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Laut Minister FaßmannInskribieren für Studien könnte künftig beschränkt werden

"Es macht wenig Sinn, wenn Studierende eine unlimitierte Anzahl an Studien gleichzeitig inskribieren können", erklärt Bildungsminister Heinz Faßmann. In einer Arbeitsgruppe soll über eine Reform des Studienrechts diskutiert werden.

PK BUNDESMINISTERIUM FUeR BILDUNG, WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG (BMBWF) 'PAeDAGOGISCHE ANSAeTZE GEGEN GEWALT UND MOBBING AN SCHULEN': FASSMANN
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) kann sich vorstellen, Studenten nicht beliebig viele Studien belegen zu lassen. "Es macht wenig Sinn, wenn Studierende eine unlimitierte Anzahl an Studien gleichzeitig inskribieren können, das wird so nicht gut gehen", sagte er Montag Abend beim Neujahrsempfang des Forschungsrats in Wien im Zusammenhang mit der geplanten Reform des Studienrechts.

Derzeit können sich Studenten für beliebig viele Studien einschreiben. Ein Umstand, der auch schon die Rektoren gestört hat. So hatte etwa der frühere Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Oliver Vitouch, moniert, dass man in keinem anderen Hochschulsystem der Welt beliebig viele Studien inskribieren könne.

Studienrecht "lebensnäher machen"

Faßmann betonte, dass man das Studienrecht "ein bisschen lebensnäher machen und leistungsorientierter gestalten" wolle. Für dessen Reform ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der uniko, der Hochschülerschaft und des Bildungsministeriums geplant. Dort will er auch diskutieren, wie viele Studien ein Student belegen darf, sagte er auf Anfrage der APA.

Für Faßmann wurde im Regierungsprogramm ein "klares Bekenntnis zur Universitätsfinanzierung neu abgegeben", den Unis sei zugebilligt worden, dass diese Finanzierung bis 2027 mit Inflationsabgeltung bereitgestellt wird. "Wir haben uns in diesem Zusammenhang - und das ist den Grünen gar nicht so leicht gefallen - zu einem universitären Zugangsmanagement bei den Studierenden bekannt".

Das sei wichtig, denn eine Uni könne nur dann eine Personal- und Infrastrukturplanung machen, wenn sie auch die Studierendenströme einigermaßen festlegen könne. Auch wenn es von beiden Seiten andere Vorschläge gegeben habe, sei er froh, dass das derzeitige System der Studienbeiträge bestätigt wurde - es sei sinnvoll, von Drittstaatsangehörigen etwas zu verlangen und von jenen, die lange im System sind und entsprechend lange Ressourcen beanspruchen.

"Klimaschutz als Innovationschance"

Beim Neujahrsempfang, zu dem die für Forschung zuständigen Minister eingeladen werden, betonte Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), dass sie "Klimaschutz als Innovationschance" sehe. In ihrem Ressort gebe es mit der Zuständigkeit für Innovation und Technologie "viele Stellhebel für morgen, ohne die das Ziel des Regierungsprogramms, die Klimaneutralität 2040, nicht erreichbar sein wird".

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) betonte, dass die Politik der Wissenschaft nicht vorgeben wolle, was sie forschen soll. "Ich möchte mir nicht herausnehmen zu sagen, wohin die Reise geht", sagte sie. Deshalb sei im Regierungsprogramm verankert, die themenoffenen Programme weiterzuführen und zu unterstützen.

Kommentare (6)

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UHBP
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Lieber Herr Faßmann

Wieviele Studenten haben mehr als 2 Studien belegt und besuchen auch noch überall Lehrveranstaltungen?
Deren Anzahl wird sich wahrscheinlich in jenem Bereich bewegen, in dem sich auch die Anzahl der Mädchen mit Kopftuch in den Schulen bewegt.
Wenn das eine UNI nicht managen kann, dann haben wir aber ein anderes Problem.
Oder geht es nur um die Schlagzeile fürs einfache Volk?

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mapem
6
5
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Kommt das nicht von „universitas“?

Nein – das sehe ich auch so, wie somebody … wenn´s da jetzt schon ganz oben nur mehr um die Ökonomisierung und um das Heranzüchten eines gerade benötigten Fachdeppentums geht, dann wird´s nicht nur begrifflich paradox und absurd – sondern auch faktisch.
Wenn – wenn nicht dort an den Unis – sollte der Platz für These und Antithese – für´s Falsifizieren und für den interdisziplinären Diskurs sein?
Der Geist sollte frei sein, er braucht keine Zügel … und ein jeder, der die „Reife“ für die Uni hat, wird dies wohl auch selbst entscheiden können.

Finger weg, vom letzten Hoffnungspool!

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Irgendeiner
14
9
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Herr Faßmann,Multikompetenz ist der Königsweg und jeder kluge

Habilitierte rät seinen Studenten über den eigenen Schrebergarten hinauszublicken und Herr Faßmann, wer nur inskribiert und nicht dort sitzt verursacht nichtmal Kosten,Karteileichen sind überhaupt kein Problem,in gar keiner Form.Die Freiheit der Wissenschaft, Herr Faßmann gefährdet etwa die Abhängigkeit von Drittmittelfinanzierungen viel mehr, da lügt man nicht und fälscht Studien ab und schreibt stefan_final drunter,da stellt man einfach gewisse Fragen nicht und gewisse Themen werden nicht vergeben oder nicht zugelassen,von dort weht der neue Wind.Ich würd mir da auch eher die Verschulung des Studiums ansehen und die freche Schnapsidee,Wissenschaft sei ein Zulieferungsbetrieb für die Wirtschaft,ist sie nicht, Herr Faßmann, ist sie nicht.Oder hättens Salvini-Plawen sein Geschichtsstudium verboten weil er ein begnadeter Malakologe war.

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Irgendeiner
6
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Addendum:Ach, ich seh,das gefällt nicht,plauderma ein bißchen

über Wissenschaftsgeschichte und Wissens- und Wissenschaftssoziologie und -psychologie,ich streite so gerne mit Menschen die es besser wissen,da lern ich was,denn ich bin der Auffassung, was immer einer mehr weiß ist ein Gewinn,für alle nämlich,hat mit der res publica zu tun,abgesehen davon daß Wissen eines der wenigen unendlich vermehrbaren Güter ist,was einer dazukriegt verliert der andere nicht, ihr seid anderer Auffassung,also antwortet, und dann schauma auch gleich,warums Universität heißt und nicht monokulturalistische Werkbank der IV oder so.

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mapem
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„… plaudama a bisserl …“ …

Auweh, body, weißt eh, dass das hier immer in rotgerahmten Selbstgesprächen endet … weitermachen …

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Irgendeiner
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Sie haben recht mapem,ich ende im Gegensatz zu früher,man lacht,

sehr,sehr häufig in puren Monologen,mich stört das nicht wirklich, ich weiß auch warum das jetzt so häufig der Fall ist, da fehlen im großen Ausmaß die pejorativen ad hominems.Und ich sags ihnen so,mapem, damit bin ich noch nicht zufrieden,man lacht.Weitermachen,be seeing you.

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