Dieser nicht nachhaltige Verbrauch beschleunigt den Klimawandel, verschärft die Ressourcenknappheit und bringt somit ernsthafte Risiken für diejenigen mit sich, die auf diese Zukunft nicht vorbereitet sind, hieß es auf der Onlinepräsenz von Global Footprint Network. Mathis Wackernagel, Vorstandsmitglied und Mitbegründer der NGO, erklärte dazu, dass der überschüssige Verbrauch "aufgrund der Naturgesetze der Physik" nicht von Dauer sein könne: "Er wird entweder durch bewusste Planung oder durch eine auf uns hereinbrechende Katastrophe enden."

Derzeit verbrauche die Menschheit die natürlichen Ressourcen um 73 Prozent rascher, als sich die Ökosysteme der Erde regenerieren können, was wiederum bedeutet, dass dieser Verbrauch jenem von 1,73 Erden entspricht. Dies sei der höchste globale Überschuss in der Geschichte der Menschheit, so die NGO: Ein solches Maß an Übernutzung gefährde die langfristige Ressourcensicherheit. Die Folgen zeigen sich demnach in Entwaldung, Bodenerosion, Verlust der biologischen Vielfalt und der Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre, was zu häufigeren extremen Wetterereignissen und einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion beiträgt.

Den Umgang mit der Ressource Wasser in Österreich rückte indes SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr am heutigen Weltumwelttag ins Zentrum: "Österreich braucht endlich konsequente Maßnahmen zum langfristigen Schutz unseres Trinkwassers", wurde Herr in einer Aussendung zitiert. Sie verwies zudem auf "ihren jüngsten Vorstoß für die rasche Umsetzung von Wasser-Maßnahmen", die sich auch im Regierungsprogramm wiederfinden. Genannt wurde unter anderem das Wasserentnahmeregister für Großverbraucher wie Landwirtschaft und Industrie.

Die Bundesjugendvertretung (BJV) rief hingegen die Regierung dazu auf, endlich eine Neuauflage des Klimaschutzgesetzes auf den Weg zu bringen. "Vor rund einem Jahr wurde ein Klimaschutzgesetz-Entwurf öffentlich, der klar an den Versprechen des Regierungsprogramms vorbeigeht. Seither gibt es keine erkennbaren Fortschritte", kritisierte die BJV-Vorsitzende Lejla Visnjic.

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