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DNA-Beweis überführt nach Rissen den erlegten „Schadwolf“ von Sölk

Der erlegte Wolf war geschwächt und riss wohl deshalb Schafe statt Wild. Der DNA-Beleg für die Risse am Zirbitzkogel ist ausständig, aber auch hier spricht Vieles für die Freigabe zum Abschuss.

Die Wildkamera hat einen Wolf am Gumpeneck eingefangen
© KK
Die Wildkamera hat einen Wolf am Gumpeneck eingefangen
Bernd Hecke
Chefreporter

Die Überprüfung der DNA des am Gumpeneck erlegten Wolfes erbrachte nun den Beweis: Das im Juli abgeschossene Raubtier war einer von zwei Schadwölfen. Die Tests an der Universität für Bodenkultur in Wien haben nämlich ergeben, dass es sich um zwei Räuber handelt, die für die Schafrisse auf der Alm in der Gemeinde Sölk verantwortlich gewesen sind. Erstmals seit Jahren ist ein Wolf wieder zum Abschuss freigegeben worden.

„Der erlegte Schadwolf hatte einen eitrigen Fangzahn, war also geschwächt und wohl nicht mehr in der Lage Wildtiere zu reißen“, heißt es dazu aus dem Büro der zuständigen Landesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP). Deshalb, so die Einschätzung, sei er in den Schafherden auf der Alm auf Beutezug gegangen. Die Bauern haben nach den Rissen die Herde ja ins Tal und in den Stall abgetrieben, um weiteren Schaden zu verhindern. Seither ist es wohl auch deshalb zu keinen weiteren Rissen gekommen.

Bezirksjägermeister Hans Trinker und sein Hegemeister Thomas Holzinger im Juli beim Lokalaugenschein am „Tatort“ Gumpeneck.
© Klz / Stefan Pajman
Bezirksjägermeister Hans Trinker und sein Hegemeister Thomas Holzinger im Juli beim Lokalaugenschein am „Tatort“ Gumpeneck.

Zirbitzkogel: Warten auf die DNA-Testresultate

Anders als am Zirbitzkogel, wo Anfang August ja – trotz des Schutzes durch einen Weidezaun – 31 gerissene Schafe gemeldet worden sind. Hier sind noch die DNA-Testergebnisse ausständig. Vieles deutet aber darauf hin, dass es sich auch hier um einen Wolf gehandelt haben dürfte. Der unterschiedliche Verwesungszustand der Kadaver lässt auch darauf schließen, dass hier ein oder mehrere Raubtiere den Weidenschutz mehrfach überwunden haben. Noch fehlt der Beleg, angesichts der Indizienlage muss man aber wohl davon ausgehen, dass die Landesregierung auch hier wieder einen „Schadwolf“ zum Abschuss freigeben dürfte.

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