Nationalismus Bei Mladić-Verherrlichern dünstet Nationalismus aus allen PorenDie Versöhnung auf dem Balkan blieb fragmentarisch – und ein Serbien, das einem verurteilten Kriegsverbrecher offiziell Rosen streut, ist der EU nicht würdig.KommentarThomas Golser
Außenpolitik Deutsche Rüstungsexporte nach Israel vor UNO-GerichtDeutschland hat vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) seine Rüstungsexporte nach Israel als vereinbar mit internationalem Recht verteidigt. "Alle deutschen Rüstungsexporte nach Israel und in andere Länder unterliegen strengen Prüfverfahren, die strikter als internationale Regelungen sind", sagte die deutsche Rechtsvertreterin zu Beginn einer Anhörung in Den Haag. Nicaragua hatte Deutschland mit einer Klage wegen Beihilfe zum Völkermord vor das Gericht gebracht.
Außenpolitik Serbien richtet das Mladić-Begräbnis als Staatsspektakel ausZum Entsetzen der EU gewährt Präsident Aleksandar Vučić dem „Schlächter von Srebrenica“ am heutigen Montag in Belgrad eine Beisetzung mit allen Ehren.Analysevon Thomas Roser
Jugoslawien Ratko Mladić: Der „Schlächter von Srebrenica“ und Kriegsverbrecher des Bosnienkriegs ist totDer Ex-General ist im Alter von 84 Jahren in Den Haag gestorben. Er galt als der gewissenloseste Massenmörder des Bosnienkriegs. Seine Bewunderer feierten ihn als Kriegsheld. An dem Kriegsverbrecher scheiden sich in seiner Heimat auch nach seinem Tod die Geister.von Thomas Roser
Geschichte Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Mladić totDer wegen Völkermords verurteilte frühere bosnisch-serbische General Ratko Mladić ist tot. Mladić, der wegen seiner Rolle im Bosnienkrieg 1992-1995 eine lebenslange Haftstrafe verbüßte, starb im Alter von etwa 83 Jahren. Das bestätigte der Internationale Residualmechanismus für Strafgerichtshöfe (IRMCT), der die Aufgaben des früheren Kriegsverbrechertribunals in Den Haag wahrnimmt, am Donnerstag. Richterin Graciela Gatti Santana ordnete eine Untersuchung der Todesumstände an.
Justiz USA eskalieren Streit mit Internationalem StrafgerichtshofDie USA verschärfen ihr Vorgehen gegen den Internationalen Strafgerichtshof. Sie verhängten am Dienstag Sanktionen gegen dessen Präsidentin Tomoko Akane und einen leitenden Anwalt des Gerichts. US-Außenminister Marco Rubio teilte mit, die Maßnahmen richteten sich gegen die japanische Richterin sowie den senegalesischen Juristen Abdoulaye Seye. Grundlage sei ein 2025 von US-Präsident Donald Trump erlassenes Dekret.
Donald Trump „Mit diesem Unsinn zerstört Donald Trump seine Präsidentschaft“Innenpolitisch war der Iran-Krieg für Trump ein Schuss ins Knie. Teile seiner Basis toben. Viele einst Vertraute haben mit dem Präsidenten gebrochen und formulieren ihre Kritik immer unverblümter.Analysevon Eva Schweitzer