Kürzlich wurde der Verein Pfotenhilfe auf einen „Pferdezucht“-Skandal im Mühlviertel (OÖ) aufmerksam gemacht. Umgehend machte sich eine fachkundige Mitarbeiterin auf dem völlig verwahrlosten Hof in Sarleinsbach (Bez. Rohrbach) selbst ein Bild und lieferte einen erschütternden Bericht ab: „Ein Teil der Pferde hat unbehandelte Verletzungen sowie sehr schmerzhafte Entzündungen und Hufkrankheiten, sie stehen in Kotbergen und Gülleseen und bekommen hauptsächlich aufgerissene Silageballen, deren Plastikteile im Futter herumliegen. Das Schmutzwasser vom Misthaufen rinnt in den Bach, aus dem die Pferde sogar trinken!“, so die entsetzte Pferdewirtin nach ihrem Besuch. Zudem bestünde durch lose hängende Bretter weitere Verletzungsgefahr. Eine behördliche Kontrolle im Jänner hätte aber lediglich die Auflagen zur Folge gehabt, täglich auszumisten, einzustreuen, die Zahl der Pferde geringfügig zu reduzieren und eine Hufkontrolle durch einen Hufschmied mit einer Frist von fast drei Monaten durchführen zu lassen.
Mühlviertel in Oberösterreich
Pferdezuchtskandal auf Messiehof: Behörde schreitet ein
Unbehandelte Verletzungen, schmerzhafte Entzündungen, Hufkrankheiten, Kotberge und Gülleseen - Tierschützern bot sich auf einem Hof in Sarleinsbach im Mühlvierte ein entsetzliches Bild. Nun schritt die Behörde ein.
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