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CoronavirusSimulationsexperte: "Nächste Wochen entscheiden"

Die nächsten Wochen seien "entscheidend" für den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie in Österreich, sagte Simulationsexperte Niki Popper zur APA. Die große Frage sei, wie gut und schnell Testen, Tracing und Containment funktioniere.

Experten sind sich einig: Abstand und Hygiene sind noch immer das A und O © candy1812
 

"Wenn wir die lokalen Wiederanstiege nicht in den Griff bekommen, ist es nicht unwahrscheinlich, schon im Sommer ein Problem mit steigenden Fallzahlen zu bekommen", sagte Simulationsexperte Niki Popper zur APA

Sorgen bereiten den Simulationsexperten von der Technischen Universität (TU) Wien lokale Herde wie in Salzburg oder Oberösterreich. Bereits Anfang Juni haben die Mathematiker zwar berechnet, dass man viele solcher Herde gut im Griff behalten kann, vorausgesetzt das Testen, das Tracing und die Isolierung funktionieren schnell und effektiv. "Dass Fälle wie in Oberösterreich gefunden werden, ist nicht negativ, sondern zeigt, dass getestet wird. Wir werden uns an solche Cluster gewöhnen müssen. Was wir aber nicht wissen ist, wie schnell und wie konsequent das Containment regional in den Bundesländern funktioniert, wir haben keine genauen Aufzeichnungen darüber", so Popper.

"Anstieg im knapp dreistelligen Bereich nicht so drastisch"

Ein täglicher Anstieg an Neuinfektionen im knapp dreistelligen Bereich sei grundsätzlich nicht so drastisch zu sehen. Wenn das so bliebe, würde es beweisen, dass das Containment funktioniere. Es stelle sich nun aber "die Frage, ob sich das Wachstum weiter beschleunigt". Ob man das jetzt "Zweite Welle" nenne oder wie die WHO als "Wiederaufflackern" sei sekundär.

In ihren neuesten Simulationsmodellen haben sich die Wissenschafter dem Thema "Superspreader" - also einzelne Personen, die eine große Zahl anderer Personen anstecken - gewidmet und positive Aspekte gesehen. "Der sogenannte Dispersionsfaktor ist bei Covid-19 laut aktuellen Studien niedrig. Das bedeutet, dass wenige Personen sehr viele anstecken und bisher ging man oft davon aus, dass das negativ ist", sagte Popper.

Containment durch niedrigen Dispersionsfaktor einfacher

Die Modelle würden nun zeigen, dass das eigentlich ganz praktisch sei, weil Tracen und Containment bei Superspreadern sehr gut funktioniere. "Wenn man wirklich gutes Containment macht, kann die Ausbreitung in fast 90 Prozent der Simulationsdurchläufe abgestoppt werden", so Popper. Dagegen funktioniere das bei einer Infektion, wo jeder Infizierte gleich viele Personen ansteckt, im Modell nur bei weniger als 30 Prozent der Fälle.

"Das Virus hat die nette Eigenschaft, dass das Containment sehr gut funktioniert. Aber man muss es - so die Simulationsergebnisse - halt gut machen", sagte der Experte. Entscheidend seien schnelle Tests und die Nachverfolgung von Kontakten sowie das konsequente Containment, also bei einem positiven Testergebnis die Isolierung des Umfelds in sehr kurzer Zeit. Das funktioniert solange die Zahlen nicht zu hoch ansteigen und ist davon abhängig wie viele Ressourcen für das Tracing zur Verfügung stehen.

Hygiene und Abstand sind weiterhin wichtig

Abgesehen von den Clustern sehe man, dass die Leute mittlerweile viel mehr Kontakte im Freizeitbereich haben als noch vor einigen Wochen, als diese Kontakte noch um die Hälfte reduziert waren. "Da muss man etwas tun und schauen, dass Hygiene und Abstand wieder eingehalten werden und die Leute mittun", empfiehlt Popper. Es gebe mittlerweile besseres Wissen darüber, welche Maßnahmen wirken und weniger Schäden verursachen als andere. "Deshalb sollte man bereits klar festlegen, was passiert, wenn die Zahlen weiter steigen, also ob und wo wieder Maskenpflicht kommt, welche Veranstaltungen wieder ausgenommen werden usw., und es wäre gut die Leute frühzeitig darüber zu informieren."


