Bisher 59 Omikron-Fälle bestätigtMückstein: Empfehlung für Booster ab 12 Jahren steht bevor

In Österreich sind bisher 59 Fälle von Omikron bestätigt. Die neue Variante des Coronavirus ist ansteckender, die Corona-Maßnahmen und Booster-Impfungen wirken aber. Am Mittwoch soll die Auffrischungsimpfung für Jugendliche ab 12 schon nach vier Monaten freigegeben werden.

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Gesundheitsminister Mückstein (Grüne)
Gesundheitsminister Mückstein (Grüne) © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Omikron ist in Europa rapide auf dem Vormarsch. In Österreich sind bereits 59 Fälle der neuen Variante des Coronavirus bestätigt. Omikron ist deutlich ansteckender, die Maßnahmen wirken aber auch gegen die neue Variante. So dürfte durch den Lockdown verhindert worden sein, dass sich Omikron in Österreich so rasch verbreitet wie in anderen Ländern.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne), die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit Katharina Reich sowie den Experten Andreas Bergthaler und Herwig Ostermann gaben heute ein Update zur Lage in Österreich und riefen zur Impfung vor Weihnachten auf. Gesundheitsminister Mückstein kündigt außerdem eine Empfehlung für die Auffrischungsimpfung schon nach vier Monaten für alle ab 12 an.

59 bestätigte Fälle der ansteckenderen Variante

"Wir wissen schon vieles über die neue Virusvariante, aber noch nicht genug", sagt der Gesundheitsminister. Bisher gibt es 59 bestätigte Omikron-Fälle in Österreich. Daten würden darauf schließen lassen, dass Omikron ansteckender sei, sagt der Gesundheitsminister. Ob die neue Variante auch zu schwereren Verläufen führt als die vorherrschende Delta-Variante, ließe sich noch nicht sagen.

"Wir können mit einiger Sicherheit sagen, dass Auffrischungsimpfungen einen Schutz gegen Omikron bieten." Daher fordert der Gesundheitsminister erneut zur Impfung und zum Booster-Shot auf: "Damit können wir uns ein stabileres Schild gegen das Virus bilden."

"Es ist auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, wenn man sich impfen lässt", sagt Mückstein, denn damit schütze man sich selbst, seine Liebsten und die Gesellschaft. Beim Weihnachtsfest selbst empfiehlt der Gesundheitsminister, die Einladungsliste möglichst kurzzuhalten und sich nur in kleinen Gruppen zu treffen. Auch Tests seien wichtig, vor allem, wenn man mit Älteren oder Vorerkrankten feiert. Mückstein erinnert auch generell an bestehende Schutzmaßnahmen wie Händewaschen und das Tragen von FFP2-Masken.

Omikron "viel infektiöser"

Mit einer Auffrischungsimpfung habe man aller Voraussicht nach rund 70 Prozent Schutz vor Omikron, sagt der Virologe Bergthaler. Das sei zwar weniger als gegen die Ursprungsvariante Alpha oder die aktuell vorherrschende Delta-Variante, aber immer noch ein guter Wert. Erste Daten aus Südafrika würden auf schwächere Verläufe hinweisen. Das sei aber noch nicht gesichert. Klar sei hingegen, dass Omikron "viel infektiöser" sei, sagt Bergthaler.

England, wo Omikron schon stark verbreitet ist, gehe nun davon aus, vor der stärksten Coronawelle seit Beginn der Pandemie zu stehen, sagt der Virologe. In Österreich habe der Lockdown verhindert, dass sich Omikron in Österreich schnell durchsetzen konnte. Es gebe aber hierzulande neben den 59 bestätigten weitere Omikron-Fälle, die noch nicht im gesicherten EMS eingetragen sind, betont der Virologe.

Man müsse sich nun in Österreich auf eine große Welle im Jänner vorbereiten. "Es ist immer noch ein Coronavirus. Dementsprechend helfen Masken. Dementsprechend freut sich das Virus, wenn man eng auf Innenräumen zusammensteht", appelliert Bergthaler, nicht nur die geltenden Maßnahmen zu beachten, sondern auch Hausverstand zu verwenden.

"Verschnaufpause" für Impfung nutzen

Aktuell gibt es nur vereinzelte Omikron-Fälle. Das werde sich aber schnell ändern, sagt Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheits Österreich GmbH. "Omikron wird auf uns zukommen und in den nächsten Wochen das Fallgeschehen dominieren." Man könne durch Maßnahmen aber die Stärke der kommenden Omikron-Welle beeinflussen.

