zum Trost und zur Ermutigung: Keine Sorge, Frau Aschbacher, ein Anderer mit aberkannten Studienabschluss (aus ähnlichen Gründen) ist Präsident des Bundesrates geworden! Die ÖVP schaut schon auf ihre Leute.

freeman666
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Erbärmlich

Nach dieser Causa sich hinzustellen und statt diesen inakzeptablen Fehler zuzugeben und alle Österreicher um Verzeihung zu bitten, wird noch von Untergriffen und Anfeindungen gesprochen.
Das einzig Gute an dem peinlichen Fall ist das rasche Durchgreifen und der sofortige Rausschmiss dieser Person.
Ich wette drauf, freiwillig war der Rücktritt nicht - würde so überhaupt nicht in das Sittenbild der EX- Ministerin passen.

wnobbe
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Annahmen und Seepocken an Bootsrändern sind vergleichbar

Annahmen führen oft zu irrigem, falschen Verhalten, da sie auch unrealistisch sein können. Seepocken sind kleine krebsartige Krustentiere, die sich an Krabben, Felsen oder auch an Bootsrändern festsetzen, sich von dort nicht mehr entfernen können, und damit diese Boote bremsen. So gesehen kann man die beiden Ausdrücke miteinander vergleichen. Dass Christine Aschbacher nicht die Quelle mancher Texte angegeben hat, war ein Fehler.
Die meisten Prüfungsarbeiten werden aus Büchern zusammengeschrieben. Nahezu jede neue Erkenntnis baut auf dem Bisherigen auf. Ich denke, sie hat ihre Arbeit als Ministerin (Kurzarbeit) gut gemacht.

Mein Graz
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@wnobbe

Die Quellen mancher Texte nicht angegeben?

Für mich schaut es eher so aus, als dass sie die - geringen - Lücken zwischen den kopierten Texten mit ein paar Sätzen gefüllt hat.

Was hat sie als Ministerin tatsächlich vollbracht? Ich könnte auf Anhieb keinen herausragenden Punkt benennen.

tupper10
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@wnobbe

Wnobbe hat offenbar nicht gecheckt, worum es geht. Es geht nicht darum, ob dieser Vergleich passend oder unpassend ist. Es geht darum, dass sie diesen Vergleich von einer anderen Arbeit abgekupfert hat, ohne die Quelle zu nennen. Und dass die Arbeit einfach haarsträubender Unsinn ist. Natürlich darf man "aus Büchern zusammenschreiben" - aber nur unter Angabe der Quellen und wenn zudem auch eigene Leistung dabei ist.

zweigerl
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"KUrzarbeit"

"Kurzarbeit" sagt eigentlich alles - es bezieht sich natürlich nicht auf den Kanzler, sondern auf ein Arbeitsethos, das sich nach allen Seiten engagiert (Familie, hohe Politik, innovative Wissenschaft) und für jedes Segment nur eine kürzestmögliche Befassung aufwenden kann .

Hanna33
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...wenn sie nicht diese unnötige

...doktorarbeit abgegeben hätte wäre wahrscheinlich gar keiner auf die Abschreiberei draufgekommen bzw. hätte sich niemand dafür interessiert - wie bei sovielen anderen Akademikern (10 Tausend Pfund nach England überweisen und der Master oder MBA steht schon vor der Tür)

Claudia1965
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Rücktritt

Jetzt kann sie sich um ihre drei Kinder kümmern und sieht vielleicht wie es anderen Müttern in der Vierfachrolle als Mutter-Lehrer-Homeoffice-Hausarbeiten geht !!

satiricus
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Und unser Basti ist diesmal gar nicht "fassungslos" ob so gemeiner Anpatzerei?

Wie das?
Naja, vielleicht denkt er sich "wie gut, dass ich niemals in so eine Situation kommen kann"

Mein Graz
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„Die Anfeindungen […] entladen sich nicht nur auf mich, sondern auch auf meine Kinder, und das mit unerträglicher Wucht. Das kann ich zum Schutz meiner Familie nicht weiter zulassen. Aus diesem Grund lege ich mein Amt zurück.“

Keine Einsicht, kein Unrechtsbewusstsein. Da wird die Familie vorgeschoben um den Rücktritt zu begründen. Statt dass sie sich hinstellt und sagt "Ja, ich habe (vielleicht) Fehler gemacht und ich hoffe auf eine möglichst rasche Klärung."

Ist das ein Symptom dieser Partei oder der Politik allgemein?

Und wenn sie sagt, sie habe "nach bestem Wissen und Gewissen" gehandelt, dann kann es ums Gewissen nicht gut bestellt sein und das Wissen wird halt in weiten Zügen fehlen.

Den Rücktritt jetzt als super zu bezeichnen und sie als Mensch mit "Rückgrat" ist schon sehr übertrieben. Der Rücktritt war wohl unausweichlich, somit ist da nichts zu loben.

Willi128
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Fantastisch

jetzt haben manche wieder jemanden auf den man verbal eindreschen kann. Traurig, denn die Menschlichkeit bleibt wieder einaml auf der Strecke.

Mein Graz
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@Willi128

Wo ist die von dir eingeforderte Menschlichkeit von Aschbacher, wenn sie in einer Zeit, in der sie für die Menschen in Österreich hätte arbeiten und helfen sollen, die Menschen zu schützen noch neben Familie und Kindern die Zeit findet, eine Doktorarbeit zu schreiben? Es kann mir keiner erzählen, dass ein 24-Stunden-Tag, eine 7-Tage-Woche dafür ausreicht, so viele Aufgaben zu 100% zu erfüllen. Also muss sich die "Dame" wohl irgend wo die Stunden "abgezwackt" haben!

