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ReformAUVA bleibt erhalten, keine Schließung von Unfallspitälern

Spitäler, Leistungen und medizinisches Personal bleiben, die Verwaltung wird verschlankt. Die neue Gesundheitskrankenkasse soll einzelne Leistungen übernehmen, allerdings erst, nachdem dort Einsparungen realisiert wurden. Die Arbeitnehmer sollen also nicht mehr zahlen als bisher.

AK-HAUPTVERSAMMLUNG MIT PRAeSIDENTENWAHL: HARTINGER-KLEIN
© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) bleibt erhalten. Es sollen auch keine Unfallspitäler oder Reha-Einrichtungen geschlossen werden. Das sieht das Reformkonzept vor, das Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Montag mit AUVA-Obmann Anton Ofner und ÖVP-Klubchef August Wöginger vorgestellt hat. Das Papier muss noch am 21. August vom AUVA-Vorstand beschlossen werden.

 Gespart werden soll demnach vorerst in der Verwaltung, später durch Übernahme einzelner Leistungen durch die neue ÖGK (Österreichische Gesundheitskrankenkasse), in die die Gebietskrankenkassen zusammengeführt werden sollen, erläuterte die Sozialministerin. Insgesamt soll die AUVA 430 Millionen Euro einsparen.

Die Verkündigung der Reformpläne zum Nachsehen:

Die Pressekonferenz zum Nachsehen

Laut der Presseunterlage ist zwar keine Privatisierung der AUVA geplant, allerdings soll es eine österreichweite Betriebs-GmbH unter einem Dach mit einem zentralen Trägermodell geben. Diese soll eine 100-prozentige Tochter der AUVA sein. Alle Unfallkrankenhäuser sollen - wie bereits die Reha-Zentren - gleich geführt und organisiert werden.

"Keine Mehrbelastung der Arbeitnehmer"

Auslöser der Strukturreform war der Beschluss, die Arbeitgeberbeiträge zu senken - zunächst um 100, bis zum Jahr 2022 um 500 Millionen Euro. Zu einer Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge soll es dadurch aber nicht kommen, denn diese Übertragung soll erst stattfinden, nachdem durch die Reform des Sozialversicherungssystems (also die Zusammenlegung) entsprechende Einsparungen erzielt wurden. Damit ist die Reform ein Scheck auf die Zukunft.

Es soll somit keine Schließung einzelner Häuser und keine Kündigungen aus betriebsbedingten Gründen geben. Bei Ärzten und Pflegern soll es keine Personalkürzungen geben. Das Leistungsangebot bleibe in vollem Umfang bestehen, hieß es bei der Pressekonferenz. Die Verwaltung wird allerdings verschlankt. Von 1.550 Verwaltungsstellen sollen in den nächsten Jahren etwa 300 Stellen eingespart werden.

Alle Beteiligten lobten das positive Verhandlungsklima der vergangenen Wochen. AUVA-Obmann Ofner betonte, die Maßnahmen würden dazu führen, dass sowohl die Effizienz in der Verwaltung als auch die Versorgungsleistung steige, ohne dass die Patienten Abstrichen machen müssten. "Ich werde die Annahme des Pakets in der Vorstandssitzung am 21. August empfehlen."

Die Maßnahmen im Detail:

  • 135 Millionen wollen  AUVA-intern und durch die Kooperation mit anderen Trägern in der Verwaltung gespart werden, 100 Millionen schon ab 2019.
  • 295 Millionen sollen in Form einer Verlagerung der Leistungen in die ÖGK gespart werden, sobald die nötigen Mittel durch die Einsparungen im Wege der Reform freigeworden sind:
    156 Millionen sollen aus der Abschaffung der Querfinanzierung von Freizeitunfallopfern durch die AUVA und der Senkung der  Zahlungen für in anderen Spitälern behandelte Arbeitsunfälle kommen.
    108 bis 110 Millionen Euro beträgt die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, die die AUVA derzeit den Klein- und Mittelbetrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern zumittelt.
    Der Restbetrag wurde bei der Pressekonferenz nicht näher erläutert.

