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Für Olga Mikutina sind die Olympischen Spiele ein Wettkampf wie jeder andere

Österreichs Eiskunstlauf-Aushängeschild Olga Mikutina wird die rot-weiß-roten Farben auf dem olympischen Eis von Peking vertreten. Für die 18-Jährige ist es ein Wettkampf wie jeder andere.

Olga Mikutina hat in dieser Saison noch mehrere Großereignisse vor sich.
© Juergen Fuchs
Olga Mikutina hat in dieser Saison noch mehrere Großereignisse vor sich.

Für die Ehre, unter den fünf olympischen Ringen sportliche Höchstleistungen abrufen zu dürfen, arbeiten Athletinnen und Athleten auf der ganzen Welt oftmals ihre gesamte Karriere hin. Mit 18 Jahren wird Österreichs Eiskunstlauf-Aushängeschild Olga Mikutina diese Würde bereits in den Anfängen ihrer Laufbahn zuteil. Im Eiskunstlauf ist dies jedoch nichts Ungewöhnliches, holte die amtierende russische Weltmeisterin Anna Schtscherbakowa ihren Titel im März 2021 in Stockholm doch mit nur 16 Jahren.

Dort, in Schweden, hat sich Mikutina mit einem sensationellen achten Rang einen Quotenplatz für die Olympischen Winterspiele in Peking erlaufen, den sie wegen oder trotz ihres zweiten Platzes bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Graz im Dezember selbst in Anspruch nehmen darf. "Ich hatte schon große Wettkämpfe, die Vorbereitung läuft gleich wie sonst auch", meint Mikutina. "Ich versuche, meine Programme fehlerfrei zu machen und meine Sprünge und Pirouetten zu verbessern. Olympia ist der gleiche Wettkampf, wie alle anderen, er findet halt nur einmal in vier Jahren statt."

Nicht fehlerfrei war die gebürtige Ukrainerin in der Liebenauer Eishalle, zwei Stürze kosteten Mikutina den dritten Staatsmeistertitel. Es war der erst zweite Bewerb in der Saison, auch bei ihrem Grand-Prix-Debüt in Sotschi im November küsste sie mehrmals das Eis. In der Saisonvorbereitung bremste Mikutina eine Entzündung im rechten Kniegelenk. "Der Saisonanfang verlief nicht wie geplant, jetzt ist zum Glück alles gut", sagt Mikutina, die für den Feldkircher Eislaufverband fährt. "Das waren Schwierigkeiten, aber die machen Sportler nur stärker."

Olga Mikutina: "Vierfache Sprünge wie ein Salto"

Auch ihre Programme sollen künftig noch anspruchsvoller werden, Mikutina noch stärker machen, vierfache Sprünge sollen sie auf ein noch höheres Level heben. "Momentan lasse ich sie bewusst weg, die Sprünge während der Saison zu trainieren, ist zu riskant, weil es da auch eine gewisse Verletzungsgefahr gibt", erklärt Mikutina. "Es ist wie mit einem Salto, zuerst muss ich es außerhalb des Programms erlernen und dann ins Programm einsetzen."

Nach zwei Jahren "Sing, Sing, Sing" hat Mikutina gemeinsam mit Trainerin Elena Romanowa die Musik für das Kurzprogramm zu "My Nocturnal Serenade" von Kevin Johio und Lucas Rehn Eires geändert. "Es ist etwas Neues, ein ganz anderer Stil, etwas mysteriös, gruselig", sagt die 18-Jährige. "Ich muss auch das Publikum schrecken, wir haben auch extra ein neues Kleid nähen lassen." Diesmal von einer Näherin aus Russland, nachdem es Mikutinas Großmutter, die ihre Enkelin in den vergangenen Jahren eingekleidet hatte, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war.

Apropos Einkleiden: Abseits des Eises fungiert Mikutina seit einiger Zeit als Botschafterin des niederländischen Eiskunstlaufbekleidungsunternehmens Skate Krasota. "Ich habe eine Ausschreibung gesehen und sie haben mich ausgewählt", erzählt "Influencerin" Mikutina. "Jetzt bekomme ich sportliche Kleidung von ihnen, dafür werbe ich damit in den Sozialen Medien." In der Kür läuft Mikutina weiter zu "Primavera" und "Experience" von Ludovico Einaudi. "Das Programm spüre ich ganz gut, wir haben uns gedacht, wir lassen es noch für eine Saison."

In dieser steht neben Olympia auch sonst einiges auf dem Programm. Nach den Spielen wartet im März die WM in Montpellier, bei der Österreich Mikutina aufgrund ihrer Vorjahresleistung einen zweiten Quotenplatz bei den Damen zu verdanken hat. "Mein Ergebnis von Stockholm spielt gar keine Rolle", blickt Mikutina ohne Erfolgsdruck voraus. "Es ist ein neuer Wettkampf, neues Glück, neue Leistungen." Noch vor Peking geht es für Mikutina gemeinsam mit Herren-Vertreter Maurizio Zandron und den Paarläufern Miriam Ziegler/Severin Kiefer nach Tallin, wo zwischen 10. und 16. Jänner die Europameisterschaften ausgetragen werden.

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