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Topthema in DeutschlandARD verteidigt Wolf gegen Angriffe der FPÖ

"Den Journalisten Armin Wolf will man zum Teufel jagen, weil er getan hat, was sein Job von ihm verlangt."

JOURNALISTEN DES JAHRES: WOLF
Armin Wolf © APA/HANS PUNZ
 

Die FPÖ-Angriffe auf den ORF sind weiter Topthema in deutschen Medien. "Was wir in Österreich gerade erleben, ist ein kühl kalkulierter Frontalangriff einer Regierungspartei auf die Pressefreiheit und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt. Und deshalb muss Armin Wolf die Solidarität aller Demokraten gelten, auch aus Deutschland", hieß es im Kommentar der ARD-"Tagesthemen" am Mittwoch.

"Den Journalisten Armin Wolf will man zum Teufel jagen, weil er getan hat, was sein Job von ihm verlangt: Die unsäglich rassistischen Kampagnen der FPÖ zu demaskieren", kommentierte WDR-Journalist Georg Restle, der diesbezüglich auch auf ähnliche Angriffe der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) auf ihn selbst verwies. "Wer nämlich glaubt, dass uns das hier nicht drohen könnte, der täuscht sich."

"Pressefreiheit in Gefahr"

"Ja, die Pressefreiheit ist in Gefahr, aber auch deshalb, weil immer mehr Journalisten sich aus Angst vor solchen Hass- und Hetzkampagnen nicht mehr trauen, klar Position zu beziehen", übte Restle auch Kritik am eigenen Berufsstand. "Andere glauben, es gehöre zur Ausgewogenheit, dass auch den Feinden der Freiheit mehr und mehr Sendefläche eingeräumt werden muss. Nein, das muss es nicht."

"Die Kampagne gegen Armin Wolf zeigt: Es wird Zeit, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch in Deutschland darauf besinnt, wofür er eigentlich da ist. Dafür nämlich, die Grundfreiheiten in diesem Land mutig zu verteidigen, als Schutzbastion der Demokratie", so Restle.

Wolf erfreut

Wolf zeigte sich in einem Interview mit der Tageszeitung "Welt" erfreut über die Solidaritätsbekundungen aus dem Nachbarland. Am meisten hätten ihn jene der bürgerlichen Medien gefreut. "Weil die Attacken der letzten Tage eben keine Frage von links oder rechts sind, sondern Attacken auf kritischen Journalismus", sagte er. Zwar müsse man die "Kirche im Dorf lassen", weil Journalisten in Österreich weder körperlich bedroht noch eingesperrt oder verfolgt würden. Sie würden aber persönlich angeklagt und in Interviews öffentlich bedroht, während kritischen Medien Inserate gestrichen würden. "Und dass eine Regierungspartei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter staatliche Kontrolle bekommen will. Das hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten."

"Begabtester politischer Kommentator"

Befragt zu seiner eigenen politischen Einstellung sagte Wolf: "Für alle, die am Nordpolarkreis leben, ist fast die ganze restliche Welt im Süden. Wahrscheinlich stehe ich, wie die meisten Österreicher, links von der FPÖ. Über meinen konkreten Standpunkt sagt das allerdings sehr wenig aus. Könnte Dänemark oder auch Madagaskar sein. Ist alles vom Nordpolarkreis aus südlich." Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bezeichnete er als den "begabtesten politischen Kommentator, den ich in meinen 30 Jahren als Journalist je erlebt habe". Er sei "tatsächlich schwer zu interviewen, weil er auch sehr kontroverse Standpunkte so kommunizieren kann, dass es sehr viele Menschen nicht als offensiv wahrnehmen." Mit Kritik an seiner Interviewführung kann Wolf indes wenig anfangen. "Was ich mache, polarisiert, doch meine Art der Interviewführung wäre bei der BBC bloß ein Kindergeburtstag."

"Nicht glücklich"

Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hatten am Mittwoch nach dem Ministerrat auf entsprechende Journalistenfragen zum Thema Stellung nehmen müssen. Kurz sagte, er sei mit der Situation "nicht glücklich" und betonte, Drohungen gegenüber Journalisten hätten "absolut keinen Platz". Strache bezeichnete es als "schade, dass sich die Konfliktsituation so aufgeschaukelt hat". Die beiden Regierungsspitzen übten aber zugleich deutliche Medienkritik. Kurz sagte, dass Journalisten mit abweichenden Meinungen in sozialen Medien vom Mainstream "niedergemetzelt" würden. Strache sagte: "Wir halten Kritik aus und auch Journalisten müssen Kritik aushalten."

