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Ab in den UrlaubSo gelingt die Erholung

Erholung: Was macht sie aus? Was geschieht im Körper? Und brauchen wir sie heuer mehr denn je? Eine entspannte Spurensuche.

 

Was haben ein junger Hund und die Erholung gemeinsam? Sie folgen nicht so recht. Am Urlaubsort angekommen, sollte sie sich am besten sofort und gnadenlos einstellen – die Tiefenentspannung. Aber immer wieder driften die Gedanken in Richtung Alltag ab, um am Ende in einer zentralen Frage zu münden: Warum fällt es so schwer, abzuschalten?

Peter Cornelius besang es bereits, das Gefühl, reif für die Insel zu sein – Mei’ ganze Energie geht auf, für Sachen, die i gar net brauch’ . . . Die Villacher Gesundheitspsychologin Kerstin Kulterer-Prodnik nennt zwei zentrale Punkte, die sich bei dieser Art von „Reife“ abzeichnen – die sprichwörtliche kurze Zündschnur – „also wenn man schnell gereizt ist“. Und, wenn die Arbeit nur noch schleppend gelingt, obwohl man sonst alles zügig vom Tisch arbeitet. Die Gesundheitspsychologin beschreibt den Wechsel zwischen Stress und Erholung als einen Schlagabtausch zwischen den Nervensystemen Sympathikus und Parasympathikus. „Man kann sich das wie bei Gaspedal und Bremse vorstellen. Der Sympathikus lässt das System hochfahren, der Parasympathikus bremst es.“ Er lässt den Blutdruck sinken und sorgt dafür, dass Endorphine ausgeschüttet werden, die glücklich machen. Die gute Nachricht ist, dass man den Umgang mit Stress wie einen Muskel trainieren kann. „Wenn man geübt darin ist, immer wieder runter zu kommen, und weiß, wie man wieder auf sein Energielevel kommt, kommt gar nie in so einen hohen Cortisolspiegel rein.“
Female swimmer in the sea
Foto © Getty Images

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