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Staatsoper WienRichard Weinberger: Der Dirigent im Hintergrund

Er ist der Fels in der Bühnenbrandung an der Staatsoper. Als Chef-inspizient sorgt Richard Weinberger für den reibungslosen Ablauf eines Abends. Ein Besuch auf der Bühne.

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Kleine Zeitung Oper Hinter den Kulissen by Akos Burg
Sieht aus wie Cockpit: das Inspizientenpult von Richard Weinberger © Akos Burg
 

So muss es sich in einem Ameisenhaufen anfühlen: schwindelerregend wuselig. Dienstags, 14.20 Uhr, auf und hinter der Bühne der Wiener Staatsoper: Die vielfach verwendete Phrase „hinter den Kulissen“ wird dem Treiben hier nicht gerecht. Nicht einmal ansatzweise.
Vor wenigen Minuten endete die Bühnenprobe zur Richard-Strauss-Oper „Die Frau ohne Schatten“, die am 25. Mai ihre Premiere feiert. Und schon arbeiten die Bühnenhackler weiter. Testosteron liegt in der Luft. Die Männer ziehen an Seilen, tragen Stahlstangen weg, eine Putzmaschine fegt über den Boden, eine Unterlage wird ausgerollt. Die ganze Bühne wird wie in chirurgischer Präzisionsarbeit freigelegt – auf die Seiten, nach hinten und nach unten. Hubpodien versenken Teile des Bühnenbilds, heben andere empor. Am Abend steht „Macbeth“ auf dem Spielplan. Scheinwerfer gehen an. Ein Rädchen greift hier auf Zuruf ins andere. Die Maschinerie läuft wie geschmiert. Davon werden auch die vielen Grüppchen Touristen, die im Zuschauerraum bei einer Führung einen Blick auf die freigelegte Kulisse eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt werfen dürfen, Zeugen.

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