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Science Tower

Grazer "Smart City": Baustart für 60-Meter-Turm

Vom "innovativsten Gebäude Österreichs" sprechen die Bauherren, ein bauliches Ausrufezeichen wird der Grazer Science Tower wohl jedenfalls werden. Sein Spatenstich markiert auch den Neustart eines Stadtviertels.

So soll der Science Tower am Ende aussehen
So soll der Science Tower am Ende aussehen © Markus Pernthaler Architektur ZT GmbH
 

Der Bau der "Smart City" im Grazer Westen hat offiziell mit dem Spatenstich zum 60 Meter hohen Science Tower, dem Herzstück des Areals, begonnen. In dem Gebäude, das federführend mit Technologie des steirischen Fassadenspezialisten "SFL technologies" ausgestatte wird, sollen mit "wegweisenden Konzepten und neuen Energietechnologien" rund 200 Forschungsarbeitsplätze entstehen.

Der Science Tower soll weltweit das erste Gebäude sein, das in der Fassade transparente Energiegläser eingesetzt bekommt, die Strom liefern - sogenannte Grätzel-Zellen. Diese Energiegläser werden derzeit auf der Expo in Mailand einem weltweiten Publikum präsentiert. Innovativ sei aber auch die Stromspeicherung im neuen Grazer Turm und eine intelligente Lüftung.

Spatenstich: Nagl, Höllwart (SFL), Schützenhöfer, Buchmann
Spatenstich: Nagl, Höllwart (SFL), Schützenhöfer, Buchmann Foto © Fotostudio Jokesch
Die Neuheiten stammen von SFL: "Der Science Tower ist der Leuchtturm für unser Unternehmen und für künftiges, städtisches Bauen", meinte Bauherr und SFL-Eigentümer Hans Höllwart. Die Brutto-Geschoßfläche beträgt rund 4600 Quadratmeter bei einem großteils privaten Investitionsvolumen von etwa 16 Millionen Euro. Die Fertigstellung soll Mitte 2016 erfolgen.

Die westlich und nördlich des Grazer Hauptbahnhofes bzw. der Helmut-List-Halle gelegene Industriebrache soll unter Federführung der Stadt gemeinsam mit Konsortialpartnern zum nachhaltigen und energieeffizienten Stadtteil entwickelt werden. Erster Schritt ist der Science Tower, in dem die neuen grünen Technologien erforscht und alltagstauglich erprobt werden sollen. Weiters sollen auf rund 130.000 Quadratmeter Wohnbauten für rund 1500 bis 2000 Menschen sowie Infrastrukturbauten - Gewerbe, Einkauf, Bildung, Kultur und Freizeit - entstehen.

Kommentare (23)

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Ifrogmi
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das g'fallt ma...

da werden millionen locker gemacht.
grosse klappe reissen's mit "naherholungsgebiet plabutsch - buchkogel".
und?
rudolfswarte : gesperrt.
fürstendstand: gesperrt.
kernstockwarte: zugang gesperrt.
lieber das geld für ein paar elitäre verprassen als vielen wählern etwas im sinne schöner, gesunder freizeitgetsaltung zukommen zu lassen.
war z.b. der herr bürgermeister irgendwann in seinem leben überhaupt schon einmal auf einer der genannten warten?
oder muss uns allen jetzt auch das kastner-dach und der neue turm reichen?

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ls36f8101wdumnz5u8v9chn8tk2kynmz
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Ein 60 Meter Turm - poa - wieder so ein Bauwerk -

bei dem man glaubt - dem Bauherrn ist bei der Hälfte das Geld ausgegangen. Für echte Hochbauten fehlt Graz einfach der Mut. Provinz bleibt Provinz - und wenn es nur in den Köpfen so ist.

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iwasasbessa
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Neuheit

Eine Neuheit, die auch der Grazer Gemeinderat, mit Super Sigi an der Spitze, ignoriert hat, ist , dass durch die Smart City die Frischluftschneise vom Norden Richtung Plabutsch blockiert wird. Der Grazer Westen wird dann noch mehr im Feinstaub ersticken.

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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Wenn 3 Politiker sich mit einem Firmenchef fotografieren lassen

dann fließen öffentliche Gelder.

Was hat der Bau eigentlich mit Schützenhöfer zu tun?

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stadtkater
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In der Steirerkrone stehts!

4,2 Mio Euro Förderungen vom öffentlichen Klima- und Energiefonds bei Gesamtinvestitionen von 16 Mio. Diese Fonds sind vom Land Steiermark und dieses wird vom Vize-LH und vom Wirtschafts-LR repräsentiert. Die Holding Graz, vertreten durch den Aufsichtsratschef Nagl, baut eine Straßenbahn. Zusätzlich fließen noch EU-Mittel in nicht genannter Höhe. Die erhofften Gewinne erzielt eine Privatfirma - für diese scheint sich das Ganze unter diesen Förderbedingungen zu rentieren!

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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Bitte den Turm zwecks Weltkulturerbe und Tourismus

neben dem KAstner stellen.

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Ichweissetwas
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Ja und, was soll er bringen, hoffentlich Arbeitsplätze!!

