Covid-IntensivpatientenSchwellenwert 300 für Stufe 2 überschritten, Corona-Gipfel am Freitag in Wien

Stufe 2 des Corona-Plans wird damit ausgelöst, die neuen Regeln dürften schon früher als, wie geplant, kommende Woche in Kraft treten. Nationales Impfgremium berät heute über Empfehlung zur dritten Impfung: Diese soll "allen, die das wollen" sechs Monate nach der zweiten Impfung offenstehen.

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Mehr als 300 Corona-Patienten liegen in Österreich derzeit auf der Intensivstation
Mehr als 300 Corona-Patienten liegen in Österreich derzeit auf der Intensivstation © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Die Zahl der Covid-Intensivpatienten überstieg die 300er-Schwelle, damit wird Stufe 2 des Corona-Stufenplans ausgelöst: Zutritt zu Nachtgastronomie und "ähnlichen Settings" sowie zu Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen nur noch für Geimpfte und Genesene (2G). Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") sind dann österreichweit nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3G-Eintrittsregel gültig. 

Die Maßnahmen treten laut Stufenplan sieben Tage nach Überschreiten der 300er-Schwelle in Kraft, also mit Beginn der kommenden Woche. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat aber bereits angekündigt, dass er damit rechnet, dass zu einem früheren Zeitpunkt bereits die 400er-Grenze überschritten wird und Stufe 2 und 3 daher zusammengezogen werden und zu diesem Zeitpunkt dann sofort in Kraft treten.

Das bedeutet dann für sämtliche 3G-Bereichen eine 2,5G-Regel. "Da wird dann nur mehr ein PCR Test als Eintritt gelten", sagte Mückstein. 

Unter dem Druck der steigenden Zahlen wird heute im Nationalen Impfgremium über eine Empfehlung zur dritten Dosis der Schutzimpfung beraten, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein informiert im Anschluss bei einer Pressekonferenz, wir berichten live ab 15.30 Uhr:

Impfexpertin Ursula Wiedermann-Schmidt kündigte im Vorfeld bereits an, dass ein dritter Stich nach sechs Monaten (nach der zweiten Impfung) möglich sein soll "für jeden, der das haben möchte", gemäß Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für jeden und jede ab 18 Jahren. Bisher galt die Empfehlung nur für Risikogruppen und Astrazeneca-Geimpfte. Die Auffrischungsimpfungen werden mit Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen. Für Immunsupprimierte wird es gesonderte Empfehlungen geben.

Laut dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums wurden bisher 322.670 Drittstiche verabreicht. Wien preschte ja am Montag vor und ermöglichte die Auffrischung für alle schon sechs Monate nach der zweiten Impfung. Am wichtigsten ist für alle Experten nach wie vor, dass sich möglichst viele Österreicherinnen und Österreicher auch neu impfen lassen.

Im Lichte der dramatisch steigenden Corona-Zahlen findet kommenden Freitag abermals ein Treffen zwischen Regierungsspitze und Landeshauptleuten in Wien statt. Die Landeschefs werden daran physisch und nicht, wie zuletzt, per Videoschaltung teilnehmen, hieß es. 

Der Stufenplan der Bundesregierung war den Landeschefs zuletzt zu langsam gegangen, waren doch alle Länder bis auf Vorarlberg und das Burgenland dem Beispiel Wiens gefolgt und hatten bei den Maßnahmen Nachschärfungen ab 8. November angekündigt. Angesichts der steigenden Zahlen könnten die Maßnahmen aber bald durch Inkrafttreten der Stufe 3 des Stufenplans, die bei einer Auslastung von 400 Intensivbetten mit Corona-Patienten in Kraft tritt, ohnedies überholt werden.

Der für einen "falschen" Montag - am Montag war Feiertag - exorbitant hohe Dienstagswert, der deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 5.154 lag, brachte auch einen sehr schlechten Wert bei der Sieben-Tages-Inzidenz von 403,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern mit sich. Derzeit gibt es fast 50.000 Fälle von aktiven Corona-Infektionen, genau 49.469 und damit um 2.401 mehr als am Montag.

Am Arbeitsplatz gilt seit 1. November die 3G-Regel. Nach Ablauf der geplanten 14-tägigen Übergangsfrist, während der alternativ zum Test noch FFP2-Masken am Arbeitsplatz akzeptiert werden, gilt dann laut Mückstein ab 15. November eine 2,5G-Regelung am Arbeitsplatz, also Geimpft, Genesen oder PCR-Test. Arbeitsminister Martin Kocher widerspricht allerdings: Dazu komme es nicht automatisch, sondern der Gesundheitsminister müsste noch eigens eine entsprechende Verordnung erlassen.