Kommentare (24)

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RMK
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Pressefreiheit gefährdet?

Alles Quatsch. Viele Deutsche sind unfähig, die österreichische Realität wahrzunehmen. Armin Wolf ist ein nützlicher "Idiot" für die FPÖ, weil er durch sein "Wirken", die FPÖ-Stammwähler bei der Stange hält.

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ChihuahuaWelpe55
4
5
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Herrn Wolf als Idioten zu bezeichnen, könnte ihnen

einiges kosten, wenn die FPÖ die Forenuser veröffentlichen lassen will! Denn dann kann auch Herr Wolf ihren echten Namen von der Kleine Zeitung verlangen! Wählen sie ruhig weiter diese Hetzerpartie und erleben sie ihr „blaues Wunder“! „Ihr werdet schon noch sehen, was alles möglich ist 😀“

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Lodengrün
4
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Die Deutschen

wissen schon was bei uns passiert. Das die Kritik von Wolf die FPÖler zusammenschweißt ist schon richtig.

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andy379
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All diese Solidaritätsbekundungen,

Aufrufe, Mahnungen usw. sind total wertlos.

Das kümmert diese rechts-rechtsradikale Regierung nicht.
Sie bauen den Staat um in Richtung Ungarn, Türkei, Polen usw.
Ein Wolf oder ein ORF ist für sie ein Nebenschauplatz.
Sie kaufen sich die Krone, Heute, Österreich oder Servus TV mit unserem Steuergeld.
Das wird reichen um an ihre Ziele zu gelangen.

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ChihuahuaWelpe55
5
4
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Nicht aufgeben, die FPÖ und diesem „tollen BK“ wird

schon noch die Rechnung präsentiert! Die haben sich zu viele „Ausrutscher“ und Steuergelder geleistet! Rein der Herr Verteidigungsminister Kunasek: Geld hat er sich genommen, aber seine Bundesheerler dchreien noch immer, dass sie zu wenig Geld haben! Wo ist das hin? Was macht der damit! Oder der Strache: hat einen eigenen Thinktank! Welche Leute sitzen da drinnen und bekommen das hart erarbeitete Steuergeld?! Und wofür hat er überhaupt diesen Thinktank, wenn seit einiger Zeit nichts da raus kommt! Und ja, der Medienminister Blümel und seine Ambitionen zu den privaten Medien: präsentiert uns fragwürdige Statistiken? Und das fast schon Monatlich!!! Wtf?!

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SoundofThunder
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Richtig

Die haben die Förderungen für die Privaten TV - Sender auf 25 Millionen erhöht. Und das ist auch unser Steuergeld.

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levis555
19
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Wie ich sehe, betteln die Herrschaften von der nationalen Partei umd die

Watschen aus dem Ausland...

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wollanig
41
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Ah,

ein Verfechter der einseitigen linken Berichterstattung. Ich war immer der Meinung, dass Objektivität das primäre Ziel eines guten Journalisten sein sollte.

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wahlnuss
2
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Ah,

da gibt es wohl nur mehr die objektiven Foren der Parteien und ihres Messias, die sich im Beschimpfen und Bedrohen der linken Journalisten und des öffentlichen Rundfunks wetteifern. Solange, bis man diese Linkslinken zum Teufel jagt und die orbanisierte Objektivität den Menschen die rechte Wahrheit erklärt. Den Rest kann man sich sparen, denn diese Wahrheit wird dann vom Parteistaat gratis (aber nicht umsonst) finanziert. Wehret den Anfängen.

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Irgendeiner
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Du, wollanig,Du bist der Meinung

daß Objektivität das primäre Ziel eines guten Journalisten sein sollte. Bitte wiederhole es nochmal, ich möchte es mir auf der Zunge zergehen lassen.

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wollanig
12
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ja irgendwas, lass es

auf deiner Zunge zergehen, dann kommst wenigstens einmal damit in Kontakt.

