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TUI "Ermutigend": Sommer-Reisebuchungen 60 Prozent unter Vorkrisenniveau

Weltweit größter Reiseanbieter kürzte für den Sommer geplante Kapazität ab Juli auf 75 von 80 Prozent.

Urlaub am Strand
"Die Nachfrage der Kunden ist da, die Menschen wollen reisen" © APA/dpa/Julian Stratenschulte
 

Beim Reisekonzern TUI ziehen die Buchungen für Sommerreisen allmählich an. Die Buchungszahlen lägen unverändert auf einem "ermutigenden" Niveau von 2,8 Millionen Gästen, teilte TUI am Donnerstag vor der Hauptversammlung mit. Das seien allerdings 60 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Der weltweit größte Reiseanbieter stutzte deshalb die für den Sommer geplante Kapazität ab Juli auf 75 von 80 Prozent.

Zugleich betonte TUI, hier flexibel anpassen zu können, falls die Nachfrage durch Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung stärker steigt. Covid-Impfungen und -Tests gäben Grund zu Optimismus. "Es zeigt sich auf allen Vertriebskanälen das zunehmende Interesse an Urlauben in der Sommersaison. Die Nachfrage der Kunden ist da, die Menschen wollen reisen", erklärte der hart von der Corona-Krise getroffene Konzern.

TUI appelliert an Gäste, sich an die Regeln zu halten

Zum hochumstrittenen Osterreisegeschäft nach Mallorca oder Portugal betonte der größte deutsche Reiseveranstalter, das Sicherheits- und Hygienekonzept am Urlaubsort habe das gleiche hohe Niveau wie zu Hause. TUI appellierte an die Gäste, sich an die Regeln zu halten. Um die kleine deutsche Reisewelle zu Ostern ist ein heftiger Streit entbrannt. Zig Tausende hatten kurzfristig gebucht, nachdem die Reisewarnung für Mallorca und die Algarveküste in Portugal wegen niedriger Infektionszahlen aufgehoben worden war. Der Inlandstourismus ist dagegen so gut wie geschlossen.

Die deutsche Regierung beschloss deshalb eine Testpflicht für die Reiserückkehrer vor dem Abflug nach Hause. Doch jetzt ist in der Diskussion, ob es ein Reiseverbot oder eine Quarantänepflicht für alle Reisen, unabhängig von den Covid-Fallzahlen geben soll.

Der mit Staatshilfe vor einer Pleite bewahrte Konzern verfügte zuletzt über eine Liquidität von 1,6 Milliarden Euro.

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