Er appelliert, die jetzige "Verschnaufpause" nach dem Lockdown zu nutzen, um sich impfen zu lassen, damit die Gesellschaft für die Omikron-Welle "spätestens im Jänner" geschützt ist. Das gelte auch für Genesene, denn eine Delta-Erkrankung schütze nicht vor einer Infektion mit Omikron. Ostermann erinnert auch daran, dass die Zahl der belegten Intensivbetten nicht so rasch zurückgeht, wie die der Neuinfektionen. Hier werde es noch weit bis Weihnachten eine angespannte Situation geben, so Ostermann.

Empfehlung für Booster ab 12 Jahren steht bevor

"Wir haben genug Impfstoffe im Land", sagt die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, Katharin Reich. Jeder und jede, der sich vor Weihnachten impfen lassen will, werde das auch können. "Es steht auch ein neuer Impfstoff vor der Türe", erinnert Reich an die erwartete Zulassung von Novavax. "Bitte warten Sie nicht auf einen neuen Impfstoff", appelliert aber der Gesundheitsminister. Man solle sich noch vor Weihnachten impfen lassen.

Vier Monate nach der Zweitimpfung sollen sich auch Jugendliche ab 12 Jahren den dritten Stich holen können, kündigt Gesundheitsminister Mückstein an. Eine entsprechende Empfehlung des Nationalen Impfgremiums wird für morgen, 15. Dezember, erwartet. Bisher gab es das Booster-Angebot nur für über 18-Jährige. Lediglich in Wien wurde die Drittimpfung ab 16 angeboten.

"To-Do-Liste" gegen Omikron

Der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuz, Gerald Foitik, veröffentlichte unterdessen auf Twitter eine "Omikron - To-Do-Liste". Foitik appelliert für eine Maskenpflicht in Innenräumen und auf Veranstaltungen und fordert mit 2G-Plus weitreichendes Testen auch für Geimpfte. In der Vorbereitung auf die nächste Welle will er auf die Impfung setzen, Lüftungskonzepte in Schulen umsetzen und feste Werte festlegen, bei denen ein Lockdown automatisch ausgelöst wird.

Kommentare (84)
schteirischprovessa
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Einer der bekanntesten Impfgegner Österreichs ist der HC Strache.

Die Corona Impfung ist ihm wohl zu unsicher.
Doch Viagra hat er sich eingeworfen.

VH7F
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Impfung ist ein schönes Weihnachtsgeschenk?

Im 3 Monatsabo? Wann ist der erste Stichtag?

Unzufriedener
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Impfen

Wie sagte der BP ihr sollt reinen Wein einschenken, wann fängt ihr an ?.

samro
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da haben sie recht

ich frag mich auch laufend wann vdb zu den krawallen stellung nimmt?

verletzte polizisten
medien unter polizeischutz
ein rektor kann aus sicherheitsgruenden nicht auftreten

wann spricht der bupraes da mal ein paar takte?

fides et ratio
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Nutzen zu Risiko

Kinder und Jugendliche gehören nicht zur COVID-19 Risikogruppe.

Die bekannten häufigsten Nebenwirkungen laut dem Hersteller sind: „[…] bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 90 %), Müdigkeit und Kopfschmerzen (> 70 %), Myalgie und Schüttelfrost (> 40 %), Arthralgie und Fieber (> 20 %).“ Darüber hinaus wird angegeben: Diarrhö, Übelkeit; Erbrechen, Myokarditis; Perikarditis und einiges mehr.

gonzolo
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Ja genau, fidel castratio ...

und dann gibt´s als Nebenwirkungen auch noch so Sachen wie …
Hirnblutungen, Magen-Darm-Blutungen, Leberfunktionsstörungen, Tinnitus, Asthma-Anfälle usw.

Allerdings bei „Aspro“ …

Unzufriedener
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fides et ratio

Koste es was es wolle, die gekauften Impfdosen müssen weg, schaut ja schlecht aus wenn man wieder Fehler zugeben müsste. Darum wurde alles andere Zurück gehaltene. Denen geht es nicht nur um die Gesundheit.

pippo1988
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jetzt reichts dann aber mal....

wo soll das denn bitte hinführen? Das ma uns dann schon bald jeden Montag eine Spritze reinhauen?
Man kann es echt übertreiben

Und an alle Daumenrunterdrücker, ich bin geimpft

pippo1988
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historie

Corona kommt
Brasilien Variante
Alpha Variante
Delta Variante
Britische Variante
Südafrika Variante
Omikron Variante

Na, was aufgefallen? Ich vermute ich habe noch einige vergessen....

kritiker47
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Sehr geehrte Redaktion !

