„Junger Wilder“ will Schwarzlsee-Restaurant zu Fine-Dining-Spot machen
Mit dem Restaurant Christoph Fürnschuß am Seeufer dürfte Premstätten ein zweites Top-Lokal bekommen. In Kalsdorf hat das Leo frisch umgebaut.

Im Vorjahr hat er in Deutschland den Titel „Junger Wilder 2025“ erkocht und wurde als Zugabe noch von unseren Leserinnen und Lesern zum Newcomer-„Kopf des Jahres“ in Graz und Umgebung gewählt. Heuer machte Christoph Fürnschuß schon mit seinem Projekt „Der Bauer und der Koch“ von sich reden, kochte in der Aufsteirern-Show im ORF auf und außerdem ist er in der neuen Gulaschérie am Jakominiplatz in aller Munde – er produziert nämlich in Dobl die Eintopfgerichte, die dort im Glas aufgewärmt serviert werden.
Das war aber noch längst nicht alles: Denn jetzt geht es an die Umsetzung des großen Traums von Fürnschuß – er will auch in seinem eigenen Restaurant zeigen, was er kulinarisch so draufhat. Diese Pläne werden nun konkret, aber nicht wie ursprünglich geplant bei der Fleischerei seiner Familie in Dobl-Zwaring, sondern an einem neuen Ort.
„Ich übernehme das Restaurant Livorno am Schwarzlsee“, kündigt Fürnschuß an. Das Strandrestaurant am südöstlichen Ufer, dessen Pächter sich mit Saisonende verabschiedet haben, wird sich bis Ende Jänner, Anfang Februar in das „Restaurant Christoph Fürnschuß“ verwandeln.
Fine Dining, Gutbürgerliches – und Eis für die Badegäste
Für das Restaurant hat er große Pläne: „Es wird einen kleinen Fine-Dining-Bereich mit sechs Tischen und 20 Sitzplätzen geben, an den restlichen 36 Plätzen im Lokal geht es aber um gutbürgerliche Küche“, so der 29-Jährige. Die Badegäste verwöhnt er dazu an der Strandbar mit selbst gemachtem Eis im Sommer. Grundsätzlich wird das Restaurant aber ein Ganzjahresbetrieb – und steht von Mittwoch bis Sonntag auch allen Nicht-Badegästen offen, am Wochenende auch zum Frühstücken. „Den Schwarzlsee-Parkplatz können unsere Gäste mit einem QR-Code kostenlos nutzen“, kündigt Fürnschuß an. Auch Essen zum Mitnehmen wird er anbieten.
Schwarzlsee-Pächter und Konzertmanager Klaus Leutgeb freut sich nicht nur sehr über den Neuzugang, sondern spricht sogar von einem „Meilenstein für den Schwarzlsee“: „Das ist eine tolle Geschichte – Christoph ist ein Steirer, der wirklich etwas drauf hat und mit vollem Herzen bei der Sache ist.“ Das Restaurant soll zu einer dauerhaften Institution werden, das ermöglicht ein langfristiger Pachtvertrag.
Worüber sich das Ehepaar Isabella und Klaus Leutgeb außerdem freut: Das Restaurant ist ein weiterer Puzzlestein in Richtung der Ganzjährigkeit, die man im Premstättener Freizeitzentrum anstrebt. So wurde gerade die Hall of Ball samt Padel-Center eröffnet, Mitte November eröffnen erstmals die „Lichterwelten“ mit Lichtskulpturen entlang eines Uferwegs am Schwarzlsee.
Zweites Top-Lokal für Premstätten, kurzes Gastspiel in Grambach
Mit dem „Restaurant Christoph Fürnschuß“ bekommt der 7000-Einwohner-Ort Premstätten nach dem erst letztes Jahr groß umgebauten „Kupferdachl“ ein zweites Top-Lokal. Und für ganz kurze Zeit hatte es danach ausgesehen, als könnte der Grazer Süden im „das Grambacher“ in Raaba-Grambach sogar noch ein weiteres dazubekommen. Der kontroverse deutsche Sternekoch David Kikillus hatte im Sommer im Hotel-Restaurant angedockt und suchte bereits Personal für ein Fine-Dining-Konzept, das er hier umsetzen wollte. Der rastlose Mann mit den unzähligen Kurzstationen im Lebenslauf entschwand aber bald wieder – er hat jetzt bei Dortmund ein Projekt gestartet, wie deutsche Medien berichten.
Und außerdem: Leo in Kalsdorf ist frisch umgebaut
In Kalsdorf gibt es indes Neuigkeiten vom „Leo“, zwar kein Haubenlokal, aber bei Falstaff mit 83 Punkten (1 Gabel) sehr respektabel gelistet. Nachdem es im Sommer ja Gerüchte über eine Schließung gegeben hatte, hatte sich herausgestellt, dass man lediglich umbauen wird. Das ist nun passiert – das schon zuvor stylishe Lokal ist aufgehübscht wieder geöffnet. In Zusammenarbeit mit dem Grazer Studio Superunique hat man den Räumlichkeiten einen neuen und noch glamouröseren Anstrich gegeben. Neu ist auch die Speisekarte – und ein Frühstücks-Konzept: Nach dem Motto „Brunchen kann jeder. Wir machen ein Clubbing daraus“ werden die Frühstücksgerichte an ausgewählten Sonntagen mit DJ-Begleitung aufgetischt. Das erste „Franz Brunch Clubbing“ gibt‘s am 18. Oktober.