UN-Agentur alarmiertWeltmarktpreise für Lebensmittel stiegen 2021 um 28 Prozent

Ernteeinbußen, teure Düngemittel und hohe Nachfrage sorgten für höchsten Stand seit 2011. Höhere Preise treffen vor allem ärmere Bevölkerung in auf Einfuhren angewiesenen Ländern.

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Ernteeinbußen, teure Düngemittel und hohe Nachfrage heizen die Preise für Lebensmittel an
Ernteeinbußen, teure Düngemittel und hohe Nachfrage heizen die Preise für Lebensmittel an © NuernbergMesse/KK
 

Die Weltmarktpreise für Lebensmittel sind nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr um 28 Prozent gestiegen. Der Preisindex, der die global am meisten gehandelten Nahrungsmittel abbildet, erreichte mit im Schnitt 125,7 Punkten den höchsten Stand seit 2011, wie die zur UN gehörende Welternährungsorganisation FAO am Donnerstag mitteilte. Gründe dafür seien Ernteeinbußen, teure Düngemittel und eine insgesamt hohe Nachfrage.

"Die hohen Betriebskosten, die anhaltende globale Pandemie und die immer unsicherer werdenden klimatischen Bedingungen lassen wenig Raum für Optimismus, dass die Marktbedingungen selbst im Jahr 2022 wieder stabiler werden", sagte FAO-Chefökonom Abdolreza Abbassian. Die höheren Preise treffen vor allem die ärmere Bevölkerung in Ländern, die auf Einfuhren angewiesen sind.

Preisdruck ließ etwas nach

Im Dezember hat der Preisdruck etwas nachgelassen. Ein Grund dafür sei die geringere Nachfrage. Auch die Weizenernten in der südlichen Hemisphäre trugen zur leichten Entspannung bei. Zu Beginn des Jahres 2022 schwankten die Preise für Getreide an den Handelsbörsen. Die Märkte für Ölsaaten etwa wurden durch eine Dürre in Südamerika und Überschwemmungen in Malaysia aufgeschreckt. Die Milchpreise blieben zuletzt hoch, was die FAO auf eine geringere Produktion in Westeuropa und Ozeanien zurückführt

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