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Irgendeiner
12
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Mit was,mit meiner Zunge,die ist ein Stück und

fix montiert und nicht gespalten,mein Häuptling vom Stamme der Opportunisten,der Ruf "Sei Du nur ehrlich" schallt durchs Land,man lacht.Aber das Zitat heb ich mir auf, ich weiß warum.

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wollanig
12
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An Irrgendeines

Ehrlichkeit zweifle ich nicht, denn was er zum Besten gibt ist so verbohrt, dass es keine Lüge sein kann. Wohl zweifelt man aber an dessen Fähigkeit, seinem politisch philosophischem Dogma und seiner moralischen Besserwisserei zu entfliehen und die Welt hier und im Ganzen ohne ideologische Schlagseite zu erforschen.

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Irgendeiner
6
5
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Ach wollanig,die zweite Nickverballhornung und nichtmal spielerisch sondern

sichtbar blanke Wut,und natürlich wolli, hab ich ein Dogma,eine moralisches Besserwisserei,eine ideologische Schlagseite denn daß Du falsch liegst ist eisern und naturgesetzlich und definitorisch ausgeschlossen,nicht.Nur Du übersiehst wulli,ich steh am offenen Felde und trage Dinge vor,die mögen gefallen oder auch nicht,aber schlagen mußt Du mich inhaltlich,nicht mit irgendwelchen ad hominems.Ich,willi, hab kein Problem damit Fehler zu machen und ja, ich mache sie gelegentlich und dann gebe ich sie zu und packe sie weg,aber Du hast das Problem sichtbar.Ich bin nicht Gott, walli,sei froh, man lacht aber Du auch nicht,nur ich habs schon vor langer Zeit kapiert.

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schadstoffarm
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setz die rote Brille ab

dann ist die Welt nicht mehr tiefrot gefärbt.

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X22
10
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Wenn dein Mittelpunkt rechtsrechts wäre, wäre alles andere links oder?

Man muss seinen Standpunkt mal erkennen, wenn man auf einer Seite nichts mehr erkennt als das Extremste , weiß man wo man steht, denn der nächste Schritt wäre schon der Extremismus

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Christian Hubinger
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Objektiv -

dann müsste Hr Wolf aber noch was drauflegen!

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lieschenmueller
28
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Journalisten wie Wolf sind meine große Hoffnung

Auch in der rosa Zeitung ist man mutig.

In der Kleinen pendelt es. Aber man lässt mehr zu hier als noch z.B. in Zeiten, als es in Kärnten rund ging und auch in denen des Flüchtlingsstroms*.

Da war fast alles dazu geschlossen. Empfand ich als sehr unterwürfig. Aber man wird seine Gründe gehabt haben. Welcher Natur auch immer.

* Ich habe damals vieles als beängstigend empfunden, falls man es einmal äußern durfte, war es schnell wieder weg. Man ordnete sich halt einer anderen Partei bzw. Parteien unter.

Insgesamt würde ich mir bei der Kl. Zeitung mehr Courage wünschen. Andere haben und hatten es auch. Ob es ein Minus bei den Inseraten gab und das als erstes Kriterium gesehen wird, das über allem steht?

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soge
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Stimme zu

Ich bin positiv überrascht von der KZ. Es gibt jetzt, wie Sie schon erwähnen, doch auch ÖVPFPÖ-kritische Kommentare, im Gegensatz zur Kärntenkrise.

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Balrog206
10
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Soge

Du meintest fast nur !!! Würde sagen 90-10 ist das Verhältnis 😉

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bluebellwoods
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Bravo

Wolf ist der beste Moderator, da er sich nicht scheut auch unangenehme Themen anzusprechen und hartnäckig nachzubohren.
Schade ist nur, dass es internationaler Rückendeckung bedarf und er im eigenen Land Gegenwind erfährt.

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BernddasBrot
31
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Internationale Solidarität

ist in Zeiten wie diesen mehr als gefragt. Immerhin in Deutschland würde keine Partei eine Koalition mit der AfD eingehen , die immerhin die Schwesterpartei der FPÖ ist.....

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levis555
7
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Sorry @ BernddasBrot...ich muss Ihren Kommentar weiterführen:

"...solange sich mit Ihnen kein 50+ Koalitionsergebnis erzielen lässt…"

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Lodengrün
6
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Über die AfD

befindet laufend der Verfassungsschutz. Und das will etwas heißen.

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