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Mit Bio-Müsli, Porridge und Bowls von Großwilfersdorf in die Welt

Die Bio Müsli GmbH aus Großwilfersdorf behauptet sich seit rund fünf Jahren in der Welt von Haferflocken und Co. Produziert wird überwiegend für große heimische Lebensmittelketten. Mit der Eigenmarke Lola will man noch internationaler werden.

Verena Klamm ist die Gründerin und Geschäftsführerin der Bio Müsli V.K. GmbH
© KLZ / Moritz Weinstock
Verena Klamm ist die Gründerin und Geschäftsführerin der Bio Müsli V.K. GmbH
Moritz Weinstock
Regionalredaktion Hartberg-Fürstenfeld

„Das Konsumverhalten ändert sich“, weiß Unternehmerin Verena Klamm. Als ehemalige Ernährungsberaterin mit Praxis in Hartberg weiß sie auch: Das Müsli ist unverändert fester Bestandteil am Frühstückstisch vieler Haushalte. Nur gesund seien viele der Supermarktprodukte nicht. Deshalb begann sie vor rund fünf Jahren damit, eigene Mischungen herzustellen.

Weil sie viele Leistungssportler unter ihren Kunden hatte, Kochkurse gab und sich mit ihrer Praxis in der Ressavarstraße der Diätologie verschrieb, war der Weg zum zuckerfreien Müsli fast vorgezeichnet. Ihre Müslis, bei denen sie bis heute „wo es geht“ auf regionale Rohstoffe setzt, seien damals nur für Endkunden bestimmt gewesen, so Klamm. Doch schon 2021 kam die deutsche Lebensmittelhandelskette Rewe auf sie zu und wollte ihre Produkte listen. „Die haben drei Sorten von uns getestet“, erinnert sich die gebürtige Tirolerin.

Start mit eigener Marke „Lieber Gesund“

Von da an ging es schnell. Ihre Marke „Lieber Gesund“ kam bei den Rewe-Kunden gut an. So gut, dass die erste Produktionsstätte in Bad Waltersdorf auf knapp 100 Quadratmetern rasch zu klein wurde. Während Klamm damals noch selbst Müsli abfüllte, zählt ihre Bio Müsli GmbH heute bereits 15 Mitarbeiterinnen.

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Zwei Abfüllmaschinen und eine Mischmaschine bilden das Herz der Produktionshalle
Zwei Abfüllmaschinen und eine Mischmaschine bilden das Herz der Produktionshalle © KLZ / Moritz Weinstock

Vor drei Jahren folgte daher die Umsiedlung nach Großwilfersdorf, denn zu Rewe kam auch eine Drogeriekette hinzu. So wurde ihr Sortiment immer größer: Kindermüslis und Porridge ergänzten das biologisch und vegan zertifizierte Angebot. Heute mache der Absatz ihrer eigenen Produkte etwa 30 Prozent aus, die Mehrheit der Müslimischungen stellen Klamm und ihr Team für Lebensmittelketten wie Spar her, die diese unter Eigenmarken verkaufen.

Rebranding, um internationaler zu werden

„Letztes Jahr haben wir Lola herausgebracht“, erklärt die Geschäftsführerin das Rebranding von „Lieber Gesund“. Weil Bio-Müsli „made in Austria“ unverändert einen Nerv treffe, wollte man internationaler werden. Verpackungsdesign und Markenauftritt wurden neu gedacht, ein Name gewählt, der auch auf Englisch gut funktioniert.

Inhaltlich habe sich hingegen wenig geändert: „Wir haben immer noch Müsli und Porridge im Angebot.” Neu seien dafür Chia-Bowls, mit denen man bei der Food-Masterclass in Graz zuletzt den zweiten Platz holte, und Smoothie-Bowls. Denn heutige Generationen würden proteinreiche Lebensmittelprodukte nachfragen, die sich schnell zubereiten lassen – und trotzdem gesund sind.

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Lola ist der neue Name der Müsli-Produkte, mit dem man auch international erfolgreich sein will
Lola ist der neue Name der Müsli-Produkte, mit dem man auch international erfolgreich sein will © KLZ / Moritz Weinstock

Biologisch, vegan – auch für die USA interessant

Was für die Lebensmittelexpertin selbstverständlich ist, „kein Zucker, keine Farbstoffe, Aromen oder E-Nummern“, stoße mittlerweile auch in anderen Märkten auf Interesse. Derzeit verhandle man etwa mit einer großen amerikanischen Warenhauskette über Lieferverträge für die Lola-Produkte.

Zwar müsse man dann die Verpackungsgrößen anpassen, denn der Endkonsument in Übersee sei Kiloeinheiten gewohnt. Dafür stehen laut Klamm völlig neue Dimensionen im Raum: Die „Erstlieferung sind zehn Seefrachtcontainer“, also rund 150 Tonnen Müsli. Ein zweiter Lebensmittelriese strecke bereits die Finger nach den Chia-Bowls aus. Dafür müsste man die Produktionskapazitäten jedoch ausbauen – „Zukunftsmusik“, so Klamm.