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (73)

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scionescio
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"Wenn wir die lokalen Wiederanstiege nicht in den Griff bekommen, ist es nicht unwahrscheinlich, schon im Sommer ein Problem mit steigenden Fallzahlen zu bekommen"

Da bin ich jetzt sprachlos - da muss man wirklich Simulationsexperte sein, um so eine Aussage zu tätigen ... hat ungefähr die Qualität von "Wenn es weiter so regnet, kann es sein, dass dann die Straßen nass sind!" (aber natürlich braucht man dazu ein sehr kompliziertes Simulationsmodell)
Aber die Lachnummer unter den Hofmathematikern kann man ohnehin nicht mehr ernstnehmen, seit er sein Simulationsmodell so parametriert hat, dass potentiell 100.000 Tote in Österreich zu befürchten gewesen wären - obwohl das nie passieren kann, weil es bei einer Mortalität von unter 0,5% dazu mindestens 20 Millionen Österreicher geben müsste (und wegen des Effekts der Herdenimmunität sogar mehr als 30 Millionen)!!!
Statt sich für den Blödsinn zu entschuldigen, hat er dann mit dem selben (völlig falschen!) Simulationsmodell "bewiesen", dass die Maßnahmen des Herrn Kurz zum genau richtigen Zeitpunkt erfolgt sind - wer den guten Mann ernst nimmt, beherrscht nicht einmal die Grundrechenarten!

rglanzer
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Bitte korrekte Zahlen in Berechnungen verwenden und nicht mit Utopien von weniger als 0,5% Verschwörungstheorien verbreiten.

@scionescio:
Sie berechnen die Gesamtzahl der Bevölkerung auf Basis von 0,5% Mortalität. Mit der Mathematik kommen Sie dann bei angenommenen 100.000 auf die 20Mio Österreichen die es nicht gibt. Das ist mathematisch schon korrekt, ABER das Problem liegt im Detail.
Ihre Mortalität von 0,5% haben Sie INKLUSIVE Lockdown und Maßnahmen angenommen. Somit ist diese sehr niedrige Zahl zwar passend für Österreich in der Vergangenheit, nicht aber wenn man die Annahme trifft, dass eben nur wenige Maßnahmen ergriffen werden sollen. Denn wenn wir zum Vergleich die Zahlen von UK verwenden (aktuell von 286.349 bestätigen Fällen 44.391 Todesfälle wären das 15,5% nicht 0,5%), oder noch besser Schweden weil recht gut mit Österreich vergleichbar (aktuell 73.344 bestätigte Fälle bei 5.447 Todesfällen entspricht 7,4% nicht 0,5%).
Wenn man die Grundrechnung nun mit 7% berechnet bedürfte es bei 100.000 Toten nur eine Bevölkerung von 1.428.572.
Hier sehen wir, dass Österreich mit den rund 9Mio Einwohnern diese Zahl leicht abdeckt.
Wir sind also weit weg von 20Mio benötigter Menschen in Österreich, und die 100.000 LEIDER sehr wohl erreichbar, wenn inkorrekt gehandelt wird.

rglanzer
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Letalität statt Mortalität

Muss meinen oberen Post korrigieren. Habe hier Mortalität (Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung) mit Letalität (Sterblichkeit einer speziellen Erkrankung) verwechselt.
Meine Zahlen beziehen sich auf die Letalität der aktuellen Pandemie, denn darum geht es in diesem Thread ja, nicht um die Gesamtsterblichkeit von Österreich.

scionescio
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@rglanzer: sie sind schon nah dran, aber noch nicht ganz dort ;-)

Die 0,5% (das Mittel aus dem wahrscheinlichen Korridor von 0,3% - 0,5%) beziehen ausschließlich darauf, welcher Prozentsatz der Gesamtbevölkerung an COVID 19 statistisch gesehen sterben kannt - das hat nichts mit der "Gesamtsterblichkeit von Österreich" zu tun.
Meine Beispielsberechnung dient ausschließlich dazu, aufzuzeigen, dass das Simulationsmodell des Herrn Popper völlig wertlos ist, weil die vorhergesagten Zahlen nicht einmal in einem Worst Case Szenario theoretisch erreicht werden können - und ein Experte hätte diese simple Überprüfung selbst vorgenommen, bevor er so einen Schmarrn öffentlich verkündet (außer er betreibt im Auftrag der Message Control Panikmache).

rehlein
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Herdenimmunität wird es nie geben,

da die AK scheinbar zu kurz wirksam sind, da weiß man bis jetzt ja nur, dass die ersten Infizierten (ja auch aus Österreich), schon AK hatten, und nach ca. 3 Monaten keine mehr.

Und Gott sei Dank gibt es bis jetzt keine 100.000 Toten, und wird es hoffentlich auch nicht geben.

Es reichen aber auch ein paar tausend - und dass das innerhalb der letzten Monate ganz leicht ging, bewies uns Schweden.

Hier gibt es nur 2 Gruppierungen:
die, welche die Lage ernst nehmen - und dafür braucht es keine Experten, ein Blick auf die Zahlenentwicklung genügt, auch die Erhöhung der Hospitalisierten von gestern auf heute um 13 Pat.
Das klingt wenig, ist aber innerhalb eines Tage sehr viel, vor allem wenn man weiß, dass das jetzt noch weiter steigen wird - mehr Infizierte, mehr Hospitalisierte.
Und ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als wir mehr als 1000 Spitalspatienten mit schweren Coronaverläufen in Österreich hatten, und das zu einem Zeitpunkt als die Zahl der aktuell Infizierten um die 10.000 war.

