Plastikfrei im AlltagWC-Papier, Mineral, Tampons: Hier versteckt sich Plastik

Manchmal steckt Plastik auch dort, wo man es gar nicht vermutet. Hätten Sie etwa gedacht, dass Toilettenpapier in der Regel Plastik enthält? Oder Mineralwasser?

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Auch im Badezimmer lauert überall verstecktes Plastik © Fotolia, KK
 

Manchmal lauert es gerade dort, wo man es am wenigsten erwartet: Die Rede ist von Plastik in Alltagsgegenständen. Hier eine Liste an Dingen, die Kunststoff enthalten - und wie man sie vermeiden kann.

Tampons und andere Hygieneartikel

Das Badezimmer ist quasi voll mit verstecktem Plastik. Unter anderem steckt es etwa in Tampons - und da nicht nur in der Verpackung. Oft ist es so, dass auch die Zäpfchen selbst mit einer dünnen Plastik-Beschichtung behaftet sind. Dadurch führt man sie leichter an. Das Plastik wird jedoch auch an den Körper abgegeben. Umgehen kann man dieses Problem etwa, indem man auf eine Menstruationstasse umsteigt.

Zudem teilt das Pressebüro Johnson & Johnson, das für die Marke o.b. zuständig ist, mit: "Die für o.b. Tampons verwendete Cellulose entspricht den im Europäischen Arzneibuch niedergelegten Reinheitskriterien." Bei der Herstellung der Cellulosefasern werden demnach ausschließlich chlorfreie Bleichprozesse eingesetzt. "Elementares Chlor, das zur Bildung von Dioxinspuren führen könnte, wird bei der Produktion von o.b. Rohmaterialien nicht verwendet."

Auch Duschgels, Shampoos, Zahnpasta und Make-up-Produkte enthalten in der Regel Mikroplastik. Dadurch lassen sich die Mittel leichter auftragen.

Toilettenpapier

Kaum zu glauben, aber wahr: Sogar Toilettenpapier ist nicht nur in der Regel in Plastik verpackt - es enthält den Stoff auch. In hochmodernen WC-Anlagen wird deshalb schon auf eine Wasserdusche gesetzt.

Zumindest die Plastikverpackung kann man leicht umgehen, etwa indem man auf Marken wie Smooth Panda setzt. Jedoch ist das Ganze auch eine Preisfrage.

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Kaugummis

Auch in einigen Lebensmitteln steckt Kunststoff. Unter anderem etwa in Kaugummis. Durch so genannte Polymere wird die Kaumasse so wie man sie kennt - zäh.

Gute Nachrichten für all jene, die auf Kaugummis nicht verzichten wollen: Inzwischen gibt es schon Unternehmen, die plastikfreie Alternativen anbieten, zum Beispiel Chewnited.

Mineralwasser

Und noch ein Grund, um auf Sodamaschinen und Glasflaschen umzusteigen: In Mineralwasser wird nicht selten Mikroplastik nachgewiesen. Eine Studie aus Münster ergab diesbezüglich erschreckende Ergebnisse.

Sonstiges

Backpapier, Tetrapak, Weichspüler oder Buntstifte - beinahe unser ganzer Alltag ist geprägt von Mikroplastik.

Auch herauszufinden, ob in einem Gebrauchsgegenstand jetzt Plastik steckt oder nicht, ist nicht immer leicht. Generell lohnt es sich, das Kleingedruckte genau durchzulesen. Auch eine Internetrecherche bringt Aufschluss.

Aber man muss nicht von einem Tag auf den nächsten vollständig auf Plastik verzichten, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Oft reichen auch schon kleine Änderungen. Mehr dazu finden Sie hier!

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