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ZolgensmaTeuerstes Medikament der Welt wird für Babys in Österreich nun finanziert

Gentherapie wird einmalig verabreicht.

Sujetbild © Erwin Scheriau
 

Für Babys und Kleinkinder finanziert künftig der Staat ein Medikament gegen die Spinale Muskelatrophie (SMA). Das im Mai neu zugelassene Mittel Zolgensma gilt als teuerstes der Welt, laut der Zeitung betragen die Kosten dafür 1,8 Millionen Euro. Im September wurde das Medikament erstmals in der Steiermark und Salzburg verabreicht. Die Bundesgesundheitsagentur wird auch die Kosten dieser beiden bereits erfolgten Anwendungen übernehmen.

Die Gentherapie wird einmalig verabreicht und unterbindet den Ausbruch der seltenen Krankheit. Im Ministerium geht davon aus, dass rund zehn Kinder pro Jahr landesweit davon betroffen sind. Spinale Muskelatrophie führt zur Lähmung der Muskulatur. Betroffene sitzen im Rollstuhl, während die Krankheit auf die Lunge übergreifen und zum Erstickungstod führen kann.

SMA

Die SMA ist eine seltene, vererbbare Erkrankung, gleichzeitig eine der häufigsten genetisch bedingten Todesursachen bei Säuglingen und Kleinkindern. Es gibt verschiedene Typen mit unterschiedlichen Verlaufsformen und Schweregraden. Die Häufigkeit beträgt ca. 1 von 10.000 Lebendgeburten pro Jahr.

„Der Beschluss der Kostenübernahme wurde gemeinsam von Ländern, Sozialversicherung und Bund gefasst. Er ist auch Ausdruck einer guten, sich an den Bedürfnissen der Menschen orientierenden Zusammenarbeit aller politischen Ebenen in Fragen der Verbesserung und des Ausbaus von Gesundheitsleistungen in Österreich. Diese Kooperation ist ein Meilenstein in meinem Bemühen, die Versorgung mit innovativen und aber auch oftmals sehr kostenintensiven Medikamenten in Österreich langfristig sicherzustellen und zwar zu bundesweit einheitlichen Voraussetzungen“, unterstreicht Gesundheitsminister Rudi Anschober 

Fall Georg Polic

Erst in den letzten Tagen sorgte der Fall von Georg Polic für Aufsehen.  Der 15-Jährige leidet ebenso an der Muskelschwundkrankheit SMA (Spinale Muskelatrophie), Typ 2. Er kämpft vor Gericht um das Medikament "Spinraza". Eine Spritze kostet 77.000 Euro und müsste mehrmals verabreicht werden. Dank einer Spendenaktion konnten Georg bisher sieben Spritzen finanziert werden, alle vier Monate braucht er eine Auffrischung.

 

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archiv
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2. Versuch ....


Wer hat das bisher bezahlt?

Und bezahlt das der Staat oder die Sozialversicherung?

goje
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Ob nun steuer- oder sozialversicherungsfinanziert

ist doch im Grunde egal. Es geht um ein Menschenleben, welches sonst dauerhaft therapiebedürftig wäre. Ja, in einem Sozialstaat darf das getragen werden.

petera
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Mit den Grünen hat sich doch einiges

zum Guten gewendet.

samro
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ich finde die

koalition gut.
die ihnen bis jtzt 9 rote striche gegeben haben, die wuerden es wohl lieber fuer die pferdl ausgeben.
:)

samro
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in oesterreich

und unter der gerade als asozial eingestuften regierung, die nur das totsparen des gesundheitssystem im kopf hat, laut mancher lustiger hier, da kann das ja wohl gar nicht sein.

vielleicht wachen aber auch ein paar mit diesem artikel auf wie gut es uns in unserem land geht.