AllzeithochPlus 83,7 Prozent: Großhandelspreise für Strom auf neuem Rekordniveau

Anstieg gegenüber dem Vormonat um 8,9 Prozent. Österreichischer Strompreisindex soll laut Prognose der Energieagentur bis Februar weiter steigen, erst danach wird eine Entspannung erwartet.

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Großhandelspreise für Strom haben ein neues Rekordniveau erreicht
Großhandelspreise für Strom haben ein neues Rekordniveau erreicht © APA/EXPA/JFK
 

Die Großhandelspreise für Strom haben ein neues Rekordniveau erreicht: Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Österreichische Strompreisindex für Dezember ist gegenüber dem Vormonat um 8,9 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Preisanstieg 83,7 Prozent.

Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der Index im Dezember 148,67 Punkte. Der Grundlastpreis (156,59 Indexpunkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 8,1 Prozent. Im Jahresvergleich steigt er um 85,0 Prozent. Der Spitzenlastpreis (131,81 Indexpunkte) ist um 11,0 Prozent höher als vor einem Monat und im Jahresvergleich um 80,5 Prozent.

Neues Allzeithoch

"Aktuell liegt der ÖSPI auf einem Allzeithoch", sagte der wissenschaftliche Leiter der Österreichischen Energieagentur, Herbert Lechner. "Wir erwarten allerdings einen weiteren Anstieg bis Februar 2022, erst danach könnte es zu einer leichten Entspannung kommen. Die Preise bleiben jedoch auch dann auf einem relativ hohen Niveau", so Lechner laut Mitteilung.

Der ÖSPI berücksichtigt nur den Preis für den Strom selbst, aber keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten zu knapp 40 Prozent auf die Energiekomponente und zu 60 Prozent auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf.

Kommentare (2)
ossigrazborn
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Abenteuerliche Verteuerung beim Ökostrom

Für den 100% Ökostrom aus der Steiermark, den mir die Energie-Steiermark verkauft verlangt sie nun ab 1. 1. 2022 den 4-fachen Preis!
Diese Preisgestaltung lässt sich kaum nachvollziehen - oder ist das Wasser, das durch die Turbinen fließt oder der Wind, der die Windkraftwerke treibt plötzlich um's 4-fache teurer geworden?
Sicher nicht.
Man "Orientiert sich bei der Preisgestaltung am Großhandelpreis an der Strombörse in Leipzig, denn von dort müssen wir zukaufen".
Bitte, was hat der mir angebotene und in der Stmk. erzeugte 100% Ökostrom, wo bei Wasser und Wind keine Verteuerung stattgefunden hat, mit der Strombörse in Leipzig zu tun? Nichts; es ist nur eine willkommene Gelegenheit auf den Zug der Energieverteuerung aufzuspringen und die Steirer so ordentlich abzucashen!

Stratusin
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Wenn s wirklich Öko sein soll,

kann ich die private AAE empfehlen. Waren nie die billigsten aber jetzt schon. Da sie nur eigenen Strom verkaufen, den sie in Österreich produzieren. Sind bei mir zwar auch 2 Cent teurer geworden, aber sie zahlen jetzt auch mehr fürs einspeisen.