Will man das unbedingt wieder erreichen oder sogar noch steigern?

Und dann die Gruppe, die alles ins Lächerliche zieht und nur aufwiegelt.

scionescio
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@rehlein: in Österreich sterben jährlich über 5.000 Patienten völlig sinnlos an Krankenhauskeimen ...

... warum unternehmen sie dagegen nichts - da könnten sie ja noch viel mehr Menschenleben retten?
Warum nehmen sie diese 5.000 Toten als schicksalhaft hin und verfallen bei viel weniger Toten in Hysterie?
Warum schützen sie sich einfach nicht selbst und zeigen lieber mit Fingern auf anderen, schreiben denen vor, was gut und falsch ist und prophezeien ständig die (nicht eintretende) Katastrophe?
Aufmerksamkeitsdefizit? Fanatisch? Langeweile?
Wenn ich mich nicht anstecken lassen will (FFP3 Maske, Händewaschen, Abstand, selbstisolation, ...), wird es auch keinem anderen gelingen, mich anzustecken.

rglanzer
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prophezeien ständig die (nicht eintretende) Katastrophe

Das nennt man unter Wissenschaftlern das Präventionsparadoxon. (einfach mal danach Googeln)
Wenn Maßnahmen ergriffen werden um das "Schlimme" zu verhindern sagen die Leute anschließend: "Es war alles übertrieben, es ist eh nichts passiert"
Wenn nichts ergriffen wird (siehe Schweden) steigt der Unmut in der Bevölkerung und es werden Maßnahmen gefordert von der Regierung!

Ich bin froh in einem Land der ersten Variante zu leben, wo so wenig wie möglich Menschen sterben müssen, und es zum Glück nur wenige gibt, welche sich darüber beschweren.

scionescio
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@rglanzer: oft reicht es nicht, nur zu googeln oder in Pressekonferenzen Gehörtes nachzuplappern - man sollte das Gelesene/Gehörte auch verstanden haben, bevor man damit in Foren hausieren geht ...

Ein Präventionsparadoxon wäre es, wenn es innerhalb der Peergruppe eindeutige und beweisbare Kausalitäten gibt: alle die verhüten werden deutlich weniger oft schwanger, als Menschen die nicht verhüten - > man kann beweisen, dass Verhüten ursächlich Schwangerschaften verhindert und deshalb das Ausbleiben einer Schwangerschaft eindeutig mit einer Verhütungsmethode in kausalem Zusammenhang steht (alle, die nicht verhüten, werden deutlich öfter schwanger als die Vergleichsgruppe): zu behaupten, ich bin nicht schwanger, also ist Verhüten unnötig ist daher beweisbar falsch.
Bei den Maßnahmen gibt es diesen eindeutigen Zusammenhang nicht: Länder mit rigorosem Lockdown (zB Belgien) haben deutlich mehr Tote als Länder mit weniger/lockeren Maßnahmen (zB Schweden) dh innerhalb der Gruppe (= von Corona betroffenen Ländern) gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Anzahl der Toten pro 100.000 Einwohner bzw. werden von Effekten überlagert, die wir noch nicht kennen. Daher greift das Präventionsparadoxen hier nicht und ist eine unangebrachte Erfindung der Message Control.
Ich hoffe, die Erklärung war verständlich genug.

rglanzer
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@scionescio Ja danke super Beschreibung

Was mich jedoch wundert ist der letzte Absatz der suggeriert, dass es in Ländern mit lockeren/keine Maßnahmen wenig Tote gibt und in Ländern mit rigorosen Maßnahmen viele Tote. Seltsamerweise scheint diese These für Belgien zu stimmen. Aber das dürfte wohl die Ausnahme sein, welche sprichwörtlich die Regel bestätigt.
Denn in Summe gesehen haben Länder mit starken Gegenmaßnahmen/Lockdown wesentlich bessere Statistiken die Verluste betreffend als Länder ohne Maßnahmen oder jene welche sie zu spät gesetzt haben.
Denn auch Spanien, Frankreich hatten zuerst keine Maßnahmen und erst wo es zu "brenzlig" wurde sind starte Einschränkungen ausgesprochen worden.

rehlein
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@scionescio

Es ist hoffnungslos - sie wollen oder können es nicht verstehen.

Ich geb`s auf, manchmal ist wirklich Hopfen und Malz verloren.

Sie scheinen der Typ zu sein, der gerne als Gewinner hervorgeht, deshalb bekriegen Sie jeden post von mir und werden mehr als persönlich und beleidigend.

Ich hatte Ihnen gestern schon geschrieben, dass ich mich nicht mit Ihnen streiten will - wir sind einfach gegensätzlicher Meinung - ich belasse Ihnen Ihre, und Sie bitte mir meine, ohne mich persönlich anzugreifen, ok?

hermannsteinacher
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Hopfen und Malz,

Gott erhalt s'!

Planck
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Nur is halt die Letalitätsrate von Land zu Land unterschiedlich.

