„Das ist eher eine persönliche Ego-Story, als dass es mich im Leben voranbringt“
Olympiasieger und Fünffach-Weltmeister Benjamin Karl wird im Gesamtweltcup von einem Italo-Trio gejagt. „Es ist besser als jede Meditation, es bereinigt vieles.“

Er hat 500 Radlkilometer in den Beinen, eine mehrtägige Erkältung hinter sich, aber jetzt ist Olympiasieger Benjamin Karl nach der dreiwöchigen Weltcuppause wieder startklar. „Es war kein Wunder, dass mein Körper nach dem Mammutprogramm rebelliert hat. Ich habe fast drauf gewartet, dass es mich erwischt, nur da ich eh immer überfit fit bin, ist der kleine Formabbau nicht so tragisch gewesen.“
Den Kopf frei bekam der Erfolgsboarder auf seinem Rad – meistens ist er allein unterwegs. „Für mich ist es besser als jede Meditation, es bereinigt vieles.“ Gedankenspiele bleiben dabei nicht aus. „Als zweifacher Familienvater und Snowboardprofi denkt man natürlich über vieles nach, aber das ist das Leben.“
„Ich will es in Polen zum Abschluss bringen“
Im Leben definiert er Ziele und eines hat der 38-Jährige im Vorfeld der Saison angekündigt: „Ich will nach zwölf Jahren wieder diese große Kugel!“ Und „Karl der Große“ ist drauf und dran dieses Unterfangen in die Tat umzusetzen – drei Italiener sitzen ihm dabei im Nacken. „Es ist alles andere als easy, gegen die Weltbesten anzutreten und dabei zu brillieren. Aber mit der Situation umzugehen, konstanter als ich und mehr Erfahrung als ich, hat niemand“, weiß Karl, dem das kleine Kristall (RTL) niemand mehr nehmen kann, um seine Stärken.
Der Schauplatz in Polen scheint ihm zu behagen. „Es ist ein cooler Hang, gar nicht so flach, wie viele gemeint haben. Ich freu mich. Ich will es in Polen zum Abschluss bringen.“ Was sich der Fünffach-Weltmeister vornimmt, möchte er auch erreichen. „Das ist eher eine persönliche Ego-Story, als dass es mich im Leben voranbringt.“




