AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Sturmtief "Sabine" über ÖsterreichBäume knicken wie Streichhölzer

Sturmtief "Sabine" hält auch die Einsatzkräfte in Teilen Österreichs in Atem. Wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen am Laufenden!

 

Das Sturmtief "Sabine" fegt am Montag mit Spitzen von 100 km/h über Teile Österreichs und sorgt für Stromausfälle und Behinderungen im Verkehr. Auch der Flugverkehr ist betroffen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) rief zwischenzeitlich die höchste von vier Warnstufen aus.

15.17 Uhr: Zugverbindungen in OÖ unterbrochen

Laut den ÖBB kommt es vor allem im Norden Oberösterreichs zu mehreren Unterbrechungen der Bahnverbindungen. So seien wegen Unwetterschäden etwa zwischen Linz und Wegscheid derzeit keine Fahrten möglich. Vor allem die Verbindungen nach Bayern sind unterbrochen.

ÖBB
© ÖBB

15.00 Uhr: Kein Strom in 5000 Haushalten in NÖ

Rund 5000 Haushalte sind am Montagvormittag in Niederösterreich wegen des Sturmtiefs "Sabine" ohne Stromversorgung gewesen. Am schwersten betroffen waren das Most- und das Waldviertel. Am Nachmittag hatte sich die Lage nach Angaben von EVN-Sprecher Stefan Zach etwas entspannt. Im Waldviertel forderte der Sturm auch den NÖ Straßendienst. Etwa 100 Mitarbeiter rückten aus.

Im gesamten Bundesland verfügten am Montagnachmittag rund 500 Haushalte weiterhin nicht über Elektrizität. Die Ausfälle waren Zach zufolge überwiegend durch in Stromleitungen gefallene Bäume ausgelöst worden.

14.30 Uhr: Salzburg nur mäßig betroffen 

Während "Sabine" in Oberösterreich eine Spur der Verwüstung hinterlässt, kommt das Nachbarland Salzburg offenbar mit einem blauen Auge davon. 

Das Landesfeuerwehrkommando berichtete gegen 13.00 Uhr von sieben Feuerwehren, die wegen umgestürzter Bäume oder abgebrochener Äste in Summe zehn Mal ausrücken mussten. Im Flachgau stürzte zudem ein Baum in die Fahrleitung der Salzburger Lokalbahn.

Die Strecke zwischen Bürmoos und Ostermiething wurde darauf gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wie der Bahnbetreiber Salzburg AG mitteilte, dürfte die Reparatur voraussichtlich bis zum Abend dauern. Die ÖBB meldeten für den Nah- und Fernverkehr hingegen keine Einschränkungen. Die seit der Früh gesperrte Strecke der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und München wurde um 12.42 Uhr wieder für den Zugverkehr freigegeben.

In der Stadt Salzburg waren wegen des herannahenden Sturms vorsorglich alle Parks, Friedhöfe und die Hellbrunner Allee gesperrt worden. Auch der Gaisberg-Rundwanderweg durfte ab Montagvormittag nicht mehr begangen werden. In den Skigebieten blieben vorsorglich einzelne Liftanlagen geschlossen. In den Salzburger Gebirgsgauen sollte der Sturm allerdings schon abgeschwächt eintreffen.

14.05 Uhr: Bäume knicken wie Streichhölzer

Im oberösterreichischen Rohrbach hat Facebook-Nutzerin Melanie K. mitgefilmt, wie die Orkanböen eine ganze Reihe Bäume scheinbar mühelos umknickt.

13.30 Uhr: 30.000 Haushalte in Oberösterreich ohne Strom

30.000 Haushalte waren am Vormittag in den oberösterreichischen Bezirken Schärding und Rohrbach mehrere Stunden lang ohne Strom, berichtete die Netz OÖ. Die Störungen betrafen ausschließlich das Mittel- und Niederspannungsnetz, nicht aber das 110-kV-Hochspannungsnetz.

Zu Mittag waren nach wie vor 15.000 Anschlüsse stromlos. Wie lange die Reparaturen im Anspruch nehmen, konnte nicht abgeschätzt werden. Denn teilweise war es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, alle Schadstellen zu erreichen. Der Sturm fegte mit 125 km/h über die beiden Bezirke und entwurzelte an exponierten Stellen reihenweise Bäume.