Belgien: 15, 76%
GB: 15,44%
Frankreich 14,64%
Weltweit: 4,66%
(Johns Hopkins, Stamd 6. Juli 2020)

I sag's nur, damit Sie niemand ungeprüft für bare Münze nimmt und glaubt, es is eigentlich eh nix los ^^

scionescio
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@Planck: I sag's auch nur, damit Sie niemand ungeprüft für bare Münze nimmt ...

... wenn ich von Mortalität spreche und sie mit Letalität kommen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: sie kennen den Unterschied nicht (was ziemlich peinlich wäre) oder sieh versuchen absichtlich Nebel zu werfen.
Für die Interessierten: „Infection-Fatality-Rate“, „Case-Fatality-Rate“ bzw. Infektionssterblichkeit und Fallsterblichkeit sind die Begriffe die es zu googeln gilt.

Planck
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Weder ist mir der Unterschied fremd noch werfe ich Nebelgranaten.

Ich sage, dass z. B. eine 15-prozentige Chance, an Covid-19 zu sterben, nix is, was man verharmlosen sollte.
Auf jeden Fall stehen sie besser, als beim Lotto den Sechser zu machen (und daran glaubt ironischerweise höchstwahrscheinlich jeder Spieler).
Habe ich mich jetzt so klar ausgedrückt, dass Sie mir folgen können?
Werden Sie nicht wollen, is mir aber eh wurscht, weil mehr habe ich Ihnen nicht zu hinterbringen.

rehlein
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@Planck

Bitte versuchen Sie nicht einem Farbenblinden Farben zu erklären;)

Sagt ja schon alles, dass jemand mit Krankenhauskeimen als Vergleich kommt, wenn es um Covid19 geht.

Es ist sinnlos, da was hinterbringen zu wollen;)

P.S. Krankenhauskeime gab es schon immer, wird es auch immer weiter geben, aber der Anstieg ist dzt. nicht weltweit pandemisch.

Planck
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I hab' eh g'sagt, ... *g

Abgesehen davon weiß niemand, ob und wie schwer es einen erwischt, kann auch für Jüngere tödlich ausgehen, wie man gesehen hat.
Jetzt kamma sagen "wurscht, gestorben wird eh immer", vielleicht verschiebt sich die Perspektive a bissl, wenn man selbst betroffen ist, aber das Hauptproblem ist, dass es Leut' geben kann, die andere aus Blödheit anstecken und womöglich auf dem Gewissen haben.
Was noch dazu mit Vernunft vielleicht vermeidbar wäre.
Wieder abgesehen davon, dass es moralisch sowieso in höchstem Maß fragwürdig ist, menschliche Schicksale auf Zahlen zu reduzieren, um Fehlverhalten zu rechtfertigen.

scionescio
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@Planck: hama den Unterschied zwischen Mortalität und Letalität schon gegoogelt (und auch verstanden!) ...

... oder tu ma weiter Nebel werfen, weil es das Ego nicht zulässt, Fehler einzugestehen?

Planck
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Was hab' i denn g'sagt?

I hab g'sagt, dass die Letalitätsrate z. B. 15% (14,2% für Italien z. B.) betragen kann.
Und dass des ka Lercherl is.
Vielleicht tun S' ja alles, was Ihnen möglich ist, damit Sie sich und andere nicht anstecken.
Das war, ist und bleibt die Botschaft, die Sie partout nicht kapieren wollen und weshalb ich dieses Gespräch nun unwiderruflich abbreche.

scionescio
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@Planck: Sie haben aufgefordert, mein Argument für die Unseriösität des Herrn Popper „nicht für bare Münze zu nehmen“ und haben Letalität mit Mortalität verwechselt bzw kennen den Unterschied nicht!

Ziemlich alle Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sterben daran (Letalität 100%), aber deshalb sterben noch lange nicht 100% der Österreicher an Bauchspeicheldrüsenkrebs (=Mortalität).
Die Mortalität für Covid 19 liegt zwischen 0,3 und 0,7% und das ist ein gravierender Unterschied zu ihren 15% geschätzter Letalität , die noch dazu kaum aussagekräftig sind, weil die Anzahl der Infizierten stark von der Anzahl der Tests abhängig ist und zur Dunkelziffer noch keine belastbaren Erkenntnisse evident sind.
Ihre Botschaft ist daher entweder stark manipulativ oder einfach ihrer Unwissenheit geschuldet - und ich bin mir sicher, dass intelligenten Menschen sehr klar ist, wer von uns etwas nicht kapiert bzw. sich absichtlich dumm stellt, weil es sein Ego nicht zulässt, einfach einen Fehler zu akzeptieren.

scionescio
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@rehlein: warum fürchte ich mich vor einer angeblichen Pandemie (in welchem Land gibt es einen konstanten exponentiellen Verlauf) ...

