Laut BerichtÖsterreichs Ölkonzern OMV soll aufgespalten werden

Wie der "Kurier" berichtet, soll der Konzern in zwei Unternehmen aufgespalten werden. Man arbeite an einer "neuen Strategie", die im ersten Quartal 2022 präsentiert werden soll.

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© APA/Hans Punz
 

Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV soll einem Zeitungsbericht zufolge in zwei Unternehmen aufgespaltet werden. Der Bereich Exploration und Produktion, also die Suche und Förderung von Öl und Gas, soll aus der OMV herausgelöst werden und in eine eigene Gesellschaft eingebracht werden, an der sich Investoren mehrheitlich beteiligen sollen, berichtet die Tageszeitung "Kurier" ohne Angabe einer Quelle am Samstag.

Das Raffineriegeschäft und die neue Sparte Chemie sollen hingegen in der börsennotierten OMV bleiben. Die neue Energie-Gesellschaft wird dem Bericht zufolge nicht an der Börse notieren. Die für die Öl- und Gasförderung notwendigen laufenden, hohen Investitionen sollen künftig nicht mehr von der OMV kommen, sondern von den neuen Eigentümern. Ob die teilstaatliche OMV und/oder die Staatsholding ÖBAG Minderheitsanteile halten werden sei noch offen, heißt es in dem Bericht.

"Neue Strategie" für größten Wandel in Unternehmensgeschichte

Die OMV wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters nicht dazu äußern. "Wir arbeiten gegenwärtig an der neuen Strategie und werden diese im ersten Quartal 2022 präsentieren", sagte ein Unternehmenssprecher. Die OMV steht so wie die größeren Ölkonzerne Shell oder BP angesichts der Energiewende stark unter Druck. Während die Ölmultis einen Radikalumbau in Richtung Wind, Solar und Wasserstoff vorantreiben, setzt die OMV auf Chemie und Kreislaufwirtschaft. OMV-Chef Alfred Stern kündigte bereits an, dass der Konzern vor dem größten Wandel in der Unternehmensgeschichte steht.

Der mit dem milliardenschweren Kauf des Petrochemiekonzerns Borealis eingeschlagene Weg in Richtung Chemie soll fortgesetzt werden. Weitere Details wurden bisher nicht genannt. Geplant ist, dass der Aufsichtsrat die neue Strategie vor Jahresende absegnen und sie im ersten Quartal der Öffentlichkeit präsentiert wird. An OMV ist zu 31,5 Prozent Staat beteiligt. Zweiter Großaktionär mit 24,9 Prozent ist der österreichische Mubadala Petroleum, der Staatsfonds aus Abu Dhabi.

Dem "Kurier" zufolge könnte die OMV sechs bis acht Milliarden Euro an frischem Kapital für die neue Gesellschaft lukrieren. Dieses Geld soll in die Petrochemie investiert werden, die dann schneller expandieren könnte als aus eigner Kraft. In fünf bis sechs Jahren sollen beide Unternehmen so groß sein wie die OMV heute.

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umo10
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Das Ölgeschäft muss privatisiert werden!!!

Das fossile Zeitalter ist vorbei. Kein Treibstoff verbrennen mehr auf Kosten des Steuerzahlers! Der Staat hat jetzt andere Prioritäten. Dem Steuerzahler bei der Umstellung auf erneuerbare Energie helfen

em1962
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Aufgespaltet

Ihr lernt es nie

redbull
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Irrtum

Lt. Duden ist beides möglich: aufgespaltet und aufgespalten