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Osterzeit ist NestbauzeitSo sehen die kuriosesten Vogelnester aus

Nicht nur zu Ostern sind Nester von Bedeutung. Welche ganz besondere es gibt, erklärt die Vogelschutzorganisation „BirdLife“.

 
Am Ostersonntag suchen Kinder nach den Nestern des Osterhasen. Doch auch in der Natur ist das große Nestbauen angesagt. Nest ist jedoch nicht gleich Nest, erklären Experten der Vogelschutzorganisation Birdlife Österreich. So manches wird gezimmert, gewoben oder gebaut. Vögel, die gerade ihr Nest errichten, sind besonders sensibel gegen Störungen. Bei Beunruhigung wird so mancher Nestbau und so manche Brut aufgegeben, und die ganze Mühe war umsonst. Deshalb heißt es ruhig sein in der Nähe von nestbauenden Vögeln.

Das kunstvollste Nest

Der kunstvollste Baumeister unter den heimischen Vögeln ist die Beutelmeise. Sie baut aus Pflanzenfasern und Samenwolle von Weiden und Pappeln beutelförmige Nester mit seitlichem Eingang – eine Art geschlossene Hängematte für die Jungvögel. Die Nester hängen frei im Wind an dünnen Zweigen in den Baumkronen. Zwei bis drei Wochen wird gebaut, am liebsten in der Nähe des Beutelnestes vom Vorjahr.

Nest der Beutelmeise Foto © Birdlife/Michael Dvorak

Das schwimmende Nest

Aus massiven Wasserpflanzen und Schilf baut der Zwergtaucher, im Volksmund auch „Duckanterl“ genannt, sein Nest. Es ist eine eigene schwimmende Insel, die aber nur rund zehn Zentimeter aus dem Wasser ragt und dem verbreiteten heimischen Wasservogel und seiner Brut so Schutz gibt. Beim Bau des Nestes werden die Pflanzen zu einem hohen, eher schlampig aussehenden Haufen aufgetürmt.

Nest des Zwergtauchers Foto © Birdlife/Michael Dvorak

Das gezimmerte Nest

Spechte meißeln sich ihre Bruthöhlen in Bäume, was ganze zwei Wochen dauert. Kein Wunder, sind diese doch tief – beim Buntspecht sogar bis zu 50 Zentimeter. Der Innenausbau bleibt dagegen spartanisch: Die Eier liegen auf einer Schicht aus losen Holzspänen. Übrigens bauen nicht nur Spechte ihre Höhlen, sondern auch so manche Meisen.

Nest des Spechts Foto © manuel - stock.adobe.com

Das schwerste Nest

Die schwersten heimischen Nester stammen von den Weißstörchen. Diese benutzen ihre Horste immer wieder, wobei sie jedes Jahr neue Äste und Zweige herbeitragen und einbauen. So kann ein Storchenhorst über die Jahre hinweg mehr als zwei Meter Durchmesser und zweienhalb Meter Höhe erreichen. Das Gewicht: mehr als eine Tonne. Oft hilft der Mensch mit, indem er Metallgestelle auf dem Dach anbringt.

Storchennest Foto © Birdlife/Hans-Martin Berg

Das schmalste Nest

Ganz schön eng ist die Wohnung von Wald- und Gartenbaumläufer. In nur wenige Zentimeter breiten Rinden- oder Stammspalten errichten sie aus locker aufgeschichteten kleinen Zweigen einen Unterbau, auf dem das Nest aus Grashalmen oder Pflanzen–stängeln geflochten wird. Im Schnitt hat das Nest nur fünf Zentimeter Durchmesser – obwohl der Vogel samt Schwanz rund zwölf Zentimeter lang ist.
 
Nest des Gartenbaumläufers Foto © Birdlife/Johannes Hohenegger

Das unbeliebte Nest

 
Für die einen gelten sie als Glücksbringer, für die anderen sind die geschickten Baumeister eher unwillkommen: Die Schwalben bauen nämlich an Hausfassaden und in Ställen ihre Nester – und verursachen durch ihre Auscheidungen ziemliche Verschmutzungen. Abhilfe können sogenannte Kotbretter bieten. Das Nest sollte man jedoch nie reinigen, die Vögel bauen es nach der Rückkehr weiter aus.
Nest der Rauchschwalbe Foto © APA/JOSEF SPREITZER

 

 

 

 

 

 

 

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