... die viel weniger Tote zur Folge hat als zB. Krankenhauskeime?
Wenn sie den Menschen das Rauchen, zuckerhältige Limonaden, etc. verbieten würden, könnten sie um Zehnerpotenzen mehr Leben retten - ganz ohne Lockdown!
P.S. Viren gab es schon immer, wird es auch immer weiter geben, aber der Anstieg bei SARS CoV 2 ist dzt. nicht weltweit pandemisch.

rehlein
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@scionescio

Von Ihnen:
P.S. Viren gab es schon immer, wird es auch immer weiter geben, aber der Anstieg bei SARS CoV 2 ist dzt. nicht weltweit pandemisch.

Wikipedia:
Pandemie bezeichnet eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen,[1] im engeren Sinn die Ausbreitung einer Infektionskrankheit. Im Unterschied zur Epidemie ist eine Pandemie örtlich nicht beschränkt,[2] es kann aber auch bei Pandemien Gebiete geben, die nicht von der Krankheit betroffen werden.

Es hat also nichts damit zu tun ob überall ein exponentieller Anstieg stattfindet.
Pandemie bleibt Pandemie, und die haben wir dzt.

Und eine Eindämmung der Verbreitung sollte im Interesse aller sein.

rehlein
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@scionescio

Die Länder die einen lockdown hatten konnten den exp. Anstieg aufhalten, diejenigen ohne haben viel zuviele Tote.

Und es reicht ein linearer Anstieg um einen Anstieg zu haben.

Und Anstieg bedeutet Probleme - für jedes Land, denn keines will Schwerkranke und Tote.

Und bitte kommen`s mir nicht mit Krankenhauskeimen und Limonade, denn das ist schon lächerlich wie Sie argumentieren um auszudrücken, dass Sie mit Gewalt nach etwas suchen um es ins Rennen zu schmeißen.

Was wollen Sie eigentlich rechtfertigen mit Ihren Kampfposts hier gegen bestimmte user?

Sagen Sie doch einfach grade heraus, dass Ihnen dieses Virus wurscht ist, und dass es Ihnen egal ist wieviele erkranken oder sterben, das wäre wenigstens schneller abgehandelt als dass Sie diejenigen ständig niedermähen, die nicht Ihrer Meinung sind.

Ich akzeptiere Ihre Meinung, aber sagen Sie uns doch einfach kurz und bündig: ich bin ich, und die anderen sollen sich schützen wie sie wollen, alles andere ist mir wurscht.
Und denjenigen, die nicht Ihrer Meinung sind, gehen Sie unter die Gürtellinie.
Denn so klingen ihre posts.

scionescio
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@Rehlein: die Frage war, welches Land einen konstanten exponentiellen Verlauf hat - und selbst auf diese einfache Frage haben sie keine konkrete Antwort, sonder schwafeln nur durch die Gegend ...

... seit wann reicht denn ein linearer Verlauf für eine Pandemie - sie widersprechen sich selbst am laufenden Band und bemerken das nicht einmal!
Wenn ihnen Krankenhauskeime nicht angenehm sind - wie wäre es mit der Säuglingssterblichkeit: Einer von 2000 Österreichern kann statistisch an Covid 19 sterben, aber drei von 1000 Säuglingen sterben in Österreich - und das seit Jahr und Tag ... und das lässt sie kalt?
Es gibt Hunderte Todesarten, an denen viel mehr Menschen sterben als an Covid 19 - und für keine davon hat man jemals einen Lockdown mit seinen verheerenden Folgewirkungen auch nur angedacht!
Ich mähe niemanden nieder - es ist in meinen Augen einfach angebracht, die unangebrachten Hysterie und Panikmache von ein paar Fanatikern mit Fakten zu relativieren... selbstständig denkende Menschen werden dann ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen.

rehlein
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Ich habe gesagt,

dass ein linearer Anstieg für einen Zahlenanstieg reicht.

Und ein Anstieg der Zahlen, egal wo auf der Welt ist ein Problem - für jedes Land.

Pandemie haben wir, egal ob sie das wahrhaben wollen oder nicht.

Wie würden Sie den Anstieg der Zahlen in Brasilien bezeichnen, oder in den USA?

Und ich hatte Sie schon gebeten, dass sie andere Keime, Limonade, oder Säuglinge hier aus der Diskussion außen vor lassen, denn die tun hier nichts zur Sache.

Aber bei Covid 19 haben wir es in der Hand, es einzudämmen, und die Zahlensteigerung, egal ob linear oder exponentiell (es bleibt immer eine Steigerung)zur verringern oder aufzuhalten - eventuell sogar wieder nach unten zu bringen.

Nur darum geht es mir.

Ich glaube Sie wollen ganz einfach nicht verstehen, dass wir tagtäglich mehr Infizierte haben, und dass diejenigen, die die Augen davor verschließen, genauso potentiell gefährdet sind.

Sie werfen mir Katastrophierung vor: ist der weltweite Verlauf der Pandemie keine Katastrophe?
Ist da irgendwas Schönes dran?
Denken Sie an eine blaue Lagune, wenn Sie die explodierenden Zahlen in manchen Ländern sehen?
Sollte Österreich da auch mithalten?

