Die Facebook-Seite der FPÖ von Heinz-Christian Strache gibt es nicht mehr. Jetzt macht der ehemalige Parteichef mit seinem persönlichen Profil weiter - und ist auch in anderen Foren aktiv. Am Sonntag überraschte er um 1 Uhr in der Früh mit der Mitteilung, dass er seine "Rückkehr als Parteichef der FPÖ" anbietet.

Der genau Wortlaut: "Ich biete der FPÖ die Aufhebung meiner Suspendierung (diese war eine anti-freiheitliche Vorverurteilung) und Rückkehr als Parteichef an. Die Parteibasis soll entscheiden. Machen wir eine demokratische Basis-Abstimmung! 👍"

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Das Posting, das zunächst in einer Diskussion zu einem Facebook-Beitrag der Tageszeitung "Heute" erfolgte, findet sich mittlerweile etwas abgeändert auch auf Straches persönlicher Facebook-Seite.

In seinem ersten Posting spricht er von "Parteichef", in der bearbeiteten Version von "Wiener Parteichef".

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Straches Antwort hatte sich auf einen Kommentar eines Users bezogen, der zu Straches Listengründungs-Gerüchten meinte: "Liste HC spaltet und vernichtet die FPÖ."

Wiener FPÖ kann Angebot "nicht nachvollziehen"

Die Wiener FPÖ kann die Aussagen ihres ehemaligen Obmanns "nicht nachvollziehen", wie Landesparteisekretär Michael Stumpf am Sonntag der APA sagte. "Ein suspendiertes Mitglied kann sich allein statuarisch nicht am Landesparteitag als Kandidat für die Obmannschaft aufstellen."

Stumpf findet das Ansinnen des über das Ibiza-Video gestolperten Ex-Parteichefs "interessant": "Denn seine (Straches, Anm.) Erklärungen aus den vergangenen Monaten, nämlich dass er sich aus der Politik vollständig zurückzieht, haben wir zur Kenntnis genommen und nie bezweifelt."

Der Landesparteisekretär kündigte an, dass die Partei weiterhin ihrer Linie in der Causa treu bleiben wird: "Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen ergeben." Dann werde die Situation bewertet: "Eine Aufhebung der Suspendierung Straches käme nur infrage, wenn an den Vorwürfen nichts dran ist."