Ich will nicht anmaßend sein, aber obwohl dies nicht zum Thema passt : Es gäbe seit ein paar Stunden eine wirklich positive Mitteilung über unsere vom Innenministerium geleiteten Sicherheitsorgane zu berichten. Der "Todesschlepper" von Siegendorf ist dank hervorragender Zusammenarbeit nun in Lettland verhaftet worden und steht vor seiner Auslieferung nach Österreich. Ist ja super, so etwas zu vernehmen, aber ist es auch "sensationell" genug für Sie ? Nichts für ungut und noch einen schönen Tag !

Gotti1958
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47

Seit 13.46 Uhr online.

Gotti1958
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Steht schon längst bei der Kleinen.

kritiker47
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Lieber gotti,

haben Sie schon die "Doppelseite" in der Printausgabe gesehen ? Schönen Tag noch !

DavidgegenGoliath
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Ich habe mir gerade den Livestream auf oe24, angesehen!

Ärzte gegen die Impfpflicht!

justinjohnson
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Gut so!

Ab jetzt sind die Reiserückkehrer aus Südafrika die Schuldigen! Irgendwer muss ja für das Impfdilemma die Verandwortung tragen!

hfg
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Die Pharmaindustrie hat

Schon verstanden das das Impfserum der Jackpot ist und alles darangesetzt rasch eines auf den Markt zu bringen. Gut so
Aber genauso wichtig wäre es endlich wirksame Medikamente und /oder Therapien zu entwickeln um die Viren den Schrecken zu nehmen. Auch wenn der Jackpot natürlich etwas geringer ausfällt aber es geht immer noch um Milliarden und vermutlich um eine never ending story

hfg
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Warum gibt es jetzt keine Zahlen mehr???

Will man sich den Weihnachtsfrieden bewahren?
Ist da irgendetwas faul??
Man bereitet sich und die Bevölkerung, durch die Omikron Variante und den fehlenden Impferfolg und anscheinend auch nicht ausreichend wirksamen Impfstoff, schon auf die 5 Welle und den nächsten Lock Down vor.
Die Impfpflicht mit Beginn 1.2. und in der jetzigen Form wird das nicht verhindern können.
Fast 2. Jahre wurde immer mit Zahlen agiert, jetzt gibt es plötzlich keine mehr!! Sehr suspekt

Kakerlake
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menatwork
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Auffrischungsimpfung hat jahrelang gereicht und es gab weniger Widerstand

Dieses pseudointellektuelle, abgrenzende Denglisch mit dem "Boostern" gepaart mit dem infantilen Kindergartendeutsch für die Massen - Pieks und Stich - ist nicht wirklich vertrauenerweckend, es ist wie sich aufplusterndes Marketingsprech.

Vielleicht sollte sich einfach mal jemand hinstellen und die Dinge auf österreichisch erklären.

JL55
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Boostern = Auffrischung.

...diese ist notwendig und kein Marketingsprech, sondern ein internationales Medizinvokabel!

menatwork
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@internationales Medizinvokabel!

Damit habe ich kein Problem, dass man ein solches in internationaler Kommunikation verwendet.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Denglish in vielen Bereichen vor allem von Dampfplauderern angewandt wird, denen es an tatsächlichem Wissen fehlt, dieses in eigene Worte zu kleiden.
Nach dem Abgang der PR-Leute des JVP-Kanzlers könnte ja auch etwas Seriosität in Sprache und Inhalt zurückkehren.

menatwork
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Dabei habe ich den "Booster-Shot" sogar noch überlesen

Mit sowas verkauft man Alkopops.

hfg
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Und das wichtigste wäre

Endlich die Entkoppelung der Pandemie und Virusbekämpfung von der Politik. Die Maßnahmen und Entscheidungen müssen einige Experten/innen aus verschiedenen Fachrichtungen durchführen und verantworten. Politik darf niemals das beeinflussen und damit Parteien schwächen oder stärken. Ähnlich wie der OGH agiert müssen sich alle unterordnen, ob sie wollen oder nicht. Das würde zumindest einige parteiaufgerufene sinnlose Demonstrationen verhindern.

RonaldMessics
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Und wie....

...werden Gesetze angepasst oder erlassen. Ich denke sie kennen die Schritte der Gesetzgebung.

hfg
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Natürlich ist für die Umsetzung

die Politik und das Parlament zuständig.

hfg
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Aber die Verantwortung

Kann, darf und soll keine Partei oder kein Politiker sich umhängen lassen. Jede Parlamentspartei muss bei der Entsendung der Experten ( Virologen, Wirtschaftsexperten etc. ) ins Gremium mitarbeiten und das Gremium wiederum übernimmt die Verantwortung und bestimmt den Sprecher - alles völlig transparent. Die Politik und das Parlament sorgt für die Umsetzung und immer Einstimmig. Eine Pandemie darf nicht für politisches Kleingeld missbraucht werden.

 
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