Der einstige Funke, der so oft den Unterschied ausgemacht hat, ist nicht mehr zu spüren
Der SK Sturm unterlag der WSG Tirol 1:3. Am Sonntag folgt das Grazer Derby.
Einen fünf Jahre andauernden Erfolgslauf hat der SK Sturm zuletzt erlebt. Dieser gipfelte in einer nie für möglich gehaltenen Ablöse von Serienmeister Salzburg. Insgesamt durften sich die Grazer über zwei Cuptitel und zwei Meisterschaftstriumphe freuen.
Das Erfolgsrezept war zu keiner Zeit auf die besten Spieler, das meiste Geld oder glückliche Schiedsrichter-Entscheidungen zurückzuführen. Es war eine Symbiose, in der der gesamte Klub (Präsident, sportliche Führung, Trainer, Spieler) und die Fans eine Einheit bildeten, die Unmögliches möglich machte. Das sorgte für Rekorde am laufenden Band (Mitglieder, Abos, Umsatz, etc.).
Dass es nicht ewig so weitergehen kann, müsste jedem klar gewesen sein. Obwohl Sturm Tabellenzweiter ist, glich der heutige Abend einem nahenden Abstieg. Nur 10.021 Zuseher kamen in die Merkur-Arena. Der Großteil freute sich am meisten über die nahende Einwechslung von Otar Kiteishvili. Viele verließen enttäuscht vorzeitig das Stadion. Der einstige Funke, der so oft den Unterschied ausgemacht hat, ist nicht mehr zu spüren.
Am Sonntag folgt das Grazer Derby. Da braucht es viele Funken. Sonst funkt es gewaltig.