2,5G künftig auch für Arbeitsplatz

Das Büro Mücksteins stellt klar: Der Stufenplan ist eine politische Einigung, der selbstverständlich die einzelnen Verordnungen folgen müssten. Heute wird eine Verordnung für die Stufe 2 beschlossen, sobald die Zahl von 400 Covid-Intensivpatienten überschritten sei, eine Verordnung für die Stufe 3, und diese werde dann vorsehen, dass sämtliche Regelungen mit Bezug auf 3G, also auch jene in Bezug auf den Arbeitsplatz, auf die 2,5G-Regel herabgestuft werden.

Kommentare (62)
Stony8762
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Sopherl

Schon mal gehört, dass es 100% Schutz nicht gibt?

umo10
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Was 300 Lottosechser!!

Da sollte ich auch mitspielen. Ist ja eine enorme Chance zu gewinnen; ähh keine Luft mehr zu bekommen

ragu
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@DannyHanny

Warum man sich nicht einfach impfen lässt ?Weil der Totimpfstoff noch nicht am Markt ist ,ist ja wirklich nicht schwer zu verstehen, aber hophop zum dritten Stich und zu Ostern zum vierten!Alles Gute!

wischi_waschi
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ragu

Danke , sie haben es kapiert!

DannyHanny
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Ragu

Dann warten's mal schön.....Zeit sich eine neue Ausrede zuzulegen, wieso dann doch nicht!

SagServus
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@ragu

Und du glaubst beim Totimpfstoff kommst mit einem Stich aus?

Stony8762
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SagServus

Dann sind es halt 2 oder 3! Na und?

SagServus
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Dann sind es halt 2 oder 3! Na und?

Komisch, wieso wird dann jetzt so ein Aufstand wegen des 3. Stichs gemacht?

Stony8762
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SagServus

ICH mache keinen Aufstand! Ich lasse ihn mir geben und fertig!

ragu
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@SagServus

Mit dem Totimpstoff hat man schon einige Jahrzehnte Erfahrung gemacht,z b FSME,Grippe....am Anfang wie bei der Zeckenimpfung in kürzeren Abständen impfen und dann sollte man doch einige Jahre immun sein,bin sehr optimistisch bei jetzigen Impfstoff hat man glaube ich erst in 4-5 Jahren mehr Erfahrung

RonaldMessics
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@ragu

Bitte informieren sie sich richtig und besser bevor sie dies alles so einfach posten, unwissenschaftlich posten.

SagServus
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bin sehr optimistisch bei jetzigen Impfstoff hat man glaube ich erst in 4-5 Jahren mehr Erfahrung

Die fehlende Erfahrung liegt aber nicht an der neuartigen Impfstoffart sondern an der Krankheit.

Grippeimpfung sollte man sich auch jährlich abholen weil jedes Jahr ein neuer Grippestamm verimpft wird.

Sie wissen mit dem Totimpfstoff auch nicht, wie sich dieser bei einer neuen Coronavariante verhält.

hornet0605
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Wieviele von den 300 Intensivpatienten sind geimpft?

steht das irgendwo?

mgutsche
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Nein

Leider nicht zufinden.
Ein Schelm der Böses denkt.
Oder würden die Zahlen vielleicht nicht ins System passen ?

SagServus
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Leider nicht zufinden.

Komisch, Meldung vom 20. Oktober: Von 76 Coronapatienten auf den Wienerintesivstationen sind 85% ungeimpft.

Meldung vom 28. Oktober aus Salzburg: Von den 12 Coronaintensivpatienten sind 9 ungeimpft, 3 sind immunsuprimiert.

Meldung vom 25. Oktober aus Zams: 4 Leute auf der Intensiv, alle ungeimpft.

kekw
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Verordnung

Kann man die Verordnung des Stufenplanes bzw. die Verordnungen des Hr. Landeshauptmannes sehen?? In der Rechtsdatenbank RIS ist leider nichts zu finden!

checker43
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Einfach

"Stufen-Plan für die Bekämpfung der Corona-Pandemie" und "3. COVID-19-Maßnahmenverordnung" und "Verordnung des Landeshauptmannes von Steiermark vom 16. September 2021, mit der zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen getroffen werden, LGBL. Nr. 88/2021, in der Fassung LGBL.Nr. 90/2021" googeln.

Den Stufenplan werden Sie aber nicht 1:1 abgebildet in der Verordnung finden (falls Sie das dachten), Die Maßnahmen laut Stufenplan sind aber durch Gesetz und Verordnungen abgedeckt.

selbstdenker70
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..

Wahrscheinlich ist es wieder nur eine “Empfehlung“... erfahren werden wir es dann im Frühling...

checker43
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Keine

Empfehlung.

RonaldMessics
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Dafür stehen....