Können Sie eine Prognose der Infektionszahlen für die Zukunft abgeben?

Es hat mit 1 Infizierten begonnen, irgendwann, irgendwo, Wuhan ist ja nicht gesichert bestätigt.
Und was haben wir jetzt? Schneeballsystem nennt man das.

Mit gereiztem Kampfposten ist niemandem geholfen.
Gute Nacht und bleiben Sie gesund!

scionescio
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@Planck: jetzt bin ich tatsächlich überrascht ...

... entweder stellen sie sich dumm oder sie verstehen tatsächlich nicht den Unterschied zwischen Fallsterblichkeit und Infektionssterblichkeit.
Das eine sagt aus, dass von den Infizierten 15% sterben, das andere bedeutet, dass von einer Population 0,5% sich zuerst infizieren und dann daran sterben.
Habe ich mich jetzt so klar ausgedrückt, dass Sie mir folgen können?
Werden Sie nicht wollen, is mir aber eh wurscht, weil mehr habe ich Ihnen nicht zu hinterbringen;-)

AonFlux
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Ohne Wirtschaft macht der Virus keinen Spass

Kein Problem, machen wir alles wieder zu... Dann ist endlich alles hin, Hauptsache der Virus ist dann vielleicht ausgerottet, wir aber auch...
Schulsystem ist eh schon abgeschafft, die Wirtschaft im katastrophalen Zustand, die Bevölkerung panisch paranoid... Solange monatlich noch was aufs Konto kommt, Arbeitslose und Pensionen nicht mehr finanzierbar sind.. wenn kein Geld mehr da ist, ist der Virushype vorbei... Dann geht es ums wirkliche Überleben... Essen, Wohnen, medizinische Versorgung und dann bricht der Staat und die Gesellschaft endgültig zusammen...

Stony8762
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Die nächsten Wochen entscheiden! Jetzt! In der Hauptreisezeit! Dann bereiten wir uns besser mal auf die 2. Welle vor! Die 1. war ein Streifschuss, die 2. wird ein Volltreffer!

mrbeem02
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ES GIBT ZUVIELE WAHNSINNIGE

Abstand halten - das ist doch neben Händewaschen die derzeit einzige Möglichkeit sich, und andere zu schützen. ABER es gibt viel zu viele Wahnsinnige, die sich in keinster Weise an die Abstandsregeln halten. Diesen werden wir im Herbst - wenn nicht früher - die 2. Welle verdanken. Die können sich von mir aus ohne Problem selbst anstecken, aber sie sind Verbrecher an der Volksgesundheit, denn sie stecken uns alle an.

Morioka
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Man könnte ja daraus lernen ...

Wenn man sich nicht stur mit dem Blick auf das eigene Land konzentriert, sondern wie welche gesetzten Schritte zur Lockerung zu welchen und wie grossen Problemen führen. England wäre als Musterbeispiel in der Hinsicht zu nennen, wo es um die unverantwortliche Verhaltensweise der Menschen ging, die sich zu zehntausenden an Stränden versammelt haben; Oder Ortschaften allüberall überfallen und Berge an Müll hinterlassen haben, was - wie sich jetzt zeigt, zu weiteren Anstiegen der Zahl der erkrankten (aktiv - falls da ein Unterschied gemacht wird - was leider auch von Land zu Land und Region zu Region verschieden gehandhabt wird und so kein Vergleich möglich ist) sprunghaft steigt. Pub-Öffnung? Kurze Zeit schon wieder Schliessung. Warum wohl?

Daraus KÖNNTE man lernen und bereits Voraussehen, dass es mit der Übertragung der Verantwortung auf die Einzelnen - wo sie ja eigentlich hingehörte - nur zu Problemen führt. Wobei manche es darauf schieben, dass das nur so ist, weil die Menschen eben solange isoliert gewesen wären. Nicht, dass sich in der Phase schon alle daran gehalten hätten, und nicht 'ausgebrochen' wären.

rehlein
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@Morioka

In allen Ländern wo man zu früh und zu rasche Lockerungsschritte gesetzt hat, gibt es steigende Infektionszahlen.

Man kann keinen lockdown machen, und dann, weil man Angst um die Wirtschaft hat, innerhalb kürzester Zeit wieder alles hochfahren, denn wenn man sich für jeden Schritt 2 Wochen länger Zeit genommen hätte, dann würde die Sache jetzt anders aussehen.
BK Kurz hat sich da zu sehr unter Druck setzen lassen, und wollte auch hier als Vorbildland dastehen - falsche Entscheidung.
Es galt die Devise: Gesundheit vor Wirtschaft.
Und jetzt???

Die Wirtschaft würde durch langsamere und vorsichtigere Lockerungsschritte genauso gut oder schlecht dastehen.