13 Uhr: Dutzende Feuerwehreinsätze im Waldviertel

Dutzende Feuerwehreinsätze gab es auch im Waldviertel. Die Franz-Josefs-Bahn wurde "wegen Unwetterschäden" im Abschnitt Göpfritz - Ceske Velenice gesperrt, berichteten die ÖBB auf ihrer Website. Beim Bahnhof Pürbach war ein Baum in die Oberleitung gestürzt, teilte Christopher Seif von den Bundesbahnen mit.

Die Garnitur wurde laut Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich evakuiert. Verletzte habe es nicht gegeben. Seif zufolge befanden sich 20 Passagiere in dem Zug. Die ÖBB haben für den blockierten Streckenabschnitt einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.

12.45 Uhr: Zahlreiche Einsätze in Vorarlberg

Bis Mittag gingen bei der Vorarlberger Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) 67 Alarmierungen ein. In der Mehrzahl der Fälle ging es um verlegte Straßen und abgedeckte Dächer, in Bregenz stürzte ein Baum auf einen Pferdestall, in einem Hafen in Hard am Bodensee sank ein Boot. Verletzt wurde vorerst niemand. Windböen erreichten Geschwindigkeiten von über 100 km/h, etwa in Sulzberg im äußersten Norden des Bregenzerwalds. Am Bodensee wurden um 11.00 Uhr 99 km/h gemessen, in Bregenz 74 Stundenkilometer.

In den Skigebieten standen zahlreiche Lifte und Bahnen still. Am Arlberg etwa waren nur 24 von 88 Anlagen in Betrieb, im Skigebiet Silvretta Montafon vier von 35.

12.30 Uhr: Oberösterreichische Feuerwehr half Patientin mit Notstrom

Wegen eines Stromausfalls durch das Sturmtief ist am Vormittag eine Patientin bei Rainbach im Innkreis in Gefahr geraten. Die Frau konnte nicht mehr über ihre strombetriebenen medizinischen Geräte versorgt werden, weshalb die Feuerwehr ihr mit einem Notstromaggregat zu Hilfe kam. Ebenso bei Rainbach befreite die Feuerwehr sechs Leute, die wegen umgestürzter Bäume in Autos eingesperrt waren.

12.15 Uhr: Aufenthalt im Freien im Tiroler Außerfern lebensgefährlich

"Sabine" wütet in Tirol vor allem am Alpennordrand, insbesondere im Außerfern. Das Land Tirol rät daher dort von Aktivitäten im Freien ab. Hier werden Windspitzen von 90 bis 110 km/h erwartet, punktuell auch mehr. Im Gebirge wehen orkanartige Böen über 120 km/h. Auch der Aufenthalt in Wäldern sei bei Sturm lebensgefährlich, hieß es. Es bestehe "die Gefahr durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume", hieß es vom Landesforstdienst. Die Einstellung des Liftbetriebs in Skigebieten ist möglich.

11.55 Uhr: Wien warnt vor Friedhofsbesuchen

Auch der Tiergarten Schönbrunn hat seine Pforten gegen 11 Uhr geschlossen, die Bundesgärten schlossen Augarten, Belvederegarten, Burg- und Volksgarten und den Schlosspark Schönbrunn. Offen sind die Friedhöfe, jedoch riet ein Sprecher der Bestattung Wien diese nur bei unbedingter Notwendigkeit aufzusuchen. Die rund 40 Trauerfeiern, die für den heutigen Tag angesetzt sind, werden voraussichtlich aber stattfinden können, sagte Florian Keusch, Leiter Kommunikation bei der Bestattung. Die derzeitige Wetterlage sorgt aber dafür, dass auch die Prater Hauptallee, der Donaupark, der Wasserpark, der Türkenschanzpark sowie der Kurpark Oberlaa vorerst keine Besuche zulässt.

11.30 Uhr: Sabine oder Ciara? Verwirrung um Namen des Tiefs geklärt

In Österreich und Deutschland heißt das aktuelle Sturmtief "Sabine", in anderen Ländern Europas "Ciara", in Skandinavien "Elsa". Ursprünglich war indes von "Ruth" die Rede. Wir erklären, warum das so ist. Lesen Sie hier mehr dazu!

