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Sportchef Michael Parensen hält an Trainer Jürgen Säumel fest

Das Grazer Derby gegen den GAK wird für den SK Sturm richtungsweisend. Vorerst wird aber dem Trainer Jürgen Säumel das Vertrauen ausgesprochen.

Sturm-Trainer Jürgen Säumel war nach dem 1:3 gegen die WSG Tirol enttäuscht
© GEPA
Sturm-Trainer Jürgen Säumel war nach dem 1:3 gegen die WSG Tirol enttäuscht
Michael Lorber
Stv. Ressortleiter Sport

Die Sonne schien nicht in Graz-Messendorf, als der SK Sturm sein Training am Donnerstag absolvierte. Der tiefe Nebel passte zur Stimmungslage nach der 1:3-Niederlage gegen die WSG Tirol, der fünften Heimpleite im siebenten Bundesliga-Saisonspiel. Im sogenannten Spielersatztraining nahmen vorwiegend jene Akteure teil, die am Mittwoch wenig bis gar nicht zum Einsatz gekommen waren. Von der zweiten Mannschaft nahmen auch einige Spieler wie Gabriel Haider oder Kristjan Bendra teil. Auch deshalb, weil mit Dimitri Lavalee (Kreuzbandriss) und Emanuel Aiwu, der nach seinem Ausschluss gegen die WSG wegen rohen Spiels für zwei Spiele gesperrt wurde, bereits zwei Abwehrspieler im Grazer Derby am Sonntag (17 Uhr) gegen den GAK ausfallen werden.

Trainer Jürgen Säumel hatte wie gewohnt das Spiel gegen die WSG analysiert und mit der Mannschaft besprochen. Wie sich die Dinge ändern sollen? „Es geht darum, die einfachen Dinge richtig zu machen – Zweikämpfe, Intensität, zweite Bälle, Laufbereitschaft, viele Sprints. Alles andere kommt dann von allein. Dass wir die Qualität in der Mannschaft haben, wissen wir. Aber wir müssen alle in dieselbe Richtung denken und Vollgas geben“, sagt der 41-Jährige, der den mentalen Knacks auch über Einzelgespräche lösen will, aber betont, dass er diese „auch in guten Phasen“ führe. Einer Änderung der Spielidee erteilt Säumel aber eine Absage: „Wir wollen weiter aktiv bleiben, weiter nach vorne spielen. Das ist unser Anspruch und unsere DNA. So wollen wir auftreten, auch wenn uns das derzeit leider nicht gelingt. Aber wir brauchen Teamgeist und Entschlossenheit.“

Der Kommentar

Nach der Partie gegen die WSG gab es für die Mannschaft eine Ansprache des Fanblocks in der Nordkurve. „Sie haben uns klargemacht, wie wichtig das Derby am Sonntag ist – für die Fans, die Stadt, den Verein, das Trainerteam und die Mannschaft. Sie haben uns eingeschworen wie vor dem letzten Derby. Wir müssen jetzt einfach nach vorne schauen“, erklärt Säumel und unterstreicht die Wichtigkeit dieses Grazer Lokalduells. „Es braucht keine Extramotivation. Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Es ist zwar jedes Derby wichtig, aber am Sonntag muss es in unserer Situation der Anspruch sein, unbedingt zu gewinnen.“

„Ich weiß, was meine Spieler können“

Die Favoritenrolle will der Neumarkter dem GAK trotz des aktuellen Aufwinds nicht zuschieben. „Ich weiß, was meine Spieler können und was in jedem drinsteckt. Wir müssen es aber abrufen und am Sonntag zeigen, nicht etwas Großes ankündigen“, sagt Säumel, der zuletzt Otar Kiteishvili wegen einer Fußverletzung zwei Mal in Folge nicht in die Startelf stellen konnte. „Wir müssen von Tag zu Tag beobachten, wie sich die Situation bessert.“

Wie schon in den letzten Wochen angekündigt bewahrt Sport-Geschäftsführer Michael Parensen auch weiterhin die Ruhe und will sich von Rufen, die eine Ablöse von Säumel fordern, nicht beirren lassen. Der Deutsche unterstreicht aber, dass jedem klar ist, dass dem Derby am Sonntag eine besondere Bedeutung zukommt.

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