Was die meisten vergessen ist, dass ein Land mit hohen Infektionszahlen und dass man das Virus einfach durchlaufen lassen wollte Beispiel Schweden), wirtschaftlich auch baden geht.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir davon profitieren werden, wenn wir viele Fälle haben werden, denn diese Menschen konsumieren dann auch nicht, sind nicht arbeitsfähig, ziehen viele Absonderungsbescheide mit sich, die auch nicht arbeiten können, und die behandlungsbedürftigen Fälle kosten ja auch.

Wir haben seit gestern 13 !! mehr Hospitalisierte! Das ist ein enormer Anstieg, und das geht so weiter.

Und bei uns gab es ja keine Ausgangssperre, sondern nur Beschränkung, es wurde niemand eingesperrt.

Niemand will isoliert sein, aber das ist man spätestens wenn man infiziert ist.
Im schlimmsten Fall auf Isolierstation im Krankenhaus.

Morioka
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@rehlein

Genau! Es ist dieses ein Problem der Reziprozität: Einerseits kann man die Wirtschaft nicht komplett zu Schanden kommen lassen, muss im Gegenzug jedoch das nötige Risiko steigender Infektionszahlen eingehen. Dadurch wiederum steigt für das Gesundheitssystem bei symptomatischen [schweren] Verläufen wieder der Druck und die Wirtschaft käme im schlimmsten anzunehmdem Fall zu Schanden weil plötzlich die Arbeitskräfte in grosser Zahl ausfallen.

Wenn man es hingegen zu zögerlich angeht, so leidet das System in Samtheit und im besonderen die Wirtschaft, würde sich letztere jedoch schneller erholen können wenn dadurch ein Zeitfinster in ausreichender länge eröffnet wird, in dem keine weiteren leichten/schweren Krankheitsfälle in grosser Zahl auftreten.

In anderen Worten muss es eine Balance geben die beides ermöglicht; Eine herkulische Aufgabe, nicht weniger, um die ich die Entscheidungsträger nicht beneide. Darauf läuft es jedoch jetzt hinaus, auch wenn es Einschnitte - bsp. keinerlei genehmigter Aufenthalt im Ausland, Urlaub - wenn dann in der Region, dafür aber Boni und andere Zuckerl, die es, soweit es die fin. Mittel erlauben, darüber hingweg trösten.

Inwiefern das geeignet ist der Sache zu dienen, um die es geht, Eindämmung bis im nächsten Jahr im besten Fall ein Vaccin auf den Markt kommt, kann ich schlecht beurteilen. Wenn es nicht schadet soll es gemacht werden.

Ihrem Schlusssatz pflichte ich im übrigen im besonderen bei.

Planck
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Politisch ist die Angelegenheit in Wirklichkeit ein Dilemma.

Gibt's zu viele Tote, haben die einen Haufen Angehörige, die einen allesamt nicht mehr wählen.
Dreht man die Wirtschaft ab, gibt's zu viele Pleiten, die wählen einen dann auch nicht mehr.
Der einzige Ausweg bestünde darin, sehenden Auges das Richtige zu tun und sich anschließend abwählen zu lassen.
Nur, das bedarf einer menschlichen Größe, die ich nirgendwo sehen kann.
Betrifft nicht nur das kleine Österreich, sehe ich weltweit nicht.

fliegenpilz123
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Schreibe es jetzt nochmal

mit den Tests sind sie komplett hinterher,erkrankte Personen mit mehreren coronatypischen Symptomen werden tagelang hingehalten und warten dann noch ein paar Tage auf das Ergebnis.Die Familie ist mit in Quarantäne, das berufliche Umfeld hängt in der Luft, das kann doch nicht sein!!! Aufzeigen traut sich keiner was alles ist irgendwie so negativ behaftet mit Schamgefühlen usw . . Ich bin persönlich nicht betroffen höre aber einiges und kann nur an die Betroffenen appellieren sich auf die Füsse zu stellen es hängt soviel daran.JE SCHNELLER ein Ergebnis desto effizienter kann geholfen und reagiert werden.Warum geschieht da nichts,warum nur bei Sportlern und exklusiven Tourismusgebieten???

Morioka
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Tests ...

Wenn es möglich wäre müssten alle Menschen jede Woche getestet werden. Damit klappt es noch weniger, als mit den versprochenen Massen-Testungen, die - wie Sie sagen, einfach nicht in die Gänge zu kommen scheinen. Da kann man noch nichtmal Jemandem einen Vorwurf machen, da die Tests und Material wie Labor-Kapazitäten auch zur Verfügung stehen müssten um in ausreichender Frequenz und Abständen testen zu können.

lucie24
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Bitte verschont mich

mit diesem Experten. Diese Warnungen sind total sinnentleert.

pholub
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Laien sind klüger

Besonders als Chirurgen, Piloten, Notfallmediziner, Elektriker, und in tausenden weiteren Berufen, oder?

rglanzer
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Andere Meinung auf Basis welcher Fakten?

