Der SK Sturm ist nach dem torlosen Remis auswärts gegen den LASK weiterhin Tabellendritter. Die Oberösterreicher zeigten sich im sechsten Spiel der Meistergruppe gegenüber der Sonntags-Pleite in Graz stark verbessert, mussten sich aber dennoch mit nur einem Punkt zufriedengeben. Die als Titelmitfavoriten in die Saison gegangenen Linzer sind somit schon seit vier Spielen ohne Sieg.

Der LASK hätte schon in Durchgang eins auf die Siegerstraße einbiegen müssen. Jusuf Gazibegovic köpfelte nach acht Minuten den Ball vor der Linie weg, Gernot Trauner setzte bei der anschließenden Ecke seinen Kopfball hauchzart neben die Stange. Zehn Minuten später traf Johannes Eggestein, der wieder in der Startformation von Dominik Thalhammer stand, mit einer Bogenlampe die Oberseite der Latte.

Die Linzer waren in der ersten Hälfte klar tonangebend, die Steirer hatten offensiv gar nichts zu melden. In der 36. Minute bekam Jörg Siebenhandl gegen Lukas Grgic rechtzeitig die Hände hoch und verhinderte den Einschlag. Nach der Pause gestaltete sich das Spiel ausgeglichener, Topchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. 20 Minuten vor Schluss wäre Sturm beinahe unverdientermaßen in Führung gegangen, doch das Schiedsrichtergespann rund um Alan Kijas entschied zu Unrecht auf Abseits. Sturm bleibt somit weiterhin einen Punkt vor dem LASK, bei dem wenige Tage vor dem Cupfinale gegen Salzburg Marvin Potzmann und Philipp Wiesinger verletzt vom Feld mussten, an dritter Stelle.

Stimmen zum Spiel

David Nemeth: Damit wir die Linzer hinter uns halten, war das sehr wichtig. Jetzt geht es mit voller Motivation ins Salzburg-Spiel. Ich glaube, wir waren schon ein bisschen müde in der zweiten Halbzeit, haben aber Chancen vorgefunden. Wir haben die Null gehalten und das war wichtig.

Jörg Siebenhandl: Schön war es nicht, aber es kann ein ganz wichtiger Punkt sein. Bei solchen Spielen, wo du merkst, dass bei dir selbst nichts geht, ist, dass du einfach die Partie nicht verlierst. Es ist so eng. Die letzten Wochen waren jetzt richtig anstrengend, weil du weißt, jede Partie ist immens wichtig, du musst jedes Mal punkten, das merkst du dann körperlich und mental.

Christian Ilzer: "Ein Big Point, den wir uns glücklich erarbeitet haben. Die erste Halbzeit war wahrscheinlich die schlechteste von uns in der Saison. Wir haben mit dem Ball sehr ideenlos gewirkt und das, was wir uns vorgenommen haben, nicht umsetzen können. Zweite Halbzeit war dann besser, wir haben uns die Müdigkeit herausgelaufen. Wir nehmen den Punkt mit und haben eine gute Ausgangsposition für die letzten vier Spiele. Wir trauen uns zu, am Ende am Stockerl zu stehen."