Wechsel an EZB-Spitze Analyse: Die zwiespältige Bilanz des Onkels Draghobert

Mit einem einzigen Satz hat er in größter Not mehr zur Stabilisierung der Eurozone beigetragen als Hunderte politische Krisengipfel. Die Ära des scheidenden EZB-Chefs Mario Draghi wird dennoch umstritten bleiben.

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© (c) AP (Michael Probst)
 

Von „Super Mario“ bis hin zu „Onkel Draghobert“ reichten die Wortschöpfungen in der Anfangszeit seiner Ära: Als der Italiener Mario Draghi am 1. November 2011 sein Amt als neuer Präsident der Europäischen Zentralbank angetreten hatte, war bereits klar: Ihm steht eine Herkulesaufgabe bevor. Die Inflation in der Eurozone war damals mit bis zu drei Prozent sehr hoch, die Konjunkturaussichten waren trüb und die europäische Schuldenkrise ungelöst. Ein Dilemma: Der Leitzinssatz für die Eurozone lag damals bei 1,5 Prozent, eine Senkung schien ob der wirtschaftlichen Eintrübung in Kombination mit der Schuldenkrise notwendig, doch die hohen Teuerungsraten sprachen vorerst dagegen. Eigentlich.

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