Wenn diese Warnungen für Sie keinen Sinn ergeben, bitte um Info was man Ihrer Meinung nach machen sollte?
Haben Sie andere Quellen, welche faktenbasiert - also nicht verschwörungstheoretisch - andere Maßnahmen favorisieren?

scionescio
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@rglanzer: es reichen die Grundrechenarten, um herauszufinden, dass der gute Mann sein Simulationsmodell so parametriert hat, das die Vorhersageergebnisse sicher nicht die Realität abbilden werden ...

... die Aussage mit den 100.000 Toten stammt von Herrn Popper und ist ein absoluter Schwachsinn, weil bei einer Mortalität von 0,5% es mindestens 20 Mio Österreicher geben müsste - damit ist mit einer einfachen Prozentrechnung der Beweis erbracht, dass das Simulationsmodell mit völlig falschen Parameter angenommen wurde ... und dass der gute Mann nicht einmal so eine einfache Plausibilitätsprüfung macht, zeigt recht klar, dass er entweder mit der Materie überfordert ist oder eben sein Modell so gestaltet hat, dass das gewünschte Ergebnis im Sinn der Message Control ("Angststrategie") herauskommt.
Nach so einem Bock würde in der Privatwirtschaft niemand mehr einen zweiten Auftrag bekommen.

rglanzer
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Grundrechenarten mit korrekten Zahlen

@scionescio: Ja es reichen Grundrechenarten. Aber man muss in die einfachen Formeln dann auch die korrekten Zahlen einsetzen.
Sie berechnen die Gesamtzahl der Bevölkerung auf Basis von 0,5% Mortalität. Mit der Mathematik kommen Sie dann bei angenommenen 100.000 auf die 20Mio Österreichen die es nicht gibt. Das ist mathematisch schon korrekt, ABER das Problem liegt im Detail.
Ihre Mortalität von 0,5% haben Sie INKLUSIVE Lockdown angenommen. Somit ist diese sehr niedrige Zahl zwar passend für Österreich, nicht aber wenn man die Annahme trifft, dass eben nur wenige Maßnahmen ergriffen werden sollen. Denn wenn wir zum Vergleich die Zahlen von UK verwenden (aktuell von 286.349 bestätigen Fällen 44.391 Todesfälle wären das 15,5% nicht 0,5%), oder noch besser Schweden weil recht gut mit Österreich vergleichbar (aktuell 73.344 bestätigte Fälle bei 5.447 Todesfällen entspricht 7,4% nicht 0,5%).
Wenn man die Grundrechnung nun mit 7% berechnet bedürfte es bei 100.000 Toten nur eine Bevölkerung von 1.428.572.
Hier sehen wir, dass Österreich mit den rund 9Mio Einwohnern diese Zahl leicht abdeckt.
Wir sind also weit weg von 20Mio benötigter Menschen in Österreich, und die 100.000 LEIDER sehr wohl erreichbar, wenn inkorrekt gehandelt wird.

scionescio
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@rglanzer: auch sie verwechseln Mortalität, Letalität und die Kausalität der Maßnahmen für diese Werte ...

... scheint weit verbreitet zu sein und trifft sogar auf den unfehlbaren Planck zu;-)
In diesem Thread habe ich den Unterschied leicht nachvollziehbar schon erklärt ... wer suchet, der findet;-)
Die Mortalität (und nur die ist für die von mir angestellte Überlegung von Belang) schwankt weltweit zwischen 0,16 und 1,4% - die Fachwelt hält mittlerweile einen Bereich von 0,3 - 0,7% für am ehesten zutreffend.

Stony8762
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Aber auch nur, weil sie Leute wie du einfach ignorieren!

GanzObjektivGesehen
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Die Warnung ist nicht „sinnentleert“.

Trifft wohl eher die auf die Wirkung bei so manchem Leser zu!
Verschonen sie uns mit ihrer Ignoranz. Danke.

hockeyfreak78
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Die nächsten Wochen entscheiden...

haben wir in den letzten Monaten schon sehr oft gehört, werden wir auch weiterhin oft hören. Sagt eigentlich nichts aus, es werden bis die Krankheit im Griff ist, immer die nächsten Wochen entscheiden.

Stony8762
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Nur ist jetzt Hauptreisezeit! Wäre Corona ein Tier, würde es sich jetzt mit Nahrung für Herbst und Winter versorgen!

samro
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medien

''Wenn wir die lokalen Wiederanstiege nicht in den Griff bekommen, ist es nicht unwahrscheinlich, schon im Sommer ein Problem mit steigenden Fallzahlen zu bekommen.''

herr popper bitte gehn sie in die medien vermehrt damit es den leuten klar wird.

fliegenpilz123
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Und die zögerlichen Testungen

tragen das Übrige dazu bei dass sich das Virus gut verbreiten kann!!! Wartezeiten bei Symptomen auf Test, danach endlos lange warten auf Ergebnis,das ist kein Märchen sondern leider wahr.Und die lieben Mitmenschen die alle so tun als ob es kein Corona gäbe,es ist schon mässig zu schreiben.

fliegenpilz123
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Sorry

müssig

hermannsteinacher
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Sorry

müßig (mit ß)

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