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Die Königin der Nacht150 Jahre Staatsoper: Musentempel und Intrigenstadl

Die Wiener Staatsoper wird 150. Sie hat Legendenstatus und gehört unverrückbar zu Österreichs kultureller Identität. Und dennoch kämpft sie derzeit darum, auch international wieder zu strahlen.

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Die ehrwürdige alte Dame: Die Wiener Staatsoper wird 150
Die ehrwürdige alte Dame: Die Wiener Staatsoper wird 150 © APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Ihren Planern brachte die Staatsoper kein Glück. Die Wiener und ihre Presse verabscheuten den Monumentalbau, der nach 1861 an der Ringstraße entstand. Selbst der Kaiser sparte nicht mit Kritik. Das Gebäude im Stil der Neo-Renaissance wurde als „Kiste“ und „Königgrätz der Baukunst“ tituliert. Die beiden Architekten kosteten diese Schmähungen wohl ihr Leben. Der depressive Eduard van der Nüll erhängte sich noch vor der Eröffnung der Oper, sein Kollege August Sicard von Sicardsburg erlag kurz danach einer Tuberkulose. Kaiser Franz Joseph war vom Selbstmord Nülls so schockiert, dass er neue Kunst fortan nur mehr mit „es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“ kommentierte. So weit die Legende, die das tragische Ende der beiden Erbauer umrankt.

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