ÖVP-Klubobmann und Arbeitnehmervertreter August Wöginger stellte strikt in Abrede, dass es dadurch zu einer Mehrbelastung der Arbeitnehmer kommen könnte. Schließlich wolle man bis zum Jahr 2023 insgesamt eine Milliarde Euro im System dadurch einsparen, dass es statt bisher 21 nur noch 5 Sozialversicherungsträger gibt. Die ersten 100 Millionen bei den Verwaltungskosten der AUVA schaffe man durch die Zentralisierung von Beschaffungsvorgängen, EDV, etc., betonten Wöginger und Ofner.

 

 

 

 

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Danke für Ihr Verständnis.

helga.zuschrott
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diese ministerin ist schon längst rücktrittsreif

unmögliche forderungen aufstellen - alle verunsichern - und dann kommt das große nichts heraus - mehr war ja gar nicht zu erwarten!

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h1238
1
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Vom Sparen

habt ihr keine Ahnung. Ein Arbeiter der ein Haus gebaut und bezahlt hat sollte in die Regierung (Finanzminister) werden. Der weiß auch wie viel ein Liter Milch kostet lol!!!

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X22
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In verständlicher Form ausgedrückt:

Wenn alles so lauft wie geplant, kosten die Kosten für die Einsparungen ein paar Millionen, ansonsten bleibt es beim alten System, außer das die jetzigen Zahler (Unternehmer) weniger zahlen, dafür die "möglichen" Ersparnisse in den GKKs dafür drauf gehen, bzw. weil es auch nur einmalige Einsparungen gibt, werden in Folge die Arbeitnehmer das bezahlen werden müssen.
Und wenn ihr auch noch die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für Klein- u. Mittelbetriebe kürzt, werde ich gerne die Arbeitnehmer dabei unterstützen euch in Wien zu besuchen und mal Tacheles zu reden, ihr...... (das darf man sich denken)

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SoundofThunder
3
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Mal überlegen 🤔

Die AUVA zahlt den Arbeitgebern (pauschal 120€ Millionen Euro) für die Entgeltfortzahlung im Krankenstand für einen Arbeitnehmer der einen Arbeitsunfall hatte. Jetzt streicht die Regierung dieses Geld (um schön dazustehen)? Wer übernimmt die Kosten wenn die AUVA ausfällt? Der Arbeitgeber? Bei DIESER Regierung sicher nicht! Werden die Leistungen gekürzt? Schon möglich! Der Arbeitnehmer? Ganz sicher! Indem er entweder mehr Krankenversicherung ,Unfallversicherung (auch Privat!) und mehr Selbstbehalt bezahlt! Oder niemand? Fällt dann die Entgeltfortzahlung im Krankenstand für die ersten 2-3 Tage weg (war schon im Gespräch!!)? Oder werden die Leistungen nach unten harmonisiert (wie bei der GKK-Reform)?

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WernStein
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Wieviel Schläge ....

..der Regierung gegen die Arbeitnehmer werden noch hingenommen werden müssen?
12 Stunden Tag
60 Stunden Woche
Streichung Notstandhilfe
Entfall der Überstundenabgeltung
Kürzung bei Kinderbetreuung
Streichung der Mittel für Frauenvereine
Kürzung bei Behinderten
Aufgabe des Nichtraucherschutzes
Demontage der Kammern
Aufkündigung der Sozialpartnerschaft
Pensionsreform
Kürzung bei den Sozialversicherungen
Kahlschlag bei der AUVA
Streichung der Arbeitgeberbeiträge zur AUVA
Umverteilung von den Arbeitnehmern zu den Konzernen
etc etc etc..........
Wer kann mir einen Punkt nennen, wo die Arbeitnehmer profitieren? Die Schwarz/Blau Wähler hier werden sicher einige aufzählen können. Ich weiß keinen!

"Es ist alles nur zum Besten der Arbeitnehmer und es wird für uns keine Verschlechterungen geben" so die für manche sympathische Sozialministerin.
Aber bitte WER wird die Folgen dieser Maßnahmen tragen, außer die Arbeitnehmer. Da können die "Sozial- und Frauenministerinnen" lügen, soviel sie wollen.
Wir haben mit dieser Regierung die Popo Karte gezogen!
Aber: Geht's der Wirtschaft gut - geht's der Wirtschaft gut!
Es ist alles noch schlimmer gekommen, als es von der Opposition vorausgesagt wurde.
Es musste sich etwas ändern, meinten viele. Jetzt kann mir niemand einen Punkt aufzählen, was früher sooo schlecht war! Ach ja, die Flüchtlinge, ich vergaß!

