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Auf den Spuren der friaulischen Wurstspezialitäten

Auf den Spuren von Schinken und Schweinewurst aus Friaul-Julisch Venetien. Von Sauris über San Daniele bis ins Umland von Udine führt diese Route zu fünf Stationen, an denen traditionelle Schinken- und Wurstspezialitäten im Mittelpunkt stehen. Produzenten, Gasthöfe und Frascas geben Einblicke.

Schinkenmanufaktur in Sauris
© Gianpaolo Scognamiglio
Schinkenmanufaktur in Sauris

Es ist ein kulinarisches Abenteuer für den Gaumen, auf das man sich auf dieser Tour einlässt. Die Protagonisten dieses geschmackvollen Roadmovies, das von Sauris bis kurz hinter Udine führt, sind die Spitzenprodukte der traditionellen Schweinefleischerei in Friaul-Julisch Venetien. Eine Fahrt mit fünf Genussstationen.

Erste Etappe: Alpenfrühstück in Sauris

Der Tag beginnt im Herzen jenes Gebiets, in dem der berühmte geräucherte Rohschinken von Sauris g.g.A. hergestellt wird: in Sauris selbst, einem zauberhaften kleinen Dorf inmitten der Karnischen Alpen. Im Rahmen eines Besuchs der Schinkenfabrik Wolf können Sie ein herzhaftes Frühstück mit knusprigem Brot und geräuchertem Schinken genießen. Tipp: Bevor (oder nachdem) Sie das Dorf besichtigen, sollten Sie sich im hauseigenen Laden mit Mitbringseln für daheim eindecken!

Zweite Etappe: Besuch der Schinkenfabrik La Glacere

Nach einer Fahrzeit von rund eineinviertel Stunden (ca. 70 Kilometer) erreichen Sie San Daniele. Genauer gesagt, die dort ansässige Schinkenfabrik La Glacere, wo Sie an einer Führung durch den Betrieb eines der renommiertesten Hersteller des San-Daniele-Schinkens DOP/g.U. teilnehmen können. Hier erfahren Sie alles über den Herstellungsprozess eines der berühmtesten Schinkenprodukte der Welt.

Schinkenproduktion in San Daniele
© Gianpaolo Scognamiglio
Schinkenproduktion in San Daniele

Dritte Etappe: Mittagessen mit Blick auf Ragogna

Sofern Sie in der Schinkenfabrik nicht allzu viel genascht haben, können Sie zum Mittagessen im Ferienhof Casa Rossa ai Colli in Ragogna einkehren. Die Speisekarte versteht sich als Hommage an die lokale Schweinefleischproduktion und umfasst zahlreiche traditionelle Gerichte. Tipp: Probieren Sie Piatto ricco, die große Platte, die eine sorgfältige Auswahl an Wurstwaren enthält, darunter Pitina und den Ragogna-Schinken, der aus den Hinterkeulen des Schweins hergestellt wird. Unbedingt probieren sollte man auch die Tagliolini al San Daniele mit hausgemachten Eiernudeln aus dem Mehl der Mühle Molino Persello und Käse aus der Käserei Brazzacco.

Vierte Etappe: Bauernjause

Weiter geht’s nach Fagagna, zum Landgasthof Casale Cjanor. Seit 1990 empfängt die Familie Missana ihre Gäste in diesem alten Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, um ihnen mitten in der malerischen Landschaft von Fagagna eine Küche zu bieten, in der die Aromen der friaulischen Tradition grüßen lassen. Auch wenn Sie nach den oben erwähnten Köstlichkeiten ein angenehmes Völlegefühl verspüren könnten – für das Kräuterschmalz Pestàt di Fagagna sollte sich im Magen noch ein Plätzchen finden.

Pestàt di Fagagna
© Pietro Rizzato
Pestàt di Fagagna

Fünfte Etappe: Aperitif mit Tajut und Musetto in der Frascje dai Spadons

Schließen Sie Ihren Tag in einer typisch friaulischen Buschenschank, einer sogenannten Frasca, ab und genießen Sie den rituellen Moment des Tajut – ein Brauch, der den Appetit anregt (sofern das nach den vorangegangenen vier kulinarischen Etappen noch möglich ist) und alle an einem Tisch zusammenbringt. Bestellen Sie einen Taj di Neri oder einen Taj di Blanc, also ein Glas Rotwein – meist Merlot – oder Weißwein, fast immer Friulano. Zum Abschluss empfehlen wir Ihnen, den Musetto aus dem Hause Frascje dai Spadons zu probieren, der mit Brovada, einer typischen Beilage aus fermentierten Rüben, serviert wird.

Weitere Informationen zur Schinkentour finden Sie hier: www.turismofvg.it/de/wein-und-essen/friulianische-schinken-und-wurstwarentradition

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