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Sportgipfel Wie geht es mit dem Breitensport weiter?

Bei Sport- und Gesundheitsminister hoffen heute hochrangige Sportvertreter auf die rasche Beendigung des Freiluftsportverbots.

CORONAVIRUS - OeFFNUNG SPORTSTAeTTEN / TENNIS
© APA/BARBARA GINDL
 

Sportgipfel! Der Name ist heute seit 16.30 Uhr Programm, wenn in Wien das Sport-Austria-Präsidium mit Präsident Hans Niessl, Vizepräsident Michael Eschlböck, den Dachverbandspräsidenten Hermann Krist (ASKÖ), Christian Purrer (ASVÖ), Peter McDonald (Sportunion), Geschäftsführer Gerd Bischofter sowie den Fachverbandspräsidenten Leo Windtner (Fußball) und Robert Fiegl (Golf) bei Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober vorsprechen.

Was genau gefordert wird, bringt Eschlböck ganz konkret auf den Punkt. „Wir erwarten uns konkrete Aussagen und Schritte, wie die Sportausübung im Freien möglich gemacht wird. Es gibt nämlich nichts, was unter Einhaltung aller vorliegenden Konzepte dagegen spricht. Kinder werden in der Schule, wo sie drinnen sitzen, zwei Mal pro Woche getestet. Da wäre es pervers, wenn sie an der frischen Luft nicht Sport machen dürften“, sagt der Präsident des österreichischen Footballverbandes. „Ich habe selbst sechsjährige Zwillinge. Kinder und Jugendliche brauchen Bewegung. Der Bewegungsmangel und die fehlenden sozialen Kontakte wirken sich verheerend aus. Sport ist gut für Körper, Psyche und das Immunsystem. Die Jugendpsychiatrien in Wien sind beispielsweise voll, die nehmen gar keine neuen Patienten mehr an. Kein konkretes Ergebnis beim heutigen Gipfel wäre ein Affront.“

Ins selbe Horn bläst auch Leo Windtner. Gemeinsam mit dem ÖFB-Präsidium verfasst er in der Vorwoche einen offenen Brief, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. „Wir haben die Maßnahmen lange genug mitgetragen. Aber bei den jetzigen Frühlingstemperaturen versteht das niemand mehr. Die Experten sind sich einig, dass die Gefahr der Ansteckung in der frischen Luft am geringsten ist. Und der Fußball hat ja schon bewiesen, wie gut er im Profi- und im Vorjahr auch im Amateurbereich trotz Corona funktioniert hat. Er war die Speerspitze“, sagt der Oberösterreicher, der große Erwartungen an den heutigen Termin hat. „Wir alle wissen, dass es in diesen unsicheren Zeiten nicht leicht ist, Entscheidungen zu treffen. Aber wir wollen zumindest Perspektiven und keine weiteren Vertröstungen. Die schaffen die totale Verzweiflung an der Basis – vor allem, wenn man an die ganzen Ehrenamtlichen denkt. Hoffentlich verstehen die Entscheidungsträger diese Situation. Sport ist wichtig, damit Kinder und Leute in Bewegung kommen. Ansonsten bleibt ein Dauerschaden hängen.“

Ein sofortiges Ende des Vereinssportverbots fordert Peter McDonald: „Das sind wir unseren Kindern und Jugendlichen schuldig. Sport ist für sie genauso wichtig wie Schule.“ Worüber sich alle Beteiligten des heutigen Sportgipfels einig sind: Der Sport ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

Eschlböck hofft inständig, dass eine Aktion im Vorfeld nicht als böses Omen zu werten ist. Die persönliche Einladung für den heutigen Sportgipfel landete nämlich in seinem Spamordner. „Das heutige Ergebnis orientiert sich hoffentlich nicht daran.“

Kommentare (16)
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NorbertMau
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Schwachsinn

Kinder werden in der Schule getestet und dürfen trotzdem im Freien keinen Sport betreiben.

tupper10
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Wenn...

