Der Kriminalfall um einen – mittlerweile entlassenen – Bankberater aus Villach beschäftigt derzeit die Justiz. Wie berichtet steht der 53-Jährige im Verdacht, Kunden, die bei ihm Geld in Wertpapieren angelegt haben, betrogen zu haben. Die Behörden ermitteln gegen den Villacher wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

In einem Zivilverfahren gibt es nun laut einem Bericht des Standard ein erstes Urteil: Ein Richter am Landesgericht Klagenfurt hat kürzlich entschieden, dass die Bank einer Kundin 1,121 Millionen Euro zahlen muss, sie und zwei Angehörige hatten auf Schadenersatz geklagt.

Nur mehr 22 Euro übrig

Die Geschäftsfrau war seit mehr als 50 Jahren Kundin des Villacher Instituts und parkte 1,1 Millionen Euro auf mehreren Sparbüchern, bis ihr der Betreuer die Veranlagung in Wertpapieren empfahl und dafür Verrechnungskonten einrichtete. Die Unterlagen zur Vermögensentwicklung wurden in der Bank hinterlegt. Als sie aus den Medien erfuhr, dass ein Bankbetreuer der Volksbank Villach Kundenkonten leer geräumt habe, erfährt die Frau, wie viel von ihrem Vermögen noch da ist: „exakt 22 Euro und 24 Cent“, so der Standard.

Das Urteil des Landesgerichts ist nicht rechtskräftig, die Volksbank kann noch Rechtsmittel ergreifen.