25 Jahre 9/11: USA gedenken mit Drohnenshow und Schweigeminuten
Bei Gedenkveranstaltungen am Ground Zero oder beim Pentagon wurde an die fast 3000 Opfer der Anschläge erinnert. Drohnen bildeten die Twin Towers nach.
Mit Schweigeminuten, Glockenschlägen und Lichtinstallationen haben die USA 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der Opfer gedacht. Im Zentrum der Gedenkveranstaltungen standen erneut die Orte, die damals angegriffen wurden: das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington sowie ein Feld im US-Bundesstaat Pennsylvania, auf das ein Flugzeug abgestürzt war. Bei der islamistischen Terrorattacke starben fast 3.000 Menschen.
Am Ground Zero in New York, dem Ort der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers, lasen Angehörige die Namen der Getöteten vor. Sechs Schweigeminuten markierten unter anderem die Einschläge der beiden Flugzeuge und den Einsturz der Türme. Erstmals war anschließend eine siebente Schweigeminute für Menschen vorgesehen, die später an Krankheiten oder Verletzungen infolge der Anschläge starben.
Auch die früheren US-Präsidenten Barack Obama, Joe Biden, Bill Clinton und George W. Bush nahmen an der Gedenkveranstaltung in New York teil.

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania gedachten der Opfer unterdessen bei einer Gedenkveranstaltung am Pentagon.

Drohnen bildeten Twin Towers nach
Am Vorabend des 9/11-Jahrestags war in Manhattan eine Drohnenshow für die Opfer der Terroranschläge zu sehen. Exakt 2977 Drohnen erhellten den Himmel über New York City und bildeten die eingestürzten Twin Towers des World Trade Centers nach. 2977 Menschen waren zu 9/11 ums Leben gekommen (ohne die 19 Attentäter selbst).
Mehr Tote durch Spätfolgen als durch Attentate selbst
25 Jahre nach den Anschlägen wächst die Zahl der Menschen weiter, die an den gesundheitlichen Folgen der Anschläge leiden. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem 11. September gestorben sind, die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen weit übertroffen.
Durch den Einsturz der rund 400 Meter hohen Türme und die anhaltenden Brände entstand in Lower Manhattan ein hochgiftiges Gemisch unter anderem aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen. Zehntausende Einsatzkräfte, Helferinnen, Anrainer und Beschäftigte waren dem Staub und Rauch ausgesetzt. Das staatliche World Trade Center Health Program betreut inzwischen mehr als 150.000 Menschen mit möglichen Folgen dieser Belastung.
Streit um Mamdani
Begleitet wurde das Gedenken in New York von einem politischen Streit um Bürgermeister Zohran Mamdani, der an der Gedenkveranstaltung am Ground Zero teilnahm. Angehörige einiger Opfer hatten zuvor in einer Petition gefordert, dass er fernbleiben solle. Die Initiatoren werfen ihm unter anderem vor, sich nicht deutlich genug von als extremistisch empfundenen Äußerungen distanziert zu haben. Andere kritisierten das als Kampagne und antimuslimischen Rassismus gegen Mamdani, der der erste muslimische Bürgermeister der Stadt ist.

Rutte: NATO steht weiter an Seite der USA
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen veröffentlichte ein Statement zur Erinnerung. NATO-Generalsekretär Mark Rutte schrieb auf X, die Verbündeten der USA stünden weiterhin an ihrer Seite. Bei der Gedenkfeier anwesend war laut Kathpress auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Amerika, Elpidophoros (Lambriniadis). Die kleine orthodoxe Kirche St. Nikolaus wurde beim Terroranschlag auf das World Trade Center beim Einsturz der Zwillingstürme unter den Beton- und Gesteinsmassen begraben. Direkt neben dem 9/11-Denkmal wurde die Kirche in mehrjähriger Bauzeit neu errichtet.
Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kamen fast 3.000 Menschen ums Leben, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers steuerten. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon – den Hauptsitz des Verteidigungsministeriums – bei Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten. Welches Ziel die Entführer mit der vierten Maschine hatten, ist bis heute unklar.




