Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Rötungen und Schwellungen mRNA-Vakzine: Diese Impfreaktion kann eine Woche nach der Impfung auftreten

Dass nach der Impfung eine Rötung am Arm auftreten kann, weiß man. Aber was, wenn diese erst eine Woche nach dem Stich erscheint? Ist eine solche Reaktion ungefährlich?

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Rötung; Einstichstelle; Coronaimpfung
Nach der Impfung mit dem Moderna-Vakzin kommt es in seltenen Fällen zu verzögerten Reaktionen © kei907 - stock.adobe.com
 

In den letzten Monaten haben wohl fast alle gelernt, was Impfreaktionen sind und wie diese nach der Impfung mit einem Covid-Vakzin aussehen können. Hat man in den ersten Tagen nach dem Stich also Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfweh oder gar Fieber, bringt das die Alarmglocken meist nicht mehr zum Läuten.

Vor allem bei Moderna

Aber was, wenn solche Erscheinungen erst eine Woche nach der Impfung auftreten? Immer wieder melden Menschen – vor allem Frauen – nach der Impfung mit dem Moderna-Vakzin das Auftreten einer Rötung an der Einstichstelle. Und das eine Woche nach der Impfung. Zuvor war rund um diese Stelle am Arm oft nichts zu sehen. Das verursacht bei Betroffenen Sorgen und die Frage: Sollte ich in einem solchen Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Gleich vorweg: Gefährlich ist dieses Phänomen allem Anschein nach nicht. Es handelt sich dabei um eine verzögerte Reaktion auf die Impfung. Direkt nach der Impfung mit dem Moderna-Vakzin treten solche Rötungen, Schwellungen und Verhärtungen am Oberarm sogar bei 84,3 Prozent der Geimpften auf. Diese sind bekannterweise völlig ungefährlich und klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Bei einigen Betroffenen kommt es allerdings zu einem erneuten oder erstmaligen Auftreten rund eine Woche nach der Impfung.

Rötungen und Juckreiz 

Die Rötung, welche verzögert auftritt, ist meist etwas größer als jene direkt nach der Impfung. Die gerötete Stelle wird mit 3 bis 10 Zentimeter Durchmesser beschrieben. Neben den bekannten Schmerzen an dieser Körperstelle kann dann auch Juckreiz auftreten. Oft kommt auch eine Schwellung oder Verhärtung dazu. In ganz seltenen Fällen gab es zusätzliche Hautreaktionen im Bereich des Ellenbogens oder der Hand.

Schon in der Zulassungsstudie des Moderna-Impfstoffs wurde dieses Phänomen aufgelistet. Nach der ersten Dosis trat demnach bei 244 von rund 30.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die verzögerte Rötung auf. Nach der zweiten Dosis war eine solche noch seltener. Die Reaktion war nur bei 68 der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zu beobachten. Vereinzelte Meldung geben eine solche verzögerten Reaktionen auch nach der Impfung mit Biontech/Pfizer an.

Allergische Reaktion 

Aber wie kommt es dazu, dass erst Tage nach der Impfung plötzlich eine Rötung auftritt? Eine Gruppe US-amerikanische Mediziner geht davon aus, dass es sich dabei um eine Überempfindlichkeitsreaktion vom Typ IV handelt. Das bedeutet, es handelt sich um eine allergische Reaktion. Allergien vom Typ IV unterscheiden sich von den übrigen bekannten Allergien dadurch, dass sie nicht durch Antikörper, sondern durch T-Zellen vermittelt werden. Kommt eine Person mit dem allergischen Stoff in Kontakt, alarmieren die T-Zellen weitere Abwehrzellen. Dieser Prozess dauert im Körper einige Tage und so kommt es zur Verzögerung der Reaktion.

Gefährlich war diese Reaktion bisher bei keinem bekannten Fall. Normalerweise gehen Schwellung und Rötung nach ein paar Tagen wieder zurück und verschwinden schließlich ganz. Wenn der Juckreiz Leidensdruck mit sich bringt, wird von ärztlicher Seite ein Kühlen der betroffenen Stelle empfohlen. Wenn notwendig, können systemische Antihistaminika vom Arzt verschrieben werden. Die zweite Teilimpfung kann, bisherigen Erfahrungen zufolge, auch nach einer solchen Reaktion auf die erste Dosis wie geplant durchgeführt werden.

Kommentare (1)
Kommentieren
umo10
20
6
Lesenswert?

So ein Kinkerlitzchen

Ihr wollt wohl den Vektorimpfstoff gutreden und mRNA diskreditieren.