Und der Auftakt einer Smart-City, die viele offene Fragen aufwirft betreffend der Ausländerpolitik!

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Efried
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leider wenig hinterfragt

1. gibt es in der Wagner Biro Str. bereits einen Stadtteil, es wird eigentlich zusätzlich ehemaliges Industriegelände bebaut.
2. wird wohl die Förderung verschwiegen
3. denke ich dass Grätzel schon wieder was anderes macht
http://www.heise.de/tr/artikel/Ein-neues-Wundermaterial-fuer-die-Photovoltaik-1932826.html
4. Halte ich die thermische Sanierung der bestehenden Gebäude für wichtiger als die paar PV-Werbeflächen
5. schiessen die Gewerbeflächen westlich des Bahnhofs so in die Höhe, dass eine Blase zu befürchten ist, wie schon in Wien erlebt.

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checker43
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"Der Science Tower soll weltweit das erste Gebäude sein, das in der Fassade transparente Energiegläser eingesetzt bekommt"

Etwas zu spät. Das Kongresszentrum der ETH Lausanne hat schon welche.

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StockBoss
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Re: "Der Science Tower soll weltweit das erste Gebäude sein, das in der Fassade transparente Energiegläser eingesetzt bekommt"

Das glaube ich nicht, dass das zu vergleichen ist, da die Grätzel Zellen erst im Prototypenstadium sind und erstmals dieser Tage auf der EXPO in Mailand großflächig eingesetzt werden. SFL ist immerhin jenes Unternehmen, dass nicht nur Kunsthaus und Murinsel gebaut haben sondern auch die Fassade des neuen World Trade Centers in New York. Das ist Champions League...

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Ursus100
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Ich war kürzlich im Convention Center der EPFL, ja die haben die erste Grätzel Installation, allerdings nicht in der Fassade sondern vereinzelte rund 30 cm dünne Streifen, die vor der Fassade montiert sind. Im Science Tower in Graz wird die SFL das Energieglas des Tochterunternehmens „g2e“ mit Sitz in der Schweiz erstmals wirklich fassadenintegriert, mit erstmals großflächigen Modulen (so wie übliche Büroturm-Verglasungen), erstmals ein ganzes Gebäude bis Juni 2016 ummanteln. Die Module sind derzeit am Österreich-Pavillon auf der Expo in Mailand installiert.

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checker43
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Geschätzte 500 Quadratmeter sind es in Lausanne. "Vereinzelte Streifen" kommt der Realität nicht ganz entgegen.

Nachdem Sie sich gut auskennen: Erfüllen die Module die Auflagen an übliche Fenstergläser hinsichtlich Wärmedämmung und Bruchsicherheit?

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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@StockBoss: Championsleague in den Betriebskosten

und in der geringen Nutzbarkeit.

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checker43
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"Transparent, colored solar panels, fruits of the Graetzel cell technology, are currently being installed on the west façade of EPFL’s future SwissTech Convention Center, scheduled to open its doors in April 2014."

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StockBoss
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Re:

Klingt als hättest du recht. Ist das wirklich die ganze Fassade oder nur kleine Teile?

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checker43
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Die gesamte Westfassade.

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checker43
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Auch am Genfer Flughafen seit 2013 im Einsatz. Es gibt schon mehrere Firmen weltweit, die sich damit seit beschäftigen, wie eben g2e (glass2energy) etwa. Dyesol, Solaronix, Solarprint, G24innovations, Sony...

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RadfahrenderGrazerGutmensch
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In diesem

Ausmaß ist das was in Graz gebaut wird bisher einzigartig auf der Welt und die Schweitzer Firma "g2e" ist offenbar auch ein Teil der gleichen Firma die in Graz die Grätzelfassade vom Science Tower errichtet....

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checker43
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Bestreitet niemand. Das "weltweit das erste Gebäude, das in der Fassade transparente Energiegläser eingesetzt bekommt" wird dadurch aber nicht richtiger. Und so klein ist das SwissTech Convention Center auch wieder nicht.

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paulrandig
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Und das Lustige daran ist,...

...dass die Technik dahinter hausbacken simpel ist. Die Grätzelzellen kann man im Prinzip mit billigen Baustoffen aus dem Baumarkt, einem Flascherl aus der Apotheke und ein bisserl Marmelade selbst bauen (Anleitungen im Netz)
Die Dinger haben eine relativ geringe Effizienz, sind aber im Bezug dazu extrem billig und halbwegs ressourcenschonend.
Ich finde es wichtig, dass so etwas gebaut wird, egal, ob es jetzt der Weisheit letzter Schluss ist oder nur ein Ausprobieren, wie's geht.

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checker43
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Schließe mich dem paulrandig an. 95 % des Strombedarfs wird immer noch über die externen Leitungen kommen. Der Wirkungsgrad der hier verbauten Grätzel-Zellen ist nun mal noch sehr gering.

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Miraculix11
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Immer wieder lustig

4 Herren setzen einen Helm auf, nehmen einen Spaten in die Hand und merken gar nicht wie lächerlich sie damit im Businessanzug und dementsprechenden Schuhen wirken :-)))))))))))))

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Shiba1
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Genau

Richtige Hackler halt :-(

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