11.15 Uhr: Oberösterreich - Behinderungen im Bus- und Bahnverkehr 

Auch in Oberösterreich hat "Sabine" zu ersten Behinderungen im Bus- und Bahnverkehr geführt. Wegen umgestürzter Bäume oder anderer Gegenstände auf Straßen und Schienen meldete der Oberösterreichische Verkehrsverbund OÖVV zahlreiche Verzögerungen oder Totalausfälle. Die Feuerwehren waren mit 1.800 Leuten im Großeinsatz.

Die Buslinien 212, 220, 277 und 280 im Mühlviertel wurden am Vormittag eingestellt. In der Region wurde zudem zwischen Rottenegg und Aigen/Schlägl der Bahnverkehr stillgelegt, ebenso zwischen Freistadt und Summerau. Es wurde jeweils für Schienenersatzverkehr gesorgt. Der Fernverkehr nach Budweis ist unterbrochen.

Die Feuerwehren standen seit etwa 8.30 Uhr im Dauereinsatz. Am Vormittag rechnete man damit, zumindest noch bis 14.30 Uhr alle Hände voll zu tun zu haben. Der Sturm hatte vor allem den Norden des Bundeslandes fest im Griff, fast alle der rund 200 Einsätze (Stand 11.00 Uhr) betrafen laut Landesfeuerwehrkommando die Bezirke Schärding, Freistadt, Rohrbach und Urfahr-Umgebung.

Großteils hatten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume von Straßen zu entfernen, teils waren auch Bäume in Stromleitungen gestürzt. In einigen Fällen mussten verwehte Gegenstände - etwa schlecht gesichertes Trampolin - wieder "eingefangen" werden. In Piberschlag (Bezirk Rohrbach) saß ein Rettungsfahrzeug zwischen umgestürzten Bäumen fest und konnte nicht mehr weiter.

11 Uhr: Zamg ruft höchste von vier Warnstufen aus 

"Sabine" wird in Österreich gegen Mittag den Höhepunkt erreichen und insbesondere in Nieder- und Oberösterreich für Spitzen von 100 km/h und darüber sorgen, auch Teile Tirols und Vorarlbergs sind betroffen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat daher die höchste von vier Warnstufen ausgerufen. Die Extreme werden in etwa bis 13.00 Uhr andauern.

10 Uhr: Weitere gesperrte Zugstrecken

Die Mühlkreisbahn ist zwischen Aigen-Schlägl und Rottenegg gesperrt. Die Dauer der Sperre ist derzeit noch unbekannt.

Zwischen Schärding und Wernstein ist derzeit ebenfalls kein Zugverkehr möglich. Die Sperre dauert voraussichtlich bis 10:15 Uhr.

Zwischen Garmisch-Partenkirchen (DE) und Scharnitz sowie zwischen Vils und Ehrwald-Zugspitzbahn ist bis voraussichtlich 12:00 kein Zugverkehr möglich.

Zwischen Allensteig und Gmünd sind keine Zugfahrten möglich. Die Strecke bleibt voraussichtlich bis 12:00 Uhr gesperrt.

9.30 Uhr: Innsbruck rät von Spaziergängen in Parks ab

Die Stadt Innsbruck hat von Spaziergängen in Parkanlagen und bewaldeten Gebieten abgeraten, diese sollten "unbedingt vermieden werden". Außerdem sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben und freie Gegenstände auf Terrassen oder Balkonen weggeräumt werden, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen in einer Aussendung.

Die Berufsfeuerwehr Innsbruck und zehn Freiwillige Feuerwehren seien vorbereitet. "Bisher sind keine nennenswerten Einsätze zu verzeichnen", hieß es. Ab Dienstag soll sich die Lage wieder beruhigen. Im Innsbrucker Stadtraum wurden Windspitzen von 90 km/h, auf den Bergen bis zu 160 km/h prognostiziert.

