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Neue BusinesspläneSchicksalstage für AUA und Laudamotion

Die AUA verlängert die Einstellung des Flugbetriebes um eine Woche bis 7. Juni. Bis 18. Mai soll sie einen Fortführungs-Plan vorlegen. Am selben Tag läuft bei Laudamotion ein Ultimatum ab. Finanzminister Blümel hat für morgen einen Runden Tisch einberufen.

Am Boden: Flieger der Lufthansa-Tochter AUA und der Ryanair-Tochter Laudamotion © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Im Mai dürfte sich entscheiden, wie es für die beiden größten heimischen Fluglinien, Austrian Airlines (AUA) und Laudamotion, weitergeht. Davon hängen auch der Flughafen Wien-Schwechat und dessen bisherige Ausbaupläne ab. Bei der AUA tagt am 20. Mai der Aufsichtsrat. Am selben Tag läuft bei Laudamotion ein Ultimatum ab: Der Mutterkonzern Ryanair droht mit der Schließung der Basis Wien.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat für morgen, Freitag, zu einem Runden Tisch zum Thema Standort Luftfahrt in Österreich geladen. Mit dabei sind seine Ministerkollegin Leonore Gewessler (Grüne), Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) und Vertreter der Landesregierungen von Wien und Niederösterreich, große Anteilseigner des Flughafens Wien. Außerdem werden sich im Finanzministerium die Spitzen von Gewerkschaften, das Management von Flughafen Wien und AUA sowie Vertreter der Staatsholding ÖBAG und der Finanzierungsgesellschaft COFAG versammeln. Unabhängig von dem morgigen Treffen gebe es laufend Gespräche mit der AUA-Mutter Lufthansa.

Flugbetrieb bis Juni eingestellt

Die Betriebspause der AUA wird bis 7. Juni verlängert. Der AUA-Vorstand soll am 18. Mai einen Plan für die Fortführung vorlegen, der auch die Wirtschaftsprüfer überzeugt und das nötige Testat bringt. Die Lufthansa-Tochter verhandelt derzeit mit Regierung über Staatshilfen von 767 Millionen Euro. Von Belegschaft und Lieferanten werden Kostenschnitte verlangt. Klarheit darüber könnte es am Montag, oder womöglich schon früher, geben.

Allerdings muss vorher klar sein, ob und unter welchen Bedingungen der AUA-Mutterkonzern Lufthansa in Deutschland gerettet wird.

Die Laudamotion-Mutter, Europas größter Billigflieger Ryanair, kritisiert staatliche Rettungsgelder für Airlines. Gegen die Beihilfen für Air France und SAS hat Ryanair bereits vor dem Europäischen Gerichtshof Einspruch eingelegt. In Österreich droht Ryanair-Chef Michael O'Leary ebenso mit Klage.

Gehaltsverzicht gefordert

Ryanair droht auch den Laudamotion-Mitarbeitern in Wien. Wenn die rund 560 Piloten und Flugbegleiter nicht vor dem Feiertag nächste Woche auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, werde die Airbus-Basis in Wien mit Ende Mai geschlossen. "Die Strecken von Lauda werden dann mit Wetlease-Flugzeugen von Buzz, Malta Air und Ryanair bedient und die Airbusse auf andere Bases verlegt", sagte Lauda-Chef David O'Brien vor zwei Wochen. Die Start- und Landerechte wurden bereits an Ryanair übertragen.

Ob die Airline-Staatshilfen verpuffen oder der AUA und anderen europäischen Fluggesellschaften das Überleben sichern, hängt auch davon ab, ob eine zweite Ansteckungswelle verhindert werden kann und ob es 2021 einen wirksamen Impfstoff gibt. Die Businesspläne der AUA-Führung sind jedenfalls darauf ausgerichtet, dass der Neustart noch heuer, idealerweise im Sommer, erfolgt und dann in den nächsten Jahren langsam, aber stetig Normalität am Himmel über Europa einkehrt.

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jaenner61
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was heißt die beiden größten heimischen fluglinien?

was ist da noch heimisch? doch wohl nur die zuschüsse uns subventionen aus heimischen steuergeld. wie heisst es so schön, der markt regelt sich ohnehin von selbst. wenn es ein lukratives geschäft ist, findet sich ohnehin ein unternehmen, das diesen markt bespielt. falls nicht, war es verbranntes steuergeld!

georgXV
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Finger weg !!!

von unseren Steuergeldern zur Förderung / Subventionierung von börsennotierten Firmen / Gessllschaften !

dieRealität2019
0
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die Beantwortung um Finanzierungshilfen

sind für mich aus Sicht der Tafelrunde nicht tatsächlich wertfrei zu beantworten wenn ich lese "...und Vertreter der Landesregierungen von Wien und Niederösterreich, große Anteilseigner des Flughafens Wien..."
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Was haben die Länder N.Ö. und Wien in dieser Gesellschaft verloren? kaum haben wir anscheinend augenscheinlich die AUA Milliarden Verluste in zweistelliger Höhe durch den Verkauf weggebracht, schon sollen wir wieder in der Höhe von 800Millionen bei Verbindlichkeiten der LH/AUA beteilgt werden.
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Wann wird die österreichische Politik beginnen Klartext zu sprechen und die für unser Land erfoderlichen sachlichen Entscheidungen zu treffen?
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Sehen die Entscheidungträger einerseits nicht die versuchte Erpressung? oder versucht man tatsächlich Wien als Drehscheibe Europas hinzustellen? das sie gestern nicht heute und wird auch nicht morgen sein.
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Wetten dasssss wenn ich die letzten Jahren ansehe sind ALLE ABSPRACHEN/ZUSAGEN in einigen Jahrenhinfällig. Die gleiche Situation voherrschen wird, nur in anderen Farben und Formen.

Robinhood
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Patrioten und Idioten

Ich hoffe sehr, dass wir österreichischen Patrioten nicht zu Idioten werden und die schon zuvor nicht wettbewerbsfähige Airline mit Steuergeld fördern, was ja sowieso angefochten werden wird. Als internationaler Vielflieger aus Österreich brauch ich keine AUA. Und dem Flughafen und der Umwelt tut die Beibehaltung der jetzigen Größe des Flughafens auch gut. Da erspart man sich auch die dritte Landepiste.

woelffchen
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nur fördern wenn AUA wieder österreichisch wird

Nachdem wir der Lufthansa schon viele Millionen gespendet haben, als sie die AUA gekauft hat, würde ich mal sagen, dass die Lufthansa die AUA wieder an Österreich zurückgibt und dann könnten wir die AUA mit weiteren Millionen, aber in österreichischem Eigentum, retten.

dieRealität2019
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sie kennen nicht die Geschichte der AUA seit ihrer Gründung

und ihre finanziell kastastrophale und überbordende finanzielle Personalpolitik in ihrer gesamten Entwicklung? noch heute nachzuschlagen. Das Beste was uns passieren konnte. war der Verkauf der AUA.
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Dieses Land benötigt keine größenwahnsinnige Entscheidungen zu einer eigenen Fluglinie.
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Hier wird die derzeitige Corona Virus Entwicklung übersehen und die katastrophale europäische wirtschaftliche und finanzielle wie auch der Arbeitsmarkt nicht beachtet.