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Drei Modelle im CrashtestNur zwei Sterne für den neuen Dacia Sandero

Drei neue Modelle sind zum Crashtest angetreten. Zwei holen volle fünf Sterne, eines erreicht nur zwei.

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Der Dacia Sandero holte im Crashtest nur zwei Sterne © ÖAMTC/EuroNCAP
 

Sehr unterschiedliche Ergebnisse brachte der jüngste Crashtest des ÖAMTC und seiner Partner: Während die Elektro-SUV Skoda Enyaq iV und VW ID.4 mit fünf Sternen kaum Wünsche in Sachen Sicherheit offen lassen, liefert der Dacia Sandero mit nur zwei Sternen ein sehr schwaches Ergebnis ab, das auch für den baugleichen Dacia Logan gilt.

Getestet wurde in den üblichen Kategorien Erwachsenen- und Kindersicherheit, Schutz von Fußgängern und Radfahrern sowie Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen. Hier die wichtigsten Testergebnisse der drei Kandidaten im Überblick:

Dacia Sandero und Logan

Die baugleichen Dacias liegen in allen Testkriterien unter dem Sicherheitsniveau vieler aktueller Fahrzeuge. "Die Erwachsenen- und Kindersicherheit ist zumindest akzeptabel, allerdings ist auch hier die Gefahr von schweren, sogar tödlichen Verletzungen gegeben", erklärt Max Lang, Fahrzeugsicherheitsexperte beim Mobilitätsclub.

Besonders gefährlich: Das Fahrzeug verfügt über keinen Mittel-Airbag, der sich zentral zwischen den Vordersitzen aufbläst und bei einem Seitenaufprall einen Zusammenstoß der Insassen verhindert. Ist der Fahrer allein im Auto, kann er bei einem Seitenaufprall mit dem Kopf sogar an die Beifahrertür schlagen – mit potenziell tödlichen Folgen.

In Bezug auf die Kindersicherheit besteht bei einem Frontalcrash speziell für größere Kinder die Gefahr von schweren Brustverletzungen, wenn nur ein Sitzerhöher verwendet wird.

Nicht viel besser ergeht es Fußgängern und Radfahrern bei einem Zusammenstoß mit Sandero oder Logan. Der ÖAMTC-Experte dazu: "Die Vorderkante der Motorhaube, die A-Säulen und der untere Rand der Windschutzscheibe sind sehr hart konstruiert. Ein Fußgänger könnte dadurch schwerste Verletzungen erleiden. Erschwerend kommt hinzu, dass Dacia zwar ein automatisches Notbremssystem verbaut hat – dieses reagiert jedoch nicht auf Fußgänger und Radfahrer, sondern nur auf andere Autos."

Skoda Enyaq iV

Der Enyaq iV ist ein großes Elektro-SUV, das gute Sicherheit für erwachsene Fahrzeuginsassen und auch Kinder bietet. "Das Verletzungsrisiko war in den Testszenarien gering – lediglich beim Seitenaufprall kann es passieren, dass der Fahrer so weit auf die Beifahrerseite geschleudert wird, dass Gefahr droht", fasst Lang zusammen.

Trotz seiner Größe und seines Gewichts von fast zwei Tonnen hat Skoda das Fahrzeug auch für den Fall eines Crashs mit schwächeren Verkehrsteilnehmern relativ sicher konstruiert: Zwar sind die A-Säulen und Teile der Frontpartie sehr hart und können zu schweren Verletzungen führen – allerdings wurde ein automatisches Notbremssystem installiert, das Fußgänger und Radfahrer in allen möglichen Tag- und Nachtszenarien erkennt und damit eine Kollision verhindert oder zumindest die Folgen abmildern kann.

"Einen Schwachpunkt haben wir dennoch entdeckt: Beim Abbiegen funktioniert das System nicht zuverlässig – hier ist definitiv Verbesserungsbedarf gegeben", stellt der ÖAMTC-Experte klar. Die Ausstattung des Enyaq mit weiteren Fahrerassistenten lässt kaum Wünsche offen – beispielsweise sind ein Geschwindigkeitsassistent, ein System zur Müdigkeitserkennung des Fahrers und ein Spurhalteassistent serienmäßig an Bord.

VW ID.4

Der ID.4 von VW ist ebenfalls ein SUV und verfügt über ein ähnliches Sicherheitsniveau wie der Skoda Enyaq. "Etwas höher ist beim ID.4 die Gefahr für den Fahrer, beim Seitenaufprall weit in den Beifahrerbereich geschleudert zu werden", hält Lang fest.

Ansonsten gab es kaum Probleme beim Crashtest, lediglich die Fußgänger- und Radfahrersicherheit könnte höher sein, was einmal mehr an harten Fahrzeugpartien im Bereich der A-Säulen liegt. "Ausgeglichen wird das wiederum durch Systeme, die schwächere Verkehrsteilnehmer erkennen und eine Kollision verhindern können. Auch der ID.4 hat Probleme, das beim Abbiegen zuverlässig zu schaffen", so Lang.

Kommentare (3)
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DergeerderteSteirer
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Naja, die Billigfahrzeuge können nicht mit jedem pi-pa-po aufwarten wie Fahrzeuge in höheren Segmenten, ...............

grundsätzlich ist ein Fahrzeug ja nicht zum verunfallen und crashen gebaut sondern seinen Hintern von A nch B oder weiter zu bewegen.
Das natürlich gewisse Grundvoraussetzungen wie z.B. Fußgängerschutz ......... Insassenschutz grundlegendes erfüllen sollte ist in der heutigen Zeit als normal anzusehen.
Die Billigfahrzeugsegmente wie z.B. Dacia werden in diesen Preislagen niemals so sicher, aufwendig konstruiert und gebaut werden können wie VW's, Audis, BMW's, Opel's usw., die Japaner sind da auch eine eigene Liga,.
Da sind ganz andere kostenintensivere wie modernere Konstruktions und Materialstrukturen nötig, Standhaftigkeit und Haltbarkeit sind da eben auch wichtige Kriterien !
Sobald gewisse Features geordert werden sind sie nicht viel billiger als die anderen Fahrzeuge, da muss eben schon beurteilt und entschieden werden für welchen Zweck, für welche Gebrauchsarten und dgl. ein Fahrzeug in Verwendung sein soll, wenn der fahrbare Untersatz wie bei einigen z.B. vorwiegend als Prestigeobjekt verwendet wird dann wird ein Dacia bei weitem nicht das Auslangen finden !!

Zusammengefasst kann man sagen das gewisse Billigprodukte im Normalfall ausreichen um von A nach B zu gelangen, sonst muss eben ein biss'l tiefer ins Börserl gegriffen werden !!

scionescio
6
17
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@GeerdeterFrage: es stellt sich die Frage, wo man sinnvoll sparen kann und wo es gefährlich wird ...

... eine ausreichende Ausstattung mit Airbags kann dir das Leben retten oder dich vor schweren Verletzungen schützen- Ambiente Beleuchtung im Innenraum kostet nur Geld und ist wohl verzichtbar.
Da bei Dacia bewusst veraltete (und damit kostengünstige) Technologie eingesetzt wird, würde ich immer zu einem höherwertigeren und sicheren Gebrauchtfahrzeug ums selbe Geld raten.

DergeerderteSteirer
2
12
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@scionescio, .............

in deinen beiden Absätzen steht vollkommen richtiges, den Durchblick haben eher wenige !