Wenn ich einen Fehler mache stehe ich dazu. Da brauch ich keine Ausrede von wegen "für die Familie". Ich sag einfach, ja, ich hab einen Fehler gemacht.

Das Eingestehen eines Fehlers zeigt Größe.

Diese Größe fehlt bei vielen. So auch bei dieser Frau.

Civium
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Loben ist aber auch nicht

notwendig??

lieschenmueller
2
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Menschlichkeit auf der Strecke

Da fallen mir ganz!! andere Themen ein diesbezüglich, als eine Ministerin, die, wenn sie ob einer mehr als seltsamen Doktorarbeit nicht mehr durchtauchen kann, zurücktritt.

satiricus
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Wenn man ein schwarz-türkises Parteibüchl hat, dann....

... ist man automatisch immer unschuldig - egal, worum es geht.
Unser Ohrban lebt es ja vor: schuld sind immer die anderen, die roten Netzwerke, der Silberstein..... usw.usw. ......

vandiemen
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Upps....

...leider aufgeflogen?

satiricus
7
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Kuriose Begründung für den Rücktritt:

Der Rückritt erfolgte nicht wegen Auffliegens ihrer Schummelei, sondern "zum Schutz meiner Familie" und weil die politischen Gegner sooooo gemein sind, usw.usw....
Einsicht zum eigenen Fehlverhalten: n u l l

zweigerl
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Multiwuzzis

"Familie" als Schutzreflex, jobsichernder Protektionismus und Steigbügel für eine Politkarriere war schon immer fragwürdig. Denn das Zeitpotential eines Singles, um Probleme zu vertiefen, ist gegen diese Multi-Wuzzis qualitativ unschlagbar.

Bond
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Kleine und ZIB1

Kein Wort in der ZIB1 am Vorabend, gestern nur ein kurzer Zweispalter in der Printausgabe der Kleinen. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.

BernddasBrot
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Unglaublich,

so einen bedeutenden Posten ohne Wissen und Gewissen zu erreichen , nur weil das Netzwerk stimmt.

SoundofThunder
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🤔

Warum sind Sie davon überrascht? Das ist doch nichts neues dass in Österreich das Parteibuch vor Qualifikation geht. Wenn dem nicht so wäre dann wäre das Österreichische Parlament ein verwaistes Gebäude.

Mama2903
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Bitte ich weis was

Da hat sich wieder jemand mühe gegeben mit der Sucherei und dann schnell aufgezeigt. Wichtig ist wie die Leute im realen Leben dann arbeiten und ned was sie vor 10-15 Jahren bei ihren Arbeiten geschrieben haben ,denn dann schreibt ja jeder irgendwie ab,denn man lernt ja aus Büchern etc. und schreibt ja über das gelernte seine Arbeit. So ein schwachsinn das ganze

tupper10
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Mama2093 hat wohl noch nie eine Uni von innen gesehen

Sonst wüsste sie, dass es bei einer Dissertation nicht um das Wiedergeben von Gelerntem geht, sondern um eigenständiges (!) wissenschaftliches Arbeiten. Es soll eine originale These aufgestellt, begründet und verifiziert werden. Das Gelernte ist nur die Basis dafür. Das ist nicht wie eine Prüfung an der Schule.

Mein Graz
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@Mama2903

Keinesfalls will ich jemanden vorverurteilen.
Nach momentanem Stand sieht es jedoch so aus, dass hier Regeln nicht eingehalten wurden. Wenn man Quellen nicht oder nur ungenügend angibt und dann auch noch bestätigt, dass alles, was da steht auf dem eigenen Mist gewachsen ist sieht das für mich sehr nach Betrug aus.

Und ich will niemanden in der Regierung, der nachweislich unehrlich ist.
Leider gelingt der Nachweis ja sowieso sehr selten und wir müssen mit Lügnern und Betrügern in den höchsten Ämtern leben.

GabrieleHeppner
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Betrug

Verwendete Quellen nicht auszuweisen, das nenne ich Betrug. Und in jeder Abschlussarbeit bestätigt der/die Verfasserin in der Ehrenwörtlichen Erklärung mit ihrer Unterschrift, die Arbeit selbstständig und unter Einhaltung der Zitierregeln verfasst zu haben.
Und der Verfasserin ist es bewusst, "dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird".

Und das ist gut so!

petera
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D. H. mit Ihrer Argumentation kann sich

Leistungsnsvhweise "erschummeln", die dann die Eintrittspforte für bestimmte Berufe und auch Einfluss auf das Einkommen haben?

Warum geben wir dann nicht jedem bei der Geburt einen Doktortitel, es zählt dann ja eh nur die Leistung.

Abgesehen davon ist das Studium auch eine Leistung. Das weiß man, wenn man eine Uni schon von innen gesehen hat.

Mama2903
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Erschummeln mein i ned

Das war nicht meine Meinung das man sich alles erschummel kann, ich wollt nur sagen, das ich es schon übertrieben finde ,wenn man aus Büchern Texte in seiner Arbeit verwendet,und dann als Schummler bezeichnet wird. Ich möchte nicht wissen wieviele der Arbeiten früher ,als es noch keinen Computer gab ,mit Texten aus anderen Arbeiten etc.gespikt waren.

mobile49
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das ist aber keine entschuldigung - " die anderen haben auch " - was soll das ?

nur , wenn man so "blauäugig " ist in zeiten von (ja eben!) internet , dass man meint , man komme mit jeder schumelei durch ...........
also ich meine : würde ich das machen , dann wäre ich mehr als dämlich oder (schlimmer) betrügerisch
punkt

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