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Hirnforscher erklärt Warum es so schwierig ist, sich zu ändern

Der deutsche Hirnforscher Gerhard Roth über die Schwierigkeit, alte Verhaltensmuster abzulegen, und wie es doch gelingen kann, ein paar „Schalter“ in unseren Köpfen umzulegen - wenn die Belohnung dafür nur groß genug ist und unsere Geduld auch bis in die Zeit nach der Coronakrise reicht.

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Sie beschäftigen sich als Hirnforscher intensiv mit der Frage, was die Persönlichkeit und das Verhalten eines Menschen bestimmt. Ihr Buch zu dem Thema hat den Titel „Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern“ und zeigt auf eindrucksvolle Weise auf, wie faktisch alles, was wir sind, in unserem Gehirn angelegt ist. Wir sind gewissermaßen vorprogrammiert. Die Chance auf einen Reset sind minimal?
GERHARD ROTH:Minimal würde ich nicht sagen. Es sind drei ganz wichtige Faktoren, die eine Veränderung ermöglichen. Der erste Faktor ist der Leidensdruck, der groß genug sein muss. Der zweite Faktor ist eine Belohnungserwartung hinsichtlich der Veränderung. Das Gehirn fragt sich bei genügend großem Leidensdruck, was es von einer Veränderung hat. Und der dritte Faktor ist die Geduld.

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