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SoundofThunder
3
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WernStein

Ich würde ihr Posting noch unterzeichnen wenn ich könnte. Volle Zustimmung meinerseits 👍

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dmastermindm
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295 Millionen...

...durch Leistungsverlagerung in die neue ÖGK, dies bedeutet für mich folgendes. Die Arbeitgeber ersparen sich Beiträge und die Last wird auf alle Österreicher umverteilt. Die armen Konzerne können sich das schließlich nicht alleine leisten!

108 - 110 Mio beträgt die Entgeltfortzahlung an KMU´s im Krankheitsfall. Wer kommt dafür auf?

Eigtl kommt genau das was ich mir erwartet hab, ein Steuergeschenk an Konzerne, die kleinen bleiben auf der Strecke - Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

FPÖ unsere (a)soziale Heimatpartei der Patridioten hat sich wieder stark gemacht! Sorry, sie nennen sich jetzt nur mehr die Heimatpartei, sozial ist out.

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harri156
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Sozial ist out!

Womit sie 100% recht haben! Die Großspender werden bedient und die AN sollen dafür zahlen! Und die Blauen bekommen dafür dicke Posten.... Alles schon gehabt.....

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Hildegard11
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Wer zahlt

Die Bauernschaft = ca. 4%. Industrielle = ca. 3%. Ca. 5 % unentschlossene macht insg. 12 % Wähleranteil. Oder wer soll türkis-blau noch wählen??

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voit60
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Flüchtlinge, Flüchtlinge

schon vergessen, die bringen Stimmen, und sollten sie nicht kommen, dann verbreitet man Gerüchte, dass sie kommen werden.

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Lodengrün
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Die Zeche

zahlt der AN. Angerichtet von der Partei die sich für den Kleinen einsetzt als auch jener die vor dem Kapital nicht genug buckeln kann. An der AUVA hat sich bis dato niemand gerieben und sie hat nur hervorrage gearbeitet.

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harri156
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Jeder Arbeitnehmer

wird dieses „ Leuchtturmprojekt“ bezahlen! Die Unternehmer werden entlastet und dürfen weiter ihre Millionen in der Südsee parken. Genauso habt ihr es vorgestellt, liebe FPÖ/ÖVP Wähler. Oder?

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Planck
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Nach einer kurzen Umschau

im Blätterwald, explizit exkludiert das Hausmeisterblattl, habe ich den Eindruck, dass einige Menschen ein klein wenig verunsichert sind und den Worten der p.t. Vortragenden keinen rechten Glauben schenken.
Ich erwarte in Kürze eine breit angelegte Kampagne des Wahrheits™-Ministeriums, die dem Volk eintrichtert, dass und warum das Leuchtturm-Projekt ein vollster Erfolg ist *g

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dmastermindm
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George Orwell

Der Verweis ist sehr gelungen, musste in letzter Zeit öfter an dieses Buch denken.

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voit60
4
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Um wie viele Millionen wird die heimische Wirtschaft dadurch reicher?

Bei der Hotellerie ist es ein dreistelliger Millionenbetrag, durch die Reduktion der MWST um 3 Prozent.

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fersler
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briefkästen

wie kommt man auf die verbleibende zahl von lediglich 5 (fünf) Sozialversicherungträgern? werden die Gebietskrankenkassen in unseren 9 (neun) bundesländern also doch aufgelöst und an ihrer stelle Briefkästen aufgestellt ?

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Paddington
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aber nein,

natürlich wird es unter einem anderen Mäntelchen Außenstellen oder wie auch immer benannt geben. Wer soll denn sonst Krankenszände kontrollieren, chefärztliche Untersuchungen etc. durchführen. Zu glauben, man könnte hier alles zentral regeln, ist wohl ein Irrglaube. Zumindest für die Kontrollfahrten und dann natürlich auch für die dann öfter nötigen Fahrten in die Zentrale benötigt man einen gewissen Fuhrpark - was mich gerade auf die geplanten Dienstwagen für die Regierung bringt.

