Villach80 Mitarbeiter flohen vor den Flammen

350 Feuerwehrleute bekämpften Großbrand in Firma 3M. 80 Arbeiter konnten sich gerade noch retten. Gegen acht Uhr war der Brand zwar nicht gelöscht, aber unter Kontrolle. Bevölkerung soll Fenster geschlossen halten.

Grossbrand 3M Villach
Es wurden alle verfügbaren Drehleitern aus dem ganzen Land angefordert © Weichselbraun
 

In den frühen Morgenstunden heulten in Villach mehrmals die Sirenen: Im Gebäude des Polier- und Schleifmittelerzeugers 3M in der St. Magdalener Straße ist aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Lagerhalle stand in Vollbrand. Ein Großaufgebot der Feuerwehren war im Einsatz, um wenigstens das dreigestöckige Bürogebäude zu retten. Auch die Polizei und zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort.

Nach ersten Informationen gibt es bisher einen verletzten Feuerwehrmann. Andere Personen sind nicht gefährdet, sagt Bürgermeister Günter Albel, der als Krisenstableiter der Stadt Villach zum Brandort eilte. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs waren 80 Arbeiter in der Nachtschicht. Sie konnten zum Glück alle das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Villach: Firmengebäude in Vollbrand

Das erste Mal heulten die Sirenen gegen 4 Uhr früh. Um 5 Uhr kam es dann zu einer Nachalarmierung. Um 5.40 Uhr heulten die Sirenen erneut. "Dank trainierter Firmenmitarbeiter kamen wir früh in die Gebäude, wo der Band ausgebrochen ist", sagt Erich Wagner von der Hauptfeuerwache Villach.

Feuerwehr-Großeinsatz bei Firma 3M in Villach

Es war um 3.40 Uhr, als die Brandmelder zum ersten Mal anschlugen. Laut dem Villacher Polizeichef Erich Londer nahmen die Einsatzkräfte zuerst starken Rauch und Feuer bei einem Kamin wahr. Aufgrund einer „Durchzündung“ entzündete sich das komplette Dach des Gebäudes. "DEr Feuerball war bis zu der 150 Meter Luftlinie entferten Einsatzzentrale der Feuerwehr deutlich zu sehen", sagt Einsatzleiter Harald Geissler.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da im Bereich der Sinteröfen Temperaturen bis 3000 Grad herrschen. "Erst wenn die heruntergefahren sind, können wir weiter vorrücken", sagte Wagner.
Kurz vor acht Uhr konnten Wagner und Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz bekanntgeben, dass der Hauptbrand unter Kontrolle ist. Das war die erste gute Nachricht an diesem Morgen. "Bevor wir mit den Nachlöscharbeiten beginnen können, wird es aber noch länger dauern", sagt Stroitz.  Wagner ergänzt: "Jetzt müssen wir im verwinkelten Gebäude nach kleineren Brandherden suchen."

Luftaufnahme aus dem Polizeihubschrauber Libelle
Luftaufnahme aus dem Polizeihubschrauber Libelle Foto © KK/Polizei

Brand unter Kontrolle

Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach, im O-Ton © Antenne

Stroitz ist zuversichtlich, dass man wenigstens das Bürogebäude halten kann. Die Lagerhalle, in der der Brand ausgebrochen ist, wird wohl ein Raub der Flammen werden. Insgesamt sind 350 Feuerwehrleute seit Stunden im Einsatz. Der Alarm wurde in der Früh auf den gesamten Bezirk Villach, Teile Oberkärntens und den Raum Klagenfurt ausgeweitet. Es wurden alle verfügbaren Drehleitern aus dem ganzen Land angefordert. Die Einsatzkräfte waren mit Spezialfahrzeugen des Feuerwehrverbandes und schwerstem Atemschutz im Einsatz. Der Polizeihubschrauber Libelle führte Erkundgsflüge durch. Für das Umspannwerk der Kelag in unmittelbarer Nachbarschaft bestand keine Gefahr.

Villach: Mehr als 300 Feuerwehrleute kämpften gegen Großbrand

Bei der Firma 3M in Villach brach am Dienstag in den frühen Morgenstunden aus unbekannter Ursache ein Brand aus. Über 300 Feuerwehrleute und der Polizeihubschrauber Libelle waren im Löscheinsatz. Das Firmengebäude stand in Vollbrand.

KK/FF Gödersdorf

Der Rauch war weit über Villach zu sehen und ist binnen weniger Stunden bis Pörtschach gezogen.

KK/Antenne Kärnten

Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) warnte die Bevölkerung bis Velden, die Fenster und Türen wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Im Rauch sollen sich zum Glück keine gefährlichen Stoffe befinden.

KK/FF Arnoldstein

Über 300 Feuerwehrleute standen im Löscheinsatz.

KK/FF Arnoldstein

Auch aus der Luft wurde gelöscht. Hierzu war der Polizeihubschrauber Libelle im Einsatz, der das Wasser mittels Löschkübeln aus der Drau holte.

KK/Polizei

Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten werden aber noch den Tag über andauern.

KK/Polizei
KK/Polizei
KK/Polizei
KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
KK/FF Arnoldstein
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Helmuth Weichselbraun
KLZ/Claudia Lux
KLZ/Claudia Lux
KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
KLZ/Claudia Lux
KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
KLZ/Claudia Lux
KLZ/Claudia Lux
KK/FF Tschinowitsch-Turdanitsch
1/31

Der Rauch war weit über Villach zu sehen. Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) warnte die Bevölkerung bis Velden, die Fenster und Türen wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Laut der Bezirkshauptmannschaft sollen sich im Rauch keine gefährlichen Stoffe befinden. Das ist die zweite gute Nachricht an diesem Morgen.

Das Gebiet um den Brandort wurde großräumig abgesperrt. Es gab umfangreiche Umleitungen, die zu ausgedehnten Staus im Frühverkehr führten. Die Rauchschwaden des Feuers waren bis Pörtschach gezogen.

 

Merken

Merken

Merken

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen