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AnalyseWarum Inzko sich als Hoher Repräsentant in Bosnien-Herzegowina zurückzieht

Valentin Inzko ist amtsmüde. Das hat auch damit zu tun, dass er nach mehr als elf Jahren als Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Sarajevo aktiv immer weniger gestalten kann..

Valentin Inzko in Sarajevo. Der österreichische Diplomat überwacht seit 2009 als Hoher Repräsentant in Bosnien die Einhaltung des Dayton-Vertrags
Valentin Inzko in Sarajevo. Der österreichische Diplomat überwacht seit 2009 als Hoher Repräsentant in Bosnien die Einhaltung des Dayton-Vertrags © (c) oliver wolf
 

Vor 25 Jahren beendete der Friedensvertrag von Dayton den Krieg in Bosnien und Herzegowina, der nicht zuletzt durch das jahrelange Zuschauen des Westens dem Land 100.000 Tote und zwei Millionen Flüchtlinge beschert hatte. Dayton beendete zwar den Krieg, aber es schuf staatliche Strukturen für die drei Völker, die es Bosniaken, Serben und Kroaten ermöglichen, einander zu blockieren.

Kommentare (1)
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wjs13
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Sie waren eine Reaktion darauf, dass sich die politische Lage im Land weit schlechter entwickelte als vom Westen erhofft.

Wie konnte der Westen etwas besseres erhoffen. Alle Grenzziehungen im 20. Jht. gingen immer zu Lasten der (bösen) Kriegsverlierer. Die Meinung des Volkes wurde immer ignoriert (auch Kärnten verlor durch einen Federstrich und nicht durch Volksbefragung Seeland und das Kanaltal) und dadurch wurden immer zu den alten Problemen neue geschaffen.
Drei Ethnien, die sich nicht miteinander können, in einem Staat zusammenzufassen war vom Anfang an zum Scheitern verurteilt.
BIH aufteilen Srbska zu Serbien Rest zu Kroatien mit weitreichender Autonomie für die Bosniaken und alles wird einfacher.
Aber für den Westen war dies nicht Strafe genug. Sie mußten auch noch den serbischen Nordkosovo abtrennen.
Die Serben haben sicher reichlich Schuld auf sich geladen, aber irgendwann muß die internationale Gemeinschaft auch vergeben können.