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fersler
2
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natürlich

werden es keine Briefkästen sein. ich wollte nur einen kurzen Hinweis machen wie dieses Laientheater die Bevölkerung an der Nase herumführt.

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ChihuahuaWelpe55
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Gespart sollte an gewissen Ministerposten werden

die uns unnötig viele Sorgen verursachen! Aber NICHT AN DER GESUNDHEIT! Es gibt schon ZU VIELE PRIVAT-ANSTALTEN und Versicherungen, die den Leuten das Geld aus der Tasche holen!

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zafira5
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Einsparungen

Frau Ministerin

Was halten Sie eigentlich von Einsparungen auf höchster Ebene?
Mein Vorschlag wäre z.b. Zusammenlegung von div. Ministerien
( Gesundheit/Sozial/Familien) derzeit 2 Ministeren bei Zusammenlegung nur noch 1 Ministerium.
Den Nationalrat um die hälfe reduzieren.
Den unnötigen Bundesrat auflösen.
Das wäre auch eine schöne Einsparung pro Jahr.
Aber davon wollen Sie und Ihre Kollegen ob Türkis, Blau, Rot und soweiter aber nichts wissen.
Wie heist es so schön:
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

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Paddington
6
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wie bitte. .

soll das gehen.
Weniger Personal soll es sein - und wer macht dann die Arbeit oder verschwindet diese im Nirvana?
Einsparen will man auch über die EDV? Ist denen eigentlich bewußt, wieviel Geld in die Hand genommen werden muss, um unterschiedliche EDV- Systeme zusammenzuführen?
Die Gesundheitskassen sollen Teilbereiche übernehmen, wenn dort die Einsparungen durchgeführt sind. Dh. Der Aufwand bei den dann angeblich "gesund gesparten" Kassen wird zu Gunsten der AUVA erhöht und dann werden diese Kassen für ihren hohen Aufwand wieder an den Pranger gestellt? Mir ist der Zweck dieser Übung nicht klar.

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grboh
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ÖVP-Klubobmann und Arbeitnehmervertreter August Wöginger

Wenn unsereinem das Lachen über den (leider gar nicht) Kleinen Horrorladen im Hals stecken bleibt.

Er stellte strikt in Abrede, dass es dadurch zu einer Mehrbelastung der Arbeitnehmer kommen könnte. Schließlich wolle man bis zum Jahr 2023 insgesamt eine Milliarde Euro im System dadurch einsparen, dass es statt bisher 21 nur noch 5 Sozialversicherungsträger gibt.

Gerade dieser Herr, der an der Seite der Wirtschaftsvertreter die Arbeitszeitflexibilisierung "verhandelt" (O-Ton Wöginger) stellt wieder einmal "in Abrede".

Arbeitnehmervertreter.
ja, eh

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Planck
4
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Völlig klar, warum.

Bill Gates sagte: "Stell in deinem Laden nur erstklassige Leute an, denn zweitklassige haben nicht nur Angst vor erstklassigen, sondern auch vor zweitklassigen und stellen deshalb nur drittklassige ein."

In welcher Kategorie kommen wir also an, wenn wir uns einen mindestens drittklassigen Jungscharführer vorstellen. Welche Art von Mitarbeitern wird der dulden? *gg

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voit60
3
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So einen schwachen Klubobmann

Hatten die Schwarzen noch nie. Was muss sich der intellektuelle Neisser denken, über so einen Nachfolger.

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Apulio
9
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Wieder so ein

türkis/blauer Bauchfleck?

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Mein Graz
9
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Interessant.

Die Kosten für die Verwaltung der AUVA lagen 2016 bei gut 92 Millionen Euro, lt. Hr. Ofner, 2017 lagen die Kosten bei etwa 99,4 Millionen. Jetzt will man in der Verwaltung 135 Millionen einsparen.
Wie geht das?

Der Rest der Einsparung ist m.E. kein Einsparungspaket, sondern ein Umverteilungspaket. Nur, woher das Geld kommen soll, wird von keinem gesagt.
Und die läppischen restlichen 28 - 30 Millionen, die noch fehlen, sind nicht einmal der Rede wert.

Typisch für diese Regierung: über das, worüber man keinen Plan hat, macht man viel Lärm.

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