9 Uhr: St. Pölten sperrt Stadtwald

Die Stadt St. Pölten sperrt den Stadtwald (Kaiserwald), den Hammerpark und das Areal rund um die Viehofner Seen. Zudem appellierte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) an die Bevölkerung, besondere Vorsicht walten zu lassen. Plätze, Parks und Straßenzüge mit hohen Bäumen sollten gemieden werden.

8.45 Uhr: Vorkehrungen in der Bundeshauptstadt

Auch in Wien sind Auswirkungen von Sturmtief „Sabine“ zu erwarten. Als Vorsichtsmaßnahme bleiben der Lainzer Tiergarten sowie der Eistraum heute geschlossen. Auch zahlreiche Parks bleiben gesperrt. Die bekanntesten Anlagen darunter sind die Prater Hauptallee, der Donaupark, der Wasserpark, der Türkenschanzpark und der Kurpark Oberlaa.

Weisgram appellierte, für die Dauer des Sturms die Nähe von Bäumen zu meiden. Es würden insgesamt 60 Anlagen, die mit Toren und Zäunen versehen sind, geschlossen und zusätzlich mit einem Absperrband versehen, dass das jeweilige Gelände als bis auf Weiteres nicht zugänglich kennzeichnet. Dazu kommen weitere 160 Anlagen in der Bundeshauptstadt, die ebenfalls mit einem Sperrband versehen werden.

8.30 Uhr: ÖBB informiert Reisende

Bereits im Nachtzugverkehr von/nach Deutschland kam es in der Nacht auf Montag zu Zugausfällen. In München Hbf (DE) sind aufgrund des Sturmtiefs Sabine keine Zugfahrten möglich. Am Deutschen Eck (Salzburg - Rosenheim - Kufstein) fahren die Züge indes weiterhin.

8.15 Uhr: Flüge ab Salzburg annulliert

Die Flüge am Salzburg nach Düsseldorf, Berlin, Amsterdam und Frankfurt wurden gestrichen, wie der Salzburger Airport heute bekannt gab.

7.45 Uhr: Tipps - So verhalten Sie sich bei Sturm richtig

  • Der Aufenthalt im Freien sollte möglichst vermieden werden.
  • Von Spaziergängen im Wald oder in Parkanlagen wird abgeraten.
  • Lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen befestigen oder gut verstauen.
  • Markisen einfahren und Fenster wie Rollläden schließen.
  • Autos - wenn möglich - in Garagen abstellen.
  • Keine Reparaturarbeiten während der Sturmspitzen, nicht auf Dächer steigen.
  • Achtung im Straßenverkehr, insbesondere beim Überholen wegen der Windangriffsflächen.
  • Der Katastrophenschutz plädiert dafür, sich auf eventuelle Stromausfälle einzustellen und auf Informationen über Radio oder Fernsehen zu achten.

7.10 Uhr: Stadt Salzburg sperrt Friedhöfe, Parks, Zoo

Wegen des herannahenden Sturmtiefs "Sabine" werden in der Stadt Salzburg heute Friedhöfe, Parks, die Stadtberge, die Hellbrunner Allee sowie die Parkanlage und der Zoo in Hellbrunn aus Sicherheitsgründen gesperrt. Diese Maßnahme gilt von der Früh weg bis zur Entwarnung.

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, während des Sturms unnötige Aufenthalte im Freien, speziell unter oder in der Nähe von Bäumen, zu unterlassen. Am heutigen Vormittag werden Sturmspitzen bis zu 100 km/h erwartet.

Gestern sind bereits vier Flüge von Salzburg nach Deutschland ausgefallen, und zwar nach Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Köln.

6.30 Uhr: Flugausfälle in Wien

Das Sturmtief "Sabine" sorgt schon vor seinem Eintreffen in Österreich für Verkehrsbehinderungen. Bereits am Sonntag sind 29 Flüge zwischen dem Flughafen Wien und westeuropäischen Destinationen wie London, Amsterdam und mehreren deutschen Städten ausgefallen. Am Montag sollen 30 Flüge ausfallen. Von den heutigen Ausfällen betroffen sind am heutigen Montag Flüge nach Amsterdam, Basel, Brüssel und Oslo sowie in die deutschen Städte Köln, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. -Aktuelle Informationen des Flughafens dazu finden Sie hier.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren