Kennt die besten Tropfen: Ilzerin ist Sommelière des Jahres 2027
Mit 15 Jahren begann Nina Finks Karriere in der Haubengastronomie. Zwölf Jahre später wurde sie nun von Gault & Millau zur Sommelière des Jahres 2027 gewählt.

Als Nina Fink, damals 15-jährig, ihre Lehre im Haubenlokal Haberl & Finks begann, wollte sie eigentlich nur eines: kochen. „Besonders die Patisserie hat mich interessiert“, erklärt die gebürtige Ilzerin ihre Ursprungsmotivation.
Dann kam es etwas anders und sie schlug den Weg im Service ein. Über viele Stationen im Ausland sammelte die heute 27-Jährige die nötige Erfahrung, um in der Welt der Spitzengastronomie zu überzeugen. Der Zufall wollte es, dass sie sich damals in den Junior des Hauses verliebte, Hans-Peter Fink – heute ihr Mann – und damit ihrem Lehrlingsbetrieb treu blieb. Und: Sie entdeckte ihre Leidenschaft für Wein.
Die Hauben in der Oststeiermark auf einen Blick
3 Hauben (16,5 Punkte): Gasthaus Haberl & Fink‘s Delikatessen, Walkersdorf bei Ilz
2 Hauben (14,5 Punkte): Hotel Mönichwalderhof, Mönichwald
2 Hauben (13 Punkte): Safenhof, Bad Waltersdorf
1 Haube (12,5 Punkte): Restaurant Pusswald, Hartberg
1 Haube (12 Punkte): Retter Biorestaurant, Pöllau
1 Haube, (11,5 Punkte): Schottis, Pöllau
Weinexpertin der besonderen Art
Seit Februar 2025 gilt Nina Fink mit zwei von vier Stufen des „Stockholm Court of Master Sommelière“ als eine der Top-Weinexpertinnen des Landes. Nun würdigte Gault & Millau ihr Können mit der Ehrung als Sommelière des Jahres 2027: „Es ist wirklich eine wahnsinnige Ehre, dass ich mit 27 so eine Auszeichnung erhalten habe“, freut sie sich einen Tag nach der Veranstaltung in Wien.
Es ist wirklich eine wahnsinnige Ehre, dass ich mit 27 so eine Auszeichnung erhalten habe
— Nina Fink über ihren neuen Titel als Gault & Millau Sommelière des Jahres 2027
Gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Peter Fink, entwickelt sie das Gasthaus in Walkersdorf immer weiter. Er steht in der Küche und konnte im vergangenen Jahr bereits als Chef de Cuisine den Punktestand bei Gault & Millau ausbauen, sie ist die Expertin bei Weinbegleitung und Service – das perfekte Duo für die Fortsetzung der rund 100-jährigen Gasthaustradition.
400 verschiedene Weine im Sortiment – geht da noch mehr?
Ganz bei Null starten mussten die beiden also nicht, denn mit Mario Haberl und Hans Peter Fink wurde bereits „ein guter Wein-Stock“ aufgebaut, erklärt Nina Fink. Rund 400 Positionen weist die Weinkarte aktuell auf. Geht da noch mehr? Bei österreichischen und deutschen Weinen sei man gut aufgestellt, „Frankreich, die Neue Welt, USA und Australien wären aber spannend auf die Weinkarte zu nehmen“, gibt die Sommelière Ausblicke.
Zur Person
Nina Fink wurde 1999 in Ilz geboren und ist dort aufgewachsen. Sie ist heute 27 Jahre alt.
Mit 15 Jahren startete sie ihre Lehre im Gasthaus „Haberl & Finks Delikatessen“ und lernte dort auch ihren heutigen Ehemann Hans-Peter Fink jun. kennen.
Nach Auslandsaufenthalten in Deutschland und der Schweiz, wo sie ihrer Gastro-Ausbildung den letzten Schliff verpasste, erhielt die Oststeirerin 2025 mit dem Court of Master Sommelière die höchste Auszeichnung als Weinexpertin in Stockholm. Nun wurde sie von Gault & Millau zur Sommelière des Jahres 2027 gewählt.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Hans-Peter Fink entwickelt sie das Gasthaus „Haberl & Finks Delikatessen“ weiter, in dem sie ebenfalls als Sommelière arbeitet.

Vom Anfänger zum Profi: langsam steigern
Vom Abschluss als Österreich Sommelière bis hin zur Auszeichnung in Stockholm hat sich Nina Fink mit viel Hingabe, unzähligen Verkostungen und Besuchen bei Weingütern ein besonderes Know-how aufgebaut.
Derzeit lässt sie es als frisch geworden Mutter etwas ruhiger angehen, dennoch berate bei Haberl & Finks, so die Jury von Gault & Millau, eine Meisterin ihres Fachs so treffsicher in Weinfragen, dass man „behutsam aus der Komfortzone“ gehoben wird, ohne überrumpelt zu werden.
Und was empfiehlt die Expertin blutigen Anfängern bei der Weinselektion? „Mit lieblichen, leichten Weinen anfangen, die weniger Alkohol und Säure haben, und dann ein bisschen steigern.“