....die Lustigen in Kolonen vor den Teststationen. Kaum Abstand, im Freien mit Verkühlungsmöglichkeit. Die Varianten an Sturheit sind erstaunlich.

ego cogito ergo sum
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Anstehen ist nicht nötig…

Dafür gibt es Gurgeltests für zu Hause!

Murtal1977
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...die Lustigen

könnten sich auch impfen lassen. Dann müssten sie nicht in der Kälte vor den Teststationen warten.

checker43
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Besser

als kein Test und die Infektiösen gingen infiziert in Innenräume ohne Verkühlungs- aber mit Covid-Ansteckungsmöglichkeit für andere.

RonaldMessics
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eh, aber haben ....

...die noch immer Angst vor der Impfung? Nicht dass ich hier behaupte, dass Impfen auch einen Sars-Cov2 Krankheitsverlauf ermöglicht, aber sie hilft nachweislich, Millionenfach erprobt überwiegend vor einem schweren Krankheitsverlauf. Zugegeben, auch ein zufällig passendes und vorhandenes Immunsystem kann dies, aber keiner, nicht einmal dein bester Arzt kann dies wie aus der Glaskugel lesend wissen.

hewinkle10
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Man fährt sehenden Auges in den Abgrund 🙈

Ich frage mich warum man glaubt, dass sich die Ungeimpften aussperren lassen? Es wird weiterhin private Coronapartys geben und beim PCR Test dauert es mindestens 24 Stunden bis zum Ergebnis. Ein Infizierter steckt in der Zeit zig andere an…Mit den Maßnahmen gehen wir in den nächsten Lockdown…die Krankenhäuser werden übergehen und die Totenhallen werden schnell voll sein.

wiwo64
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@hewinkle

"Ich frage mich warum man glaubt, dass sich die Ungeimpften aussperren lassen?"
Weil man schon ins Kalkül gezogen hat, dass sich die Verweigerer gegen eine Maßnahme sowieso einzenentiert haben und nun darauf wartet, dass sich das Infektionsgeschehen etwas verlangsamt, damit dann bald soviele wie mögliche Nichtimunisierte die Krankheit bekommen, sie diese hoffentlich ohne viele Komplikationen überstehen und damit dann als Genesene trotzdem zur Immunitätsrate beitragen.
Auch ein Weg.

Klgfter
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ein Weg ja .......

... aber ein risikobehafteter ........

aber what cares ? DIE sind selber schuld wenns in die Hose geht ! Mein Mitleid geht mittlerweile gegen NULL !

RonaldMessics
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@wiwo64

Ne, für den Fall, dass die Ungeimpften Nachteile erleiden, egal, ob keine notwendige OP, weil verschoben, egal ob Zutrittsverbot in die heiß geliebte Bar oder gar ins Gasthaus, die FPÖ steht bereit um sich mit euch zu wehren, denn diese stehen ja schon mittig in der Warteschlange und machen Stimmung. Und Kickl ist der Häuptling der Allwissenden. Notfalls gibt es halt das Wurmmittel von ihm, vermutlich persönlich verteilt wie eben auch der einhundert Euro Schein bevor die Sonne unter ging.

checker43
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Bei

Privatpartys gibt es aber weniger Infektionen als wenn diese Leute in vielen Bars mit weit mehr infizierbaren Kontaktpersonen als bei der Garagenparty unterwegs wären. Die dämmen sich quasi selber ein, was auch ein gewünschtes Ergebnis ist.

Klgfter
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weniger infektionen ? aber nur am papier ......

.. weil im fall der fälle dann gelogen wird das sich die balken biegen , DAS sind dann die unerklärlichen infektionen die sich ach niemand erklären kann ...... fast wie die jungfrau maria die ja vom heiligen geist ganz unbemerkt begattet wurde !

fahrlässig und ignorant .......

checker43
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Nicht

nur am Papier. Außer Sie kennen Privatpartys, die öffentlich sind und wo 80 bis 200 Leute hingehen und zwei Stunden später zur nächsten ziehen. Die Besucher- und vor allem Kontaktzahlen von Lokalen und Gasthäusern werden Sie mit den Privatpartys nicht zusammenbringen.

lapinkultaIII
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und warum

lässt man sich nicht einfach impfen?

tomtitan
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@ und warum lässt man sich nicht einfach impfen?

weil es vieeeeeeeel zu einfach wäre und nichts mehr zum Sudern, Raunzen und Schwurbeln hätte!

DannyHanny
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@ und warum lässt man sich nicht einfach impfen?

Weil wir zu viele " Herbert's" haben in diesem Land!

Stony8762
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Entwurmungsexperten und Bitterstoffler.

Naturfreund007
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aber das Wurmmittel

das hilft bestimmt.....

Stony8762
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Naturfreund

Protestieren nicht vergessen!

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