In den letzten Wochen ist es ruhig geworden um Heinz-Christian Strache. Der ehemalige Vizekanzler und FPÖ-Chef feile an seinem Comeback, hieß es. Damit dürfte er nun fertig sein. Wie die "Kleine Zeitung" erfuhr, wird Strache diesen Freitag "das Endprodukt" seiner Arbeit der vergangenen Monate präsentieren. Konkret werde er die Inhalte seiner "neuen Bewegung" verkünden, auf die er sich im Wien-Wahlkampf konzentrieren will. Auch seine "personelle Zukunftsvision" sowie den neuen Namen für die Liste (plus Logo) werde der gefallene FPÖ-Chef verkünden, heißt es aus der DAÖ.

Damit läutet Strache am Freitag endgültig sein politisches Comeback ein - und das just zwei Tage vor jenem Datum, das den ersten Jahrestag der Ibiza-Enthüllungen markiert. Am 17. Mai 2019 wurden jene - inzwischen berühmten - Aufnahmen publik, die Strache und seinen Parteifreund Johann Gudenus in einer Villa auf Ibiza zeigen.

Seither ist in der heimischen Innenpolitik kein Stein mehr auf dem anderen. Nach Veröffentlichung des Videos tritt Strache zurück und verkündet seinen endgültigen Rückzug aus der Politik. Wenig später wird er aus seiner eigenen Partei geworfen, die türkis-blaue Koalition zerbricht und ein kurz vor der Wahl aufgetauchter Spesen-Skandal beschert den Freiheitlichen eine Wahl-Schlappe.

Startschuss in den Sofiensälen

Nur wenige Monate nach seinem Rücktritt wird jedoch klar, dass es Strache noch einmal wissen will. Wiener "FPÖ-Rebellen" gründen mit der "Allianz für Österreich" (DAÖ) eine Liste, deren Ziel es ist, Strache eine politische Rückkehr zu ermöglichen. Er ziert sich, hält die Spannung aufrecht und verkündet Ende Februar, bei der Wien-Wahl als Spitzenkandidat anzutreten.

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Die Präsentation am Freitag soll nun eine Art Startschuss für eben diesen Wahlkampf sein. Die Veranstaltung wird in den Sofiensälen im dritten Wiener Gemeindebezirk stattfinden. Erst im Jänner hatte die DAÖ damals Unterstützer in den 700 Quadratmeter großen Festsaal geladen, Strache trat als Gastredner auf. Man habe diesen Ort aber auch deshalb gewählt, um die Corona-Abstandregeln einhalten zu können, heißt es aus der Partei.