Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Olga Mikutina ist bei der Sammlung unedler olympischer Metalle vorne dabei

Olga Mikutina steigt heute (11 Uhr) mit ihrem Kurzprogramm in die Olympischen Winterspiele ein. Damit, Olympische Metalle zu sammeln, hat sie bereits begonnen.

Olga Mikutina vertritt erstmals bei Olympischen Winterspielen die Farben Österreichs.
© GEPA pictures
Olga Mikutina vertritt erstmals bei Olympischen Winterspielen die Farben Österreichs.

Österreichs Edelmetallsammlung bei den Olympischen Winterspielen in Peking wächst nahezu täglich. Dafür, dass Olga Mikutina im Eiskunstlauf zur Aufstockung beiträgt, bedürfte es wohl einer Sensation. Die WM-Achte des Vorjahres arbeitet derweilen an ihrer ganz persönlichen Kollektion - aus unedlen Metallen: "Man tauscht hier Pins mit Athleten aus allen Nationen, mir gefällt diese Tradition sehr", sagt die 18-Jährige. "Ich habe schon über 20 unterschiedliche." Tendenz stark steigend.

Für die in Vorarlberg lebende gebürtige Ukrainerin sind die Spiele in China das bislang größte Karriereerlebnis, auch, wenn sie ein Wettkampf wie jeder andere seien, wie sie selbst sagte. "Die Atmosphäre hier ist trotz Corona feierlich, es sind viele tolle Sportler hier", hat Mikutina der Olympische Geist dennoch schon gepackt. Nur den schulischen Pflichten jagt dieser keine Angst ein: "In der Freizeit muss ich einiges aus der Schule nachholen, da habe ich viel zu tun."

Die Pin-Kollektion von Olga Mikutina wächst ständig.
© Screenshot Instagram @olgamikutina
Die Pin-Kollektion von Olga Mikutina wächst ständig.

Am Dienstag ist Mikutina nach einem angenehmen, mit viel Schlaf gespickten Flug ("Wir hatten eine ganze Reihe für uns alleine") im Olympischen Dorf angekommen. Besonders der dortige Souvenirshop hat es der zweifachen Staatsmeisterin angetan: "Da muss ich viel für meine Familie und Freunde besorgen, wenn ich einmal Zeit habe."

Raus aus dem Dorf dürfen die Athleten aufgrund der strengen Corona-Vorgaben nicht. Einzig auf dem Weg in die Eishalle kann Mikutina durch das Busfenster Eindrücke aus Chinas Hauptstadt aufsaugen. "Es ist eine schöne Stadt mit einer ganz besonderen Architektur", meint die junge Eiskunstläuferin. "Noch besser wäre es natürlich, auch etwas vom Zentrum sehen zu können."

Noch mehr als von der Stadt zeigt sich Mikutina von der Eishalle begeistert. "Das Eis ist unglaublich gut, das beste, auf dem ich je gelaufen bin", schwärmt sie. "Das ist ein Wahnsinn, ein Trick von den Chinesen. Auch die Temperatur ist sehr angenehm, ich kann mit T-Shirt trainieren."

Bei der Kür der Herren hat sie den überragenden Sieg des US-Amerikaners Nathan Chen in der Halle hautnah miterlebt. Heute (11 Uhr) präsentiert die abseits des Eises eher ruhige Mikutina selbst zum ersten Mal bei diesen Spielen einem Millionenpublikum ihre emotionale und begeisternde Art auf dem Eis, für die sie von Fans auf aller Welt großen Zuspruch erfährt.

Mit Startnummer drei wird sie als eine von 30 Athletinnen mit ihrem Kurzprogramm zu „My Nocturnal Serenade“ – das unter anderem eine Kombination aus Dreifach-Flip/Dreifach-Toeloop, einen Doppel-Axel und einen Dreifach-Lutz umfasst – versuchen, sich für die Kür zu qualifizieren. Für die besten 24 geht es am Donnerstag wieder aufs Eis. „Ich hoffe, nein, wenn ich gut laufe, bin ich mir sicher, dass es möglich ist, da dabei zu sein“, sagt Mikutina.

Mehr zum Thema