... in den Sportvereinen alle Aktiven regelmäßig mit Selbsttest getestet werden, wie das ja im Spitzenport schon gemacht wird, dann wäre das der beste Beitrag gegen Corona überhaupt. Denn dann hätte man flächendeckende Testungen, und die Teststraßen hätten weniger Arbeit. Statt Sport in verbieten, sollte man ihn - auch in der Halle - fördern, sofern die Sportler sich testen.

gweingrill
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Jugendfußball

Sofort öffnen !!!! Kein Risiko !!!
Danke

seierberger
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Öffnung

Aber für alle Vereine mit Sicherheitskonzept. Nicht nur wie jetzt für ein paar priviledierte Klubs !

HPHP
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das Risiko

sind ja die Eltern am Spielfeldrand die immer ihre Kommentare rein rufen :-)
Aber vielleicht wäre es für die Entwicklung der Jugendlichen eh besser wenn die übermotivierten und selbsternannten ElternTrainer raus gesperrt werden. :-)

Bodensee
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Selbstverständlich.....

.....muss JEDER Freiluftsport auch für Mannschaften sofort erlaubt werden.

seinerwe
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Tests

Sportler sollen sich sebst testen und den Sport ausüben. Das ist jedenfalls gesünder als der Lockdown. Eigenverantwortung d.h Einhaltung von vorgegebenen Regelungen....

selbstdenker70
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..

Vielleicht sollte man dem Kogler einmal den Aerosol Rechner erklären, und dann soll er mir das Ansteckungsrisiko auf einem Fußballplatz ausrechnen. Geht nicht, weil Experten sagen, ein Ansteckung im freien ist so gut wie unmöglich. Dazu kommt, daß der Spieler bei einem Zweikampf max 20 sec engen Kontakt hat. Da muss das Gegenüber eine so hohe Viruslast haben das er sowieso nicht mehr spielen kann bzw schwer krank ist.

HPHP
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und danach

gemütlich noch in der Runde zusammen sitzen und das eine oder andere Bier trinken.
Am Platz ist das Risiko sicher gering, wenns nicht gerade eine hitzige Diskussion gibt ob es ein Foul war oder nicht. :-)
Das höhere Risiko ist sicher das davor und danach und da sind dann leider einige unvorsichtig.

gweingrill
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Wenn du so argumentierst ..

Bitte dann darf man auch nicht Autofahren .. oder überhaupt irgendwas machen .. es besteht ein Risiko !!! Das ist blödsinn ..

HPHP
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nicht ganz verstanden oder?

jeder meint seine Sportart ist kein Corona Risiko, das ist gut möglich dass die Ausübung an sich es nicht ist.
Aber die Corona Cluster hat es trotzdem schon in den Sportvereinen gegeben und zwar speziell wegen dem Danach mit dem noch gemütlich zusammen sitzen im Vereinshaus und das eine oder andere Bier trinken. Da werden die Leute dann teilweise unvorsichtig.

gweingrill
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Es hat überall

Corona gegeben .. vor dem Testen allerdings !! im Heim , beim Arzt , im Kindergarten , in der Schule und sonst überall .. der gemeinsame Sport ist für sehr viele der Ausgleich zu dem was hier abläuft . Wenn das nicht erlaubt wird kann das einfach niemand verstehen.

HPHP
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und mit den Testen

gibt es jetzt kein Corona mehr?
Wie stellen sie sich aktuell einen gemeinsamen Sport vor?
Bzw. was verstehen sie unter einen gemeinsamen Sport?
Wenn jetzt alles gemeinsam gemacht wird, dann kann ja eh alles aufgesperrt werden, dann benötigt man ja eh keine Einschränkungen mehr.

gweingrill
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Das wär

Überhaupt des beste!

Nixalsverdruss
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Es kann kein einziger Virologe erklären ...

.... wie hoch das Ansteckungsrisiko bei einem normalen Tennisspiel in der Halle ist. Wenn man davon ausgeht, dass in einer großen Halle max. 12 Personen (bei 3 Doppel) spielen - das in der Praxis eigentlich nie vorkommt - dann kann ich mir kein großes Risiko vorstellen.
Über Tennis im Freien brauchen wir gar nicht diskutieren...

tennistotal.at
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Tennishallen öffnen

Dem ist Nichts mehr hinzuzufügen.
Die